In eigener Sache, Teil 2: Diese Behauptungen sind falsch!

Das „Hamburger Abendblatt“ (HA) verbreitet in seiner Ausgabe vom 11. Februar 2019 diverse Behauptungen und Vorwürfe gegen den Hamburger Tierschutzverein, die entweder falsch, stark verzerrt oder persönlich motiviert sind. Lesen Sie, was wir zu den Angriffen zu sagen haben – und bilden Sie sich Ihr eigene Meinung.

„HA“-Behauptung: Konkret geht es darum, dass der seit 6. August 2018 vom Verein offiziell als verantwortlich eingetragene Tierarzt dieser Aufgabe nie zugestimmt hat. Dies kam heraus, als ihn das Veterinäramt zu einer Befragung vorlud.

HTV: Herr Dr. S. hat die Erklärung, die Vertretungsperson für den Verein zu sein, am 21. Juni 2018 unterschrieben. Dieses Schreiben liegt der Behörde vor und können Sie hier nachlesen.
 

„HA“-Behauptung: Alle Abteilungsleiter hatten im Oktober 2018 einen Brandbrief an den Vorstand unterschrieben. Titel: „Notstand in der Tierversorgung“.

HTV: Wir wurden über die im Herbst bestehende Arbeitsbelastung formell informiert. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits, aufgrund der bekannten Situation, verschiedene Maßnahmen ergriffen worden. Bei rund 56 (Stand Oktober 2018) in der Tierpflege beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatten wir einen hohen Krankenstand. Zwei schwangere Beschäftigte unterliegen seit dieser Zeit einem gesetzlichen Beschäftigungsverbot. Dazu kommt ein entspannter Arbeitsmarkt, der Stellennachbesetzungen erschwerte.
So haben wir auf der Suche nach geeigneten Tierpflegerinnen und Tierpflegern eine dauerhafte Stellenausschreibung u.a. auf unserer Website veröffentlicht. Es wurden allein nach dem 29. Oktober 2018 zwei Tierpfleger/innen, eine Mitarbeiterin im Spätdienst, eine tiermedizinische Fachangestellte und zwei Tierärztinnen eingestellt. Zudem wurden die Unterzeichner des Schreibens gebeten, konstruktive Vorschläge zur Bewältigung der Ausnahmesituation vorzubringen. Im Weiteren gab es das Angebot, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geleistete Überstunden auszuzahlen, Freizeitausgleich war nicht mehr möglich. Freistellungen für Fortbildung, Bildungsurlaub und Dienstleistungen bei der Bundeswehr wurden vorübergehend ausgesetzt. Die Unterzeichner selbst teilten mit Schreiben vom 5. November 2018 mit, dass sie durch die „Ableistung von Überstunden und den Verzicht auf entsprechenden Freizeitausgleich die Versorgung des Tierbestandes sicherstellen“.
Die Versorgung der uns anvertrauten Tiere war zu keiner Zeit gefährdet.
Zudem handelt es sich bei den Unterzeichnenden nicht um die Abteilungsleiter des HTV, sondern um fachlich vorgesetzte Beschäftigte in den Tierhäusern.
 

„HA“-Behauptung: Mitarbeiter des Tierheims beteuern, dass sich die Situation seitdem noch verschlimmert habe. Das belegt der dem Abendblatt vorliegende Einsatzplan vom vergangenen Freitag. Aus dem geht hervor, dass von den 32 Vollzeit-Tierpflegern, die laut Dienstplan hätten anwesend sein sollen, lediglich 15 gearbeitet haben. Acht waren krank, sechs im Urlaub und drei bauten Überstunden ab.
HTV: Diese Darstellung ist falsch. Am genannten Freitag haben 26 Personen sowie drei Auszubildende in der Tierpflege nachweisbar gearbeitet. Damit waren eine regelmäßige und auskömmliche personelle Besetzung und somit die Versorgung unserer Tiere umfassend gewährleistet.
 

„HA“-Behauptung: Das Tierheim, heißt es in den 13 Zeilen, werde „ab sofort auf ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten in allen Bereichen verzichten“. Für Ruth Hartwich ist die E-Mail ein Schock. Zehn Jahre hatte sie im Tierheim gearbeitet. Oft mehr als 40 Stunden pro Woche, ohne einen Cent dafür zu bekommen. Seit die Telekom-Ingenieurin wegen Krankheit in den vorzeitigen Ruhestand gegangen war, wollte sie ihre Zeit den Tieren widmen. Und so betreute sie die IT, kümmerte sich um Sorgentiere und zog die schwierigen Wildtiere auf. Fachliche Beschwerden gab es nie – doch plötzlich wurde ein Nachfolger fest angestellt. Hartwich sollte fortan aus dem Keller Bücher verkaufen. Als sie sich beschwerte, kam am 9. März 2018 die E-Mail.

HTV: Bei Frau Hartwich mussten die ehrenamtlichen Tätigkeiten eingeschränkt werden. Wir hatten die Besorgnis, dass andernfalls kein ausreichender Datenschutz hinsichtlich unserer Mitgliederdaten bestünde. Im Zuge der erhöhten Anforderung des Datenschutzes sahen wir diese Maßnahme daher als erforderlich an. Somit gaben wir den IT-Bereich in hauptamtliche Hände.
Im Anschluss hatte Frau Hartwich weitere ehrenamtliche Aufgaben auf eigenen Wunsch fortgeführt sowie neue aufgenommen.
 

„HA“-Behauptung: Auch Ralf Hegmann verbrachte viel Zeit im Tierheim. Der ehrenamtliche Gassigeher hatte sogar einen eigenen Schlüssel, um selbst außerhalb der Öffnungszeiten mit den Hunden spazieren gehen zu können. Der Gastronom erhält seine E-Mail am 9. Juni 2016. Auch bei ihm verzichtete der Hamburger Tierschutzverein (HTV) ab sofort auf die ehrenamtliche Tätigkeit. Der Grund? Angesichts der Entwicklungen sehe der HTV „keine Basis mehr für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.“ Was war geschehen? „Ich habe Kritik am Vorstand geäußert“, sagt Hegmann. Das sei als Mitglied auch sein gutes Recht. Deshalb legte er Widerspruch ein. Erfolglos.

HTV: Aufgrund von Beschwerden aus der Tierpflege über Eigenmächtigkeiten von Herrn Hegmann wurde ihm untersagt, außerhalb der Gassigeher- und sogar außerhalb der Öffnungszeiten selbstständig und spontan Hunde spazieren zu führen. Lesen Sie hier zwei E-Mails aus dem Jahr 2016 zu dem Vorgang.
 

„HA“-Behauptung: Der Vereinsvorstand verweigert die Auskunft darüber, wie viele Ehrenamtliche seit 2016 vor die Tür gewiesen wurden, und spricht vom „seltenen Einzelfall“.

HTV: Von einer Auskunftsverweigerung kann nicht gesprochen werden.
Die ehrenamtliche Mitarbeit kann bei gravierenden Verstößen gegen die Verhaltensregelungen in dem jeweiligen Bereich nicht fortgesetzt werden. Dazu zählen zum Beispiel das Herbeiführen von gefährlichen Situationen für Hund und/oder Mensch beim Gassigehen oder anmaßendes, sozial nicht adäquates Verhalten bei der Nachüberprüfung von Vermittlungen. Wenn möglich, haben wir eine andere ehrenamtliche Tätigkeit angeboten. Im seltenen Einzelfall wurde der Entzug von Ehrenämtern als milderes Mittel statt eines Vereinsausschlusses gewählt.
Bei aktuell mehr als 900 für ein Ehrenamt registrierten Personen und mehreren Hundert weiteren aus den Vorjahren ist dieses nur in seltenen Fällen passiert. In der Regel werden auch nur einzelne Aufgaben untersagt (bei Vertrauensbrüchen). Ein kompletter Ausschluss ist eine Ausnahme im einstelligen Bereich.
 

„HA“-Behauptung: „Gulla nutzt die chaotische Satzung des früheren Vorsitzenden aus, um über alles und alle zu bestimmen“, sagt Professorin Helga Milz, die seit fast 40 Jahren Mitglied im HTV ist und nach der Poggendorf-Ära acht Jahre im Vorstand tätig war. Milz, einst enge Freundin, hatte Gulla damals in den Vorstand des HTV geholt, da sie überzeugt war, der Verein könne Gulla „bändigen“.

HTV: Auch die ehemaligen Vorstands-Mitglieder haben die Satzung nicht geändert. Eine Satzungsänderung hatte der Vorstand nach dem Ausscheiden von Frau Milz sogar angestrebt, ist aber auf der Mitgliederversammlung 2015 gescheitert, da die dafür benötigte 3/4-Mehrheit nicht zustande kam.
Frau Milz war zu keinem Zeitpunkt eine enge Freundin von Frau Gulla.
 

„HA“-Behauptung: Auch zahlreiche hauptamtliche Mitarbeiter wurden entlassen oder haben gekündigt.

HTV: Seit Mai 2012 gab es eine außerordentliche Kündigung im Spätdienst wegen der Unterschlagung von 88 Euro Spendengeld.
Eine weitere außerordentliche Kündigung war im Ergebnis nicht erfolgreich.
Derzeit ist ein Zustimmungsersetzungsverfahren vor dem Landesarbeitsgericht anhängig, bei dem es um die außerordentliche Kündigung eines Betriebsratsmitgliedes wegen erheblichen Arbeitszeitbetruges geht. Daneben wurden noch zwei ordentliche Kündigungen in der Probezeit ausgesprochen. Zudem haben 21 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seit Mai 2012 gekündigt. Darunter sind z.B. sechs Tierpflegerinnen/Tierpfleger und sieben Beschäftigte aus dem Spätdienst. Im Spätdienst arbeiteten oft Studentinnen und Studenten, sodass eine Fluktuation üblich war.
 

„HA“-Behauptung: Laut dem Deutschen Tierschutzbund hilft es nicht nachhaltig, die Straßenhunde nach Deutschland zu holen. „Stattdessen muss die Situation vor Ort verbessert werden“.

HTV: Der Deutsche Tierschutzbund hat ein Auslandstierschutzbuch, an dem Sandra Gulla mitwirkte, veröffentlicht. Ausführungen finden Sie auf unserer Website.
 

„HA“-Behauptung: Die Hunde aus Rumänien brächten viele ansteckende Krankheiten mit. Teilweise, wie bei den Hautwürmern, könnten diese auch auf Menschen übertragen werden. „Hunde mit für Menschen ansteckenden Krankheiten wurden entgegen dem Rat der Tierärzte in für Besucher zugängliche Zwinger gesetzt“, sagt Schneider.

HTV: Die Äußerungen sind unwahr. Sollten für andere Tiere oder Menschen ansteckende Krankheiten im Tierheim festgestellt werden, wird das erkrankte Tier selbstverständlich nicht mehr in für Besucherinnen und Besucher zugänglichen Bereichen gehalten.
 

„HA“-Behauptung: „Die Pässe wurden zur Korrektur einfach wieder nach Rumänien geschickt“, sagt Schneider. In einem Fall habe das Veterinäramt gleichzeitig eine Kontrolle durchgeführt und festgestellt, dass bei mehreren Hunden kein ausreichender Tollwut-Impfschutz bestehe. Der Verein bestreitet auch dies. Das Veterinäramt bestätigt es und spricht außerdem von zwölf dokumentierten Fällen lückenhafter Papiere.

HTV: Der Hamburger Tierschutzverein hat seit April 2014 insgesamt 61 Ankünfte organisiert, bei denen 576 Hunde nach Hamburg geholt und gerettet werden konnten. Dabei kam es bei drei Ankünften zu Unregelmäßigkeiten – zwölf Hunde waren betroffen. Nach Feststellung der Fehler haben wir das gemacht, was wir auch bei der Behandlung durch einen deutschen Tierarzt gemacht hätten – wir haben Kontakt zu den rumänischen Tierärzten aufgenommen, die die Papiere ausgestellt haben. Die Standards unseres Auslandstierschutzes finden bundesweit Anerkennung und haben Eingang in das Tierheimhandbuch des Deutsches Tierschutzbundes gefunden. Die Tiere waren alle geimpft und es wurde die 21-tägige Frist eingehalten, bis die Tiere nach Deutschland einreisen konnten. Eine Titerbestimmung, die zur Feststellung eines ausreichenden Tollwutschutzes gemacht werden kann, ist nicht Einreisevoraussetzung.
 

„HA“-Behauptung: Schneider berichtet, dass Gulla wollte, dass die Hunde zusammen im Zwinger gehalten werden. „Sie organisierte die Gruppen immer selbst“, sagt die Tierärztin. Dabei sei es wöchentlich zu schweren Bissverletzungen gekommen. Auch Todesfälle habe es gegeben.

HTV: Die Haltung in Gruppen ist für viele Hunde die beste Unterbringung – sowohl aus sozialen, als auch aus Tierschutzgründen. Wenn in der Vergangenheit im Einzelfall Hunde in Gruppen gehalten wurden, die dafür nicht geeignet waren, läge dies in der Verantwortung der ehemaligen Tierheimleiterin. Nach Auskunft der amtierenden Tierheimleiterin sind solche Fälle nicht bekannt.
Frau Gulla hat nie selbst die Gruppenhaltung organisiert. Nur bei den nächtlichen Ankünften der neuen rumänischen Hunde wurden die Tiere von ihr zu zweit oder zu dritt zusammengesetzt - und dort ist es nie zu Beißvorfällen gekommen.
In seltenen Ausnahmefällen können jedoch tödliche Beißvorfälle passieren. Unsere Beschäftigten geben sich aber alle Mühe, solche Unfälle durch ein besonders umsichtiges Verhalten zu verhindern. Im tragischen Einzelfall führt jedoch eine Verkettung unglücklicher Umstände zu einem derartigen Schicksalsschlag. In jedem Einzelfall wird nach einem solchen tragischen Unfall in einem Fachgespräch aller maßgeblich Beteiligten versucht, Lehren aus dem Vorfall zu ziehen.
 

„HA“-Behauptung: Zudem seien in Hamburg verbotene Hunderassen wider besseres Wissen falsch eingetragen worden. Der Verein bestreitet auch dies. Beim Veterinäramt ist ein Fall amtlich bekannt.

HTV: Wir nehmen keine Rassebestimmungen vor – eine Eintragung in Rasseregister erfolgt nicht. Offizielle Rassebestimmungen erfolgen ausschließlich durch die Amtsveterinäre in den Bezirksämtern.
 

„HA“-Behauptung: Auch habe es gesetzeswidrige Anweisungen gegeben, alle Hunde, die das Tierheim verlassen, zu kastrieren, berichtet Schneider.

HTV: Diese Anweisung gibt es nicht. Aufgrund der artgemäßen Gruppenhaltung von Hunden, kann dies die Kastration bei einzelnen Tieren aber erforderlich machen.
 

„HA“-Behauptung: „In den „Bedingungen für die Übernahme eines Hundes“, die jeder Interessent auf der Homepage des Vereins einsehen kann, steht es allerdings deutlich: Alle Hunde sind nach dem Auswachsen oder Erreichen der Geschlechtsreife zu kastrieren. Ausnahmen dürfe es nur wegen attestierter medizinischer Gründe geben. Das Gesetz verbietet es dagegen, Hunde grundsätzlich zu kastrieren.

HTV: (Update 14. Februar 2019) Dieser Hinweis ist korrekt. Aufgrund der Rechtlage haben wir uns entscheiden, den entsprechenden Passus aus unserem Überlassungsvertrag herauszunehmen. Gleichwohl sind wir der Überzeugung, dass aufgrund der vielen tragenden Hündinnen und deren ungewollter Welpen, die wir im Tierheim bei uns aufnehmen, die unkontrollierte Vermehrung zu verhindern ist.
 

„HA“-Behauptung: „Die Hunde aus Rumänien sollten wie alle anderen natürlich an Tierfreunde vermittelt werden. „Die Mitarbeiter wurden aber angewiesen, negative Eigenschaften zu verschweigen“, sagt Dr. Corinna Cornand.

HTV: Diese Behauptung ist unrichtig. Der HTV klärt Interessenten, die ein Tier adoptieren wollen, bestmöglich auf. Ein anderes Vorgehen wäre auch weder im Interesse des HTV, noch des Tieres. Denn wir haben ein Interesse daran, dass unsere Schützlinge ein endgültiges liebevolles Zuhause finden und nicht, dass sie nach kurzer Zeit wieder bei uns im Tierheim abgegeben werden, weil dem Halter Informationen vorenthalten wurden.
Sie können auch anhand der auf unserer Website veröffentlichen Steckbriefe (fast ausnahmslos von Tierpflegerinnen und Tierpflegern geschrieben und mit deren Kürzeln versehen) sehen, dass wir auch auf ungewöhnliche oder schwierige Charaktereigenschaften und Gesundheitszustände hinweisen. Ebenso, wenn der zukünftige Halter eine besondere Befähigung besitzen muss. Sollte dies in der Vergangenheit einmal nicht passiert sein, läge dies in der Verantwortung der ehemaligen Tierheimleiterin. Nach Auskunft der amtierenden Tierheimleiterin sind solche Fälle nicht bekannt.
Im Gegenteil: Regelmäßig werfen uns ehrenamtlich aktive Gassigeher und -geherinnen oder Facebook-Follower vor, Hunde zu negativ darzustellen - wir verschweigen eben nicht die Wahrheit, wollen aber den Hund auch als Opfer seiner schlechten oder fehlenden Erziehung verstehen.
 

„HA“-Behauptung: „Kritische Mitarbeiter erhalten unabhängig von der Qualität ihrer Arbeit die Kündigung“, sagt Cornand.

HTV: Diese Behauptung ist falsch. Kein Mitarbeiter/keine Mitarbeiterin wurde bisher gekündigt, aufgrund dessen, dass er/sie Kritik geäußert hat.
 

„HA“-Behauptung: Seit 2016, dem Jahr, in dem Gulla erste Vorsitzende wurde, stand der HTV in bereits acht Fällen vor den Hamburger Arbeitsgerichten. In der Regel nicht als Gewinner.

HTV: Diese Behauptung ist falsch. Wir haben über zwei Instanzen erfolgreich eine Auseinandersetzung mit unserem Betriebsrat geführt. Bei den auf Betreiben des Betriebsrates geführten Verfahren ging es um die Frage der betriebsverfassungsrechtlichen Einordnung von Umsetzungen.
Zwei arbeitsgerichtliche Auseinandersetzungen mit einer ehemaligen Leitungskraft und einer Mitarbeiterin im Nachtdienst endeten jeweils mit einem gerichtlichen Vergleich.
Derzeit ist ein Zustimmungsersetzungsverfahren vor dem Landesarbeitsgericht in zweiter Instanz anhängig, bei dem es um die außerordentliche Kündigung eines Betriebsratsmitgliedes wegen erheblichen Arbeitszeitbetruges geht.
 

„HA“-Behauptung: Derzeit versucht der Verein, in zweiter Instanz ein Betriebsratsmitglied zu kündigen (…). Ein Verfahren, so heißt es in der Stellungnahme des Vorstands, „bei dem es um die außerordentliche Kündigung eines Betriebsratsmitgliedes wegen erheblichen Arbeitszeitbetrugs geht“. Das Abendblatt war bei der Verhandlung dabei: Unter anderem wird dem Betriebsrat vorgeworfen, er habe eine Tierfutter-Spendenbox bei Selgros nicht geleert. Der Grund für den Verdacht: Drei Tage später sei sie voll gewesen.

HTV: Die Darstellung ist stark verkürzt, tatsächlich geht es um zahlreiche Vorwürfe, die den Verdacht des mehrfachen Arbeitszeitbetruges begründet haben.
 

„HA“-Behauptung: Woytalewicz, für den HTV seit 33 Jahren als Tierärztin und damals seit neun Jahren als Leiterin tätig, zog vor Gericht und wurde nach Abendblatt-Informationen freigestellt.

HTV: Wir haben uns einvernehmlich mittels eines gerichtlichen Vergleichs getrennt.
 

„HA“-Behauptung: Im Mitgliedermagazin schreibt Gulla über ihr Credo im Tierschutz: „Wir streiten uns (…), doch das tun wir hinter verschlossenen Türen und unter uns, aber wenn wir rausgehen in die Welt, dann wissen wir: Der Feind ist woanders.“

HTV: Wer die Kolumne, aus dem das Zitat stammt, lesen möchte, findet sie hier.
 

„HA“-Behauptung: Im Café des Tierheims bekommen nicht mal mehr Besucher Kuhmilch für ihren Kaffee.

HTV: Das ist richtig. Wir sind ein Verein, der sich für den Schutz aller Tiere einsetzt. Wir sind kein Tierheimverein, sondern ein Tierschutzverein. Dazu gehört auch, über die gravierenden Missstände in der Milchindustrie aufzuklären und den Tod vieler Millionen Kälber anzuprangern. Genauso wenig, wie wir unseren Gästen Fleisch oder Fleischprodukte anbieten, bieten wir Tiermilch an, sondern schmackhafte tierleidfreie Pflanzenmilch, die vom Handel reichlich angeboten wird. Die Umstellung erfolgte nach einer dreijährigen Übergangsfrist durch zwei ehrenamtlich Aktive, unsere sogenannten Veganbeauftragten.