Willkommen beim Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V. mit seinem Tierheim in der Süderstraße

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Ein Shar-Pei-Mischling, für den die rumänische Tierschützerin Aniela sorgt.Ein Shar-Pei-Mischling, für den die rumänische Tierschützerin Aniela sorgt.23. Juli 2015

Liebe Leserinnen und Leser,

meinen ersten Bericht von meinem zweiten Aufenthalt im Hundelager Bucov in Ploiesti kann ich nicht ohne zwei mir sehr wichtige Vorbemerkungen beginnen.

Zum einen nochmals meine Bitte, meine Berichte aus dem letzten Jahr zu lesen oder sich auch intensiv auf der Internetseite unseres Kooperationspartners ProDogRomania e. V. (PDR) zu informieren.

Ich möchte Sie gerne ein wenig mitnehmen auf diese Tierschutzreise, aber dieses Unterfangen wird mir nur gelingen, wenn Sie etwas „mitarbeiten“. Meine abendlichen Kräfte reichen nicht, um das Hundelager Bucov und die Situation vor Ort von Grund auf zu erklären.

Und zum anderen weise ich darauf hin, dass ich hier nichts Weiteres mache, als Ihnen einige meiner Eindrücke, Erlebnisse und Gedanken auf dieser Tierschutzreise anzubieten. Weder kann ich umfassend berichten, noch wird es mir gelingen, objektiv zu berichten, ich strebe es nicht einmal an. Denn ich bin nicht nur hier, um zu berichten, ich arbeite mit, ich bin unmittelbar betroffen von dem Leid und Elend und den kleinen Freuden. Ich bemühe mich darum, nicht zu beschönigen und nicht zu dramatisieren, aber es ist immer meine sehr persönliche Sicht der Situation.

Die beiden rumänischen Tierschützerinnen Aniela Ghita und Mihaela Teodoru haben mich gestern Nachmittag vom Flughafen abgeholt und es kam mir vor, als hätten wir uns gerade erst letzte Woche und nicht vor einem Jahr das letzte Mal getroffen. So war es für mich auch leicht zu schildern, welche Beklemmungen die Aussicht auf den ersten Tag im Lager in mir auslösten. Ich wusste ja im Groben, was auf mich zukommt, aber das hat es nicht leichter gemacht als im letzten Jahr. Aniela sagte mir dann etwas, was mich, wie auch der unterstützende Zuspruch von HTVlern, Adoptanten und anderen Tierschutzinteressierten, durch diesen ersten Tag getragen hat: „Sandra, ich weiß nicht, ob es für dich gut ist wieder hier zu sein, aber ich weiß, es ist für uns gut, dass Du hier bist und es ist für die Hunde gut.“

Und heute war dann der erste Tag im Lager. Ich habe mit den beiden Tierschützerinnen verschiedene Rundgänge über das riesige Areal unternommen. Irgendwie wünschte ich mir sofort wieder so etwas wie eine Übersicht zu bekommen. Ein wenig naiv, aber vielleicht verständlich, hoffte ich doch auch eine grundsätzlich positive Wendung zu sehen. Aber dem ist nicht so.

Es ist sehr viel verbessert worden seit dem letzten Jahr. Aniela, Mihaela und PDR leisten im Rahmen dessen, was ihnen von der Lagerleitung erlaubt wird, Außerordentliches. Gerade die Baumaßnahmen sind hier von fundamentaler Bedeutung.

Die eindrucksvollste Verbesserung für mich: Es gibt die „Death Kennels“ nicht mehr. Das waren große Ausläufe mit so gut wie keiner Ausstattung. In ihnen lebten etliche vor allem große Hunde, da sie die einzigen waren, die dort überleben konnten. Diese Ausläufe wurden nun geteilt. Dort stehen jetzt Hütten, Sichtblenden, Überdachungen als Witterungsschutz und Schattenspender, große Wassernäpfe und Futtertröge, die ganz hervorragend für die Fütterungssituation geeignet sind. Und noch etwas anderes ist geschehen: Auch die vielen Hunde in den ehemaligen „Death Kennels“ sind nun in der Obhut von Aniela oder Mihaela; auch sie werden nun geimpft und tierärztlich behandelt. Im letzten Jahr sahen sich beide Tierschützerinnen noch nicht dazu in der Lage, für alle Hunde im Lager die Verantwortung zu übernehmen und ich konnte das mehr als verstehen. PDR und alle gebündelten Kräfte haben es in diesem einen Jahr geschafft, dass Aniela und Mihaela nunmehr alle Hunde unter ihre Obhut nehmen und sich diese erweiterte Aufgabe zutrauen konnten.

Doch leider ist da eine Entwicklung, die so vieles, was geschaffen wurde, keine Wirkung entfalten lässt. Es sind seit dem letzten Jahr nach Angaben aller, mit denen ich bisher gesprochen habe, und auch nach meinem eigenen Eindruck nochmal mehr Hunde in diesem Lager. Bereits im letzten Jahr waren es wohl an die 1.400 Hunde. Ausläufe mit einer erträglichen Besatzdichte habe ich bisher nicht entdecken können. Viele der Unterteilungen in kleinere Gehege, die geschaffen wurden, um Konflikte in großen Gruppen abzubauen, sind nunmehr wieder überfüllt mit großen Gruppen. Heute brachten die Hundefänger allein 17 neue Hunde. Ich habe mich bemüht, jeden Hundefänger mit Handschlag und freundlichem Lächeln zu begrüßen. Die meisten erkannten mich wieder und so duldeten sie meine Anwesenheit beim Ausladen der verstörten, verletzten und teilweise in Todesangst aufgelösten Hunde.

Es wird keine elementare positive Wendung geben, wenn nicht die Gesetzeslage durch die Politiker geändert wird! Angespornt durch eine Bevölkerung, die mehrheitlich das Töten und Lagern der Hunde ablehnt, unterstützt durch eine Verwaltung, die sinnvoll große Kastrationsprogramme effektiv und nachhaltig angelegt durchführt! Liebe Leserinnen und Leser, Sie sehen, ich bin jetzt bereits im Bereich des Träumens angelangt.

Noch ist nicht zu erkennen, dass irgendetwas davon in Rumänien realistisch ist. Und was tun wir bis dahin? Da hilft mir die weitere Frage: Was wäre, wenn nicht alle – PDR, Aniela, Mihaela, die ehrenamtlichen Bautrupps, die Kooperationsorganisationen und -tierheime in Deutschland und anderen Ländern – weiter tun würden, was sie nur tun können? Die Antwort ist schlicht: Es müsste dann auch aus Tierschutzsicht (!) in Bucov ebenso wie zurzeit in anderen Lagern Rumäniens systematisch getötet werden.
Dies gilt es weiterhin zu verhindern! Denn möglicherweise braucht Rumänien gerade Beispiele wie das Hundelager Bucov als kleinen flackernden Hoffnungsschimmer, als Aussicht, dass es alles auch anders gehen könnte.

Und ob Sie es mir glauben oder nicht, aber jetzt, nach meinem ersten Tag hier gibt es keinen anderen Ort auf der Welt, an dem ich lieber wäre als hier. Mit der Bildergalerie erhalten Sie weitere Einblicke.

Ihre Sandra Gulla


Hier geht es zum Auftaktbericht. Weiter geht es mit dem zweiten, dritten und vierten Bericht aus Bucov.


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