Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V.
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Neues von Ira: Abenteuerliche Gelände-Ausflüge, Haarwechsel und Tierheim-Besuche

Vor kurzem war Ira für ein paar Tage im Tierheim. Die Gassigeher freuten sich.Vor kurzem war Ira für ein paar Tage im Tierheim. Die Gassigeher freuten sich.3. März 2017

Wieder mal ist ein Monat vorbei und die Zeit für einen kleinen Bericht über Ira ist gekommen. Ihr Pflegeherrchen berichtet von den Erlebnissen der liebenswerten Hündin, die der HTV aus Rumänien gerettet hatte. Gerne möchten wir die vielen Menschen, die Anteil an Iras Schicksal nehmen, daran teilhaben lassen.

„Schön ist vor allem, dass sich beide Hunde (Ira und Knut) bezüglich des Wohnzimmers verständigt haben. Knut darf es wieder ohne mein Eingreifen betreten und findet dort seine Ruheplätze. Ich trenne sie aber trotzdem, wenn ich nicht da bin. Ira hat nach wie vor einen sehr gesegneten Appetit, was ja auch nicht weiter verwunderlich ist und zunehmen darf Sie ruhig noch etwas.

Ira hat einen neuen Freund.Ira hat einen neuen Freund.Zurzeit ist Sie im Haarwechsel und ich bin immer wieder erstaunt, was beim Bürsten so hängen bleibt. Knut mag das Bürsten nicht besonders und sieht immer leicht verwundert zu, dass Ira das so toll findet und sichtlich genießt! Sie wird wirklich immer plüschiger!

Auch im Gelände zeigt Ira, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Dabei ist mir ein Fehler unterlaufen, der leicht hätte schiefgehen können. Die Lehre sagt ja, dass man immer Handschuhe tragen sollte, wenn man einen Hund an der Laufleine hat, zumal, wenn er so groß und auch kräftig ist wie Ira. Ich habe das nicht befolgt und die Handschuhe ausgezogen, da es mir zu warm war. Natürlich hat Knut genau dann einen Hasen hochgemacht und ab ging`s. Ira ist selbstverständlich auch mit und schon riss sie mir die Leine aus der Hand. Mit Handschuh hätte ich sie vielleicht noch gehalten, aber so konnte ich den Hunden nur hinterhersehen. Wow, ist die schnell gewesen! Nach etwa 200 Metern hatten die Hunde den Hasen verloren, da sie auf Sicht gejagt hatten. Ich konnte Knut dann auf Pfiff zurückholen und Ira ist ihm gefolgt. Noch mal gut gegangen, aber die Lehre bleibt. Zeit für die dünnen Handschuhe!

Zwei "Gerettete" vom HTV: Ira und Henriette.Zwei "Gerettete" vom HTV: Ira und Henriette.Berufsbedingt musste ich Ira erst für drei Tage und dann für eine ganze Woche im Tierheim abgeben. Bei den Übergaben ist sie mit Frau Knorr* mitgegangen, ohne sich auch nur umzudrehen. Was für eine treulose Tomate! Der letzte Satz ist natürlich nicht ernst gemeint. Erstens ist sie keine Tomate und zweitens auch nicht treulos, sondern ganz im Gegenteil! Sie hat ganz einfach beste Erinnerungen an den HTV und ihre Bezugspersonen. Das ist ja auch nicht verwunderlich, bei der Vorgeschichte! Erst das „Leben" an der Kette, dann die Aufnahme im Hundelager, wo sie wohl das erste Mal Zuwendung erhielt und schließlich die Ausreise nach Hamburg. Dass in Rumänien bereits tolle Arbeit gemacht wurde, keine Frage, aber die hiesigen Ressourcen sind doch noch mal ganz andere! Dabei will sie doch eigentlich nur einen sauberen, warmen eigenen Schlafplatz, regelmäßiges Essen, das sie nicht verteidigen muss, Wasser und ein bisschen – na ja eigentlich viel – Zuwendung. Das ist doch nicht unbescheiden! Dafür gibt sie auch mehr als genug zurück. Ich bin immer wieder erstaunt, wie viel Lebenswille und -energie in diesem Hund steckt und wie sie sich entwickelt! Von daher ist Iras Reaktion vollkommen verständlich und ein Kompliment für den HTV, das Tierheim und seine Mitarbeiter! Ich zitiere hier mal aus Henriettes Bericht über eine Hühnerrettung: „Hamburg, unser sicherer Tierheimhafen!" PASST!

Bei den beiden Hunden gibt es übrigens eine Kreuzreaktion. Ira will nicht so gerne zu meinem örtlichen Tierheim und Knut findet die Süderstraße gruselig. Wo Hund eben seine positiven Erfahrungen gemacht hat.
Ira geht nicht gerne in die Arztpraxis. Das mag sie gar nicht, eine regelmäßige Kontrolle muss aber leider sein!

Ira hat ja einen tollen Blick, der sich, wenn man die ersten Bilder sieht, von kummervoll, abwartend mit leichter Hoffnung zu inzwischen munter und unternehmungslustig gewandelt hat. Anfang des Monats habe ich schmerzhaft einen neuen Blick kennenlernen dürfen. Im Gelände hat sie sich vor mich gesetzt und überlegend angesehen. Irgendetwas war los. Ich habe mich dann nach vorne gebeugt und in dem Moment ist sie an mir hochgesprungen und hat mich mit ihrer Pfote und Schnute, natürlich unbeabsichtigt, im Gesicht erwischt. Sie hat ganz glücklich geschaut und war sichtlich mit sich zufrieden, dass sie ihre Pfoten auf meiner Brust hatte. Ja, das ist distanzlos und soll ja auch nicht sein, aber bei Ira sehe ich das etwas anders. Diesen Entschluss zu fassen und den Mut aufzubringen, finde ich toll! Danach hat sie dann versucht Fangen zu spielen. Alles etwas tapsig aber immerhin. Spielversuche macht sie inzwischen häufiger, wenn man sie etwas motiviert.

So das wär`s mal wieder!“

Ira macht ihr Leben weiterhin viel Freude. Wenn Sie uns und Iras Hospizstelle dabei unterstützen möchten, ihr diese Lebensfreude noch so lange wie möglich zu erhalten, freuen wir uns über Ihre Patenschaft für Ira. So können wir Futter, Behandlung und Medikamente sicher finanzieren.
 

Ira macht Faxen ...Ira macht Faxen ...... und genießt die Sonne. ... und genießt die Sonne. Hier geht es zum vorhergehenden Bericht über Ira:
Ira blüht weiter auf

und hier zum nächsten:
Ira hat Frühlingsgefühle.



*Frau Knorr ist Tierpflegerin im Hundehaus.