Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V.
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Joshi und Luna

b_250_188_16777215_00_images_tiervermittlung_erfolgsgeschichten_archiv_Joshi_Luna_1.JPGHallo liebes Katzenhausteam,

nachdem wir unsere Katze Gina nach 15 Jahren schweren Herzens im Mai dieses Jahres einschläfern lassen mussten (sie kam auch aus Ihrem Tierheim), wurde uns im Juli der Kater Joshi von Ihnen vermittelt. Er war uns sofort ans Herz gewachsen; erst recht nachdem uns seine Kurzbiografie berichtet wurde.

Joshi lebte sich schnell bei uns ein. Er ist sehr anschmiegsam, wich uns die ersten Wochen kaum von der Seite und war im Ganzen sehr lieb und brav. Nach sechs Wochen konnten wir ihn auch schon unter Aufsicht in unseren Garten lassen. Wir stellten schnell fest, dass er absolut kein Streuner ist. Er ging meist, wie ein Hund, mit uns durch den Garten.

Also alles in allem ein sehr pflegeleichter Kater. Manchmal kam uns der Gedanke, dass für ihn eine Zweitkatze doch ganz nett wäre. Wir wollten aber noch einen Augenblick warten.

Eines Abends kam unser Sohn spät nach Hause und verschloss leider die Haustür nicht richtig (Wir wohnen in einem Reihenhaus). Als ich morgens die Treppe herunterging, war Joshi leider herausgelaufen. Wir sind schnell heraus und haben nach ihm gesucht.

Die Tage darauf haben wir hier in der Umgebung 200 Flugblätter verteilt, mit Nachbarn und Nachbarskindern gesprochen und auch bei Ihnen im Tierheim Rat geholt. Aber es gab nicht einen Hinweis. Er war wie vom Erdboden verschluckt. Wir waren sehr traurig über diesen Verlust. Immer wieder kam uns auch in den Kopf, dass er sich ja in der Umgebung noch gar nicht gut auskannte. Es vergingen die Wochen. Nach knapp fünf Wochen sind wir dann wieder in die Süderstraße und verguckten uns in Flocke (sie heißt bei uns jetzt Luna). Eine schüchterne dreifarbige Katzendame, die aufgrund ihrer Schüchternheit von den Besuchern nicht so beachtet wurde. Wir nahmen sie bei uns auf. Sie taute schon nach einigen Tagen auf. Unser Haus war wieder lebhafter durch diese kleine Katzendame.

Trotzdem fragten wir uns oft, wo Joshi denn jetzt ist und ob es ihm hoffentlich irgendwo gut geht. Die Ungewissheit hat uns schon sehr beschäftigt. Dann kam der Anruf am 3.12. von Tasso. Wir sollten uns umgehend mit einer Dame in Verbindung setzen, die unseren Joshi bereits eine Woche mit Futter versorgt hatte. Wir waren alle so glücklich, dass er dank seines Chips gefunden wurde und die Dame zum Tierarzt gefahren ist und den Chip hat auslesen lassen. Er hatte in der Zeit eine Strecke von annähernd vier Kilometern, quer durch Hamburgs Westen über Hauptstraßen und Bahnschienen zurückgelegt.

Schnell erkannte er sein Zuhause wieder und leckte zum Dank mein Gesicht ab. Es war wirklich sehr rührend. Nun haben wir zwei Katzen, so wie wir es auch immer wollten. Die beiden „Süßen“ kommen sich auch von Tag zu Tag näher. Manchmal hat Luna wohl ein wenig Angst vor ihm, aber er wohl auch vor ihr. Wenn sie mal wieder ein wenig knurrt, bleibt er ganz gelassen stehen und denkt sich wohl „was willst du eigentlich ich tue doch gar nichts“. Jede Freundschaft muss wachsen.

Wir sind so unendlich dankbar, dass wir diese beiden wundervollen Wesen bei uns haben und auch glücklich, dass die Finderin zum Tierarzt gegangen ist und den Chip hat auslesen lassen.

Wir wünschen allen eine schöne, tierische Weihnachtszeit und ein glückliches Jahr 2016.

Liebe Grüße von Angelika, Martin und Hendrik mit Joshi und Luna.

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