Positives Geschäftsjahr des HTV: Das vierte Mal in Folge Überschuss

Auch Mupeca freut sich über das tolle Ergebnis, mit dem der HTV auch in Zukunft erfolgreich vielen Tieren in Not wie ihr helfen kann.Auch Mupeca freut sich über das tolle Ergebnis, mit dem der HTV auch in Zukunft erfolgreich vielen Tieren in Not wie ihr helfen kann.Ein großartiger Zuspruch für unsere Tierschutzarbeit: Mit einem Überschuss von rund zwei Millionen Euro schließt der Hamburger Tierschutzverein (HTV) voraussichtlich das Geschäftsjahr 2019 ab.

„Mithilfe unserer loyalen Mitarbeiter*innen, Mitglieder und ehrenamtlich Aktiven konnten wir das vierte Jahr in Folge einen Spendenüberschuss erzielen. Das ist eine tolle Bestätigung unserer bisherigen Arbeit“, freut sich unsere 1. Vorsitzende Sandra Gulla. „Für uns ist das Spendenergebnis aber auch Ansporn und Auftrag zugleich, unsere erfolgreiche Arbeit im Dienste der Tiere konsequent fortzusetzen.“ Die Überschüsse der letzten zwei Jahre sind die höchsten, die der HTV seit 2008 erzielt hat. Der ideelle Bereich, zu dem unter anderem Spenden und Nachlässe gehören, ist seit 2017 zudem kontinuierlich gewachsen.

5 Mio. Euro kostet der Tierheimbetrieb jährlich

Bei der Aufnahme von Tieren in Not arbeitet unsere Tierschutzberaterin Sina Hanke eng mit unseren Tierärzt*innen, wie hier Larissa Hofmann, zusammen.Bei der Aufnahme von Tieren in Not arbeitet unsere Tierschutzberaterin Sina Hanke eng mit unseren Tierärzt*innen, wie hier Larissa Hofmann, zusammen.Auch die Unterkünfte unserer Schützlinge verbessern wir kontinuierlich. Unsere Katzen haben z.B. geräumigere Unterkünfte erhalten.Auch die Unterkünfte unserer Schützlinge verbessern wir kontinuierlich. Unsere Katzen haben z.B. geräumigere Unterkünfte erhalten.Der HTV benötigt jedes Jahr gut fünf Millionen Euro, um den Betrieb des Tierheims Süderstraße und seine Tierschutzarbeit mit rund 100 Mitarbeiter*innen finanzieren zu können. Für die Aufnahme von Heimtieren, die in Hamburg gefunden werden, erhält der HTV von der Stadt eine Kostenerstattung für die Grundversorgung der Tiere. Das gleiche gilt für Tiere, die behördlich sichergestellt werden.

Doch zwei Drittel der jährlichen Kosten des Tierheims Süderstraße müssen durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und Erbschaften aufgebracht werden – das sind jedes Jahr rund 3,5 Millionen Euro!

Dabei gehen wir auch immer wieder neue Wege, wenn es um die Betreuung der uns anvertrauten Tiere geht, die stetig verbessert wird. So leben im Tierheim bereits viele Hunde und Katzen in Gruppen. 2019 wurden mithilfe von Spenden unter anderem auch geräumigere Unterbringungen für die Katzen geschaffen: Diese lassen sich untereinander verbinden und bieten so noch mehr Raum für die Tiere. Weitere Spenden wurden in ein artgemäßes Chinchilla-Gehege investiert und auch die unzähligen Land- und Wasserschildkröten konnten sich über einen weiteren Lebensraum freuen: eine großzügige ökologische Teichanlage, die den natürlichen Bedürfnissen der Tiere entgegenkommt.

Unser Schatzmeister Manfred Graff erläutert: „Zu Beginn der vergangenen Legislaturperiode haben meine Vorstandskolleginnen Sandra Gulla, Katharine Krause und ich zugesagt, den HTV in den nächsten Jahren auf solide wirtschaftliche Beine zu stellen. Dies ist uns in den letzten vier Jahren gelungen, hiermit haben wir den HTV zukunftsfähig gemacht.“

Für die bessere tiermedizinische Versorgung der im Jahr durchschnittlich 10.000 Schützlinge sind mittlerweile vier vollbeschäftigte Tierärzt*innen sowie drei tiermedizinische Fachangestellte ebenfalls in Vollzeit beschäftigt. Über die Schwerpunkte der Tierschutzarbeit im Jahr 2020 wird der Vorstand auf der Mitgliederversammlung Mitte April informieren.

Mehr als 10.000 Aufnahmen und über 5.000 Tierrettungseinsätze

Im vergangenen Jahr hat der HTV 10.232 Tiere in Not aufgenommen, darunter auch 5.714 Wildtiere. 2.578 Tierheimtiere konnten in ein geeignetes, liebevolles Zuhause vermittelt werden. Und unsere Tierrettung, die rund um die Uhr eingesetzt werden kann, war mit 5.161 Fahrten im Einsatz. Bei unserer Tierschutzberatung wurden 820 tierschutzrelevante Fälle gemeldet, die über eine telefonische Beratung hinausgingen – fast 200 mehr als im Vorjahr. In 28 Fällen wurde im Weiteren strafrechtlich ermittelt, davon in 20 Fällen nach Anzeige des HTV und in einem weiteren Fall wurde von uns eine Ordnungswidrigkeitsanzeige gestellt. Die Zahl der geahndeten Fälle ist vergleichsweise gering. Das liegt auch daran, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen die Ahndung von Tierschutzverstößen häufig erschweren – umso erfreulicher ist jeder Erfolg unserer Tierschutzberatung zum Wohle der Tiere.

Tierheimleiterin Susanne David freut sich über das außerordentlich gute Vereinsergebnis: „Für unsere Beschäftigten und die von uns aufgenommenen Tiere bedeutet das Ergebnis Planungssicherheit und wir können auch in 2020 Arbeitsplatzsicherheit garantieren. Das ist keine Selbstverständlichkeit in Zeiten, in denen andere Tierheime wirtschaftliche Schwierigkeiten haben oder aus Kostengründen sogar schließen müssen.“ Susanne David ergänzt: „Daher danken wir ganz besonders jenen Menschen, die uns mit Spenden und in Testamenten bedenken und so ganz maßgeblich zu unserer erfolgreichen Arbeit beitragen.“