Zuhause gesucht für unsere Katzen mit Schilddrüsenüberfunktion

Der freundliche Kater George ist eine von 16 Katzen mit Schilddrüsen- überfunktion in unserem Tierheim.10. Dezember 2015

Unsere Sorgenkatze Hazelnut, die nach einem Unfall ihren Schwanz und ein Bein verlor, hat im vergangenen Monat durch unseren Aufruf ein schönes neues Zuhause gefunden. Diese Nachhilfe zum Glück erhoffen wir uns auch für unsere chronisch kranken Schützlinge, wobei uns besonders unsere Stubentiger mit einer Schilddrüsenüberfunktion Sorgen bereiten. 16 betroffene Tiere wohnen zurzeit in unserem Tierheim in der Süderstraße.



Schilddrüsenüberfunktion ist die häufigste hormonelle Erkrankung bei Katzen und betrifft oft ältere Tiere ab zehn Jahren, kann aber auch schon früher auftreten. Bei dieser Störung werden mehr Schilddrüsenhormone als üblich produziert, wofür zumeist ein oder mehrere gutartige Tumore in der Schilddrüse verantwortlich sind. Nur sehr selten sind sie bösartig. Oft wird die Schilddrüse im Hals der Katze von außen deutlich tastbar.

Peterle hat, wie viele Schilddrüsenpatienten, struppiges Fell, das liegt an seinem Alter und der Hormonstörung. Ein wenig Hilfe seiner neuen Halter bei der Fellpflege würde ihm sicher guttun.Die Hormone bewirken eine Beschleunigung der Stoffwechselvorgänge, dies kostet dem Katzenkörper viel Energie und belastet ihn stark. Die meisten betroffenen Tiere leiden daher unter Gewichtsverlust trotz gesteigertem Appetit. Hinzu kommen Magen-Darm-Probleme mit Erbrechen und Durchfall, aber auch Haarausfall, struppiges Fell, nachlassende Hygiene und vermehrtes Krallenwachstum. Einige Katzen zeigen ein gesteigertes Aktivitätspensum bis hin zu Ruhelosigkeit, Nervosität und Gereiztheit. Wenige Katzen zeigen gegenteilige Symptome, sie ziehen sich zurück und essen weniger.

Was genau die Hormonstörung auslöst, konnte bisher nicht geklärt werden. Es spielen sowohl genetische Faktoren eine Rolle, als auch Umwelteinflüsse und die Ernährung. So geht man davon aus, dass sich der hohe Jodgehalt der meisten Futtersorten negativ auswirkt.
Immer öfter wird eine Schilddrüsenüberfunktion jedoch schon früh bei Routineuntersuchungen erkannt, bevor die Patienten deutlich sichtbar leiden. Bei Fundtieren oder vom Halter schlecht versorgten Tieren ist der Leidensweg bis zur Diagnose häufig länger. Sobald die Fehlfunktion erkannt wurde, kann sie relativ einfach mit regelmäßiger Tablettengabe behandelt werden, wobei die Nierenwerte im Blick zu behalten sind. Die meisten Katzen können so, natürlich unter ärztlicher Betreuung, ein glückliches Leben führen.

Die Arzt- und Medikamentenkosten sind leider oftmals der Grund, warum die Tiere abgegeben oder sogar ausgesetzt werden. Daher suchen wir für unsere 12 Schilddrüsenpatienten, die schon bereit für ein fürsorgliches Zuhause sind, Katzenfreunde mit einem großen Herzen und sicherem Einkommen. Wer gibt Nicky, Dana, George, Pauline, Gipsy, Peterle, Pito, Findus mit seinem Kumpel Petterson, Fräulein Fiete, Oma Lenchen, Opi und Filly eine Chance und hat ein katzenseniorenfreundliches Plätzchen auf seinem Sofa frei?
Bei Interesse beraten Sie während der Öffnungszeiten gerne unsere Pflegerinnen im Katzenhaus, welche unserer Sorgenkatzen zu Ihnen passt. Auch wenn Sie keines der Tiere übernehmen können, freuen wir uns über Ihre Unterstützung durch eine Patenschaft oder Spende für unsere Schilddrüsenpatienten.

Über unser Online-Spendenformular

oder per Überweisung:

Hamburger Sparkasse
IBAN: DE03 2005 0550 1286 2228 88
BIC: HASPDEHHXXX

Auch die hübsche Dana ist Schilddrüsenpatientin.