Hamburg räumt auf: Mehr Kippen, weniger Kotbeutel

Unsere Bundesfreiwilligendienstleistenden Caroline Ellersiek (2. von rechts) und Emma Wedemeyer (ganz rechts) organisierten die Saubermach-Aktion.Unsere Bundesfreiwilligendienstleistenden Caroline Ellersiek (2. von rechts) und Emma Wedemeyer (ganz rechts) organisierten die Saubermach-Aktion.Jedes Jahr im Frühling ruft die Stadtreinigung Hamburg Bürgerinnen und Bürger dazu auf, die Stadt von Müll zu befreien und fit für die warme Jahreszeit zu machen. Wir waren dieses Jahr bereits zum sechsten Mal mit haupt- und ehrenamtlichen Helfern dabei und haben die Umgebung des Tierheims aufgeräumt.

Es ist immer wieder erschreckend, wie gedankenlos manch einer mit seinen Abfällen umgeht. Dabei ist der achtlos in die Natur geworfene Müll nicht nur unschön anzusehen, sondern kann gerade für die tierlichen Bewohner der Stadt auch gefährlich werden. So fanden wir zahlreiche Scherben. Sowohl Wildtieren, als auch Hunde und Katzen können sich dadurch ernsthafte Verletzungen zuziehen. Katastrophal auch die Unmengen an Plastikmüll. Gerade die vielen kleinen Plastikfäden können zur Todesfalle für Wildtiere werden, da sie sich daran strangulieren können. Das kann auch Küken in Vogelnestern, in welche die Eltern zwischen die Zweige Plastik einbauen, passieren. Manchmal verschlucken sie auch Fäden und kriegen diese nicht mehr hervorgewürgt. Auch die unzähligen Zigarettenstummel, die leider fast ausnahmslos ins Blickfeld gerieten, wohin man auch schaute, schaden der Umwelt, da die giftigen Zusatzstoffe, die sich während des Rauchens im Filter ansammeln, in den Boden abgegeben werden. Geschätzte 4,5 Billionen Zigaretten werden Jahr für Jahr weltweit achtlos fortgeworfen. Dabei ist schon der Akt des Rauchens eine Belastung für die Umwelt und auch die Produktion der Zigaretten zieht natürlich eine negative Ökobilanz nach sich. Positiv fiel auf, dass die Anzahl der in die Natur geworfenen Kotbeutel deutlich geringer war.

HTV-Mitglied Stefanie Becker und HTV-Pressesprecher Sven Fraaß sind alljährlich mit von der Partie.HTV-Mitglied Stefanie Becker und HTV-Pressesprecher Sven Fraaß sind alljährlich mit von der Partie.Besonders die vielen Zigarettenstummel stachen ins Augen und verärgerten das Team.Besonders die vielen Zigarettenstummel stachen ins Augen und verärgerten das Team.Was mag das Kurioses sein? Wir freuen uns auf Ihre Tipps!Was mag das Kurioses sein? Wir freuen uns auf Ihre Tipps!

Neben dem „klassischen“ Müll fanden wir aber auch Kurioses: Von einzelnen Schuhe über mehrere Fahrradschlösser, kaputte Brillen und Teile eines Elektrorollers bis hin zu einem BH war alles dabei. Nachdem wir die ersten Tage bei mäßig schönem norddeutschen Frühlingswetter tätig waren, wurden wir gen Ende der Woche mit strahlendem Sonnenschein belohnt. Auch das Lob von vorbeigehenden Passanten war ein Ansporn und vielleicht gelingt es durch solche Aktionen ja, noch mehr Menschen für das Thema Müll zu sensibilisieren. Einige der vielen Gassigeherinnen und Gassigeher des HTV beobachteten uns auch anerkennend und manch eines dieser ehrenamtlich aktiven Mitglieder stellte in Gesprächen mit uns auch in Aussicht, nächstes Jahr dabei zu sein. Das würde uns natürlich sehr freuen, denn genug zu sammeln gäbe es leider für alle.

Tierliche Unterstützung durfte natürlich nicht fehlen: Butch, ehemaliger HTV-Schützling mit dem Namen Levi damals noch, war mit dabei.Tierliche Unterstützung durfte natürlich nicht fehlen: Butch, ehemaliger HTV-Schützling mit dem Namen Levi damals noch, war mit dabei.Beim Joggen aus den Latschen gekippt? Ein Großteil des Mülls wird nicht versehentlich verloren.Beim Joggen aus den Latschen gekippt? Ein Großteil des Mülls wird nicht versehentlich verloren.

Wir danken allen fleißigen Helferinnen und Helfern für ihr Engagement!