Ein Paradies für Streunerkatzen

Lemmy zog als erster ein - und beobachtet seine "Dosenöffner*innen" jetzt schon aus der Nähe.Lemmy zog als erster ein - und beobachtet seine "Dosenöffner*innen" jetzt schon aus der Nähe.Eine etwas andere „Erfolgsgeschichte“: Vier unserer Streunerkatzen können nach ihrer Kastration wieder frei leben - nun aber gut versorgt und beschützt. Dank ehrenamtlich Helfenden konnten wir einen Lebensplatz herrichten. Unsere wilden Samtpfoten fühlen sich dort inzwischen sehr wohl. Wir hoffen, noch vielen Streuner*innen ein derartiges Paradies bieten zu können – und bitten darum um Ihre Mithilfe. Wir suchen immer wieder geeignete Lebensplätze für auf Hamburgs Straßen freilebende Katzen – und ihren, in diesen Wochen wieder zahlreichen Nachwuchs.

Immer wieder erhalten wir Anfragen, wenn unkastrierte Straßenkatzen beispielsweise auf Firmengeländen auftauchen. Unsere Katzenretterin Monika Freytag und ihr Team fangen die Katzen dann ein – die Tiere werden bei uns im Tierheim kastriert und medizinisch versorgt. Können sie anschließend nicht an ihren Lebensort zurück, müssen die Streuner*innen im Tierheim bleiben, wo sie sich aufgrund des ständigen Betriebs sehr gestresst fühlen. Die wenigsten sind noch sozialisierbar. Auf Kuscheleinheiten legen Streunerkatzen keinen Wert, sie haben Angst vor Menschen und wollen in Ruhe gelassen werden.

Viele ehrenamtlich helfende Hände verwandelten einen alten Schuppen in einen sicheren Versorgungs- und Schlafplatz für Streunerkatzen.Viele ehrenamtlich helfende Hände verwandelten einen alten Schuppen in einen sicheren Versorgungs- und Schlafplatz für Streunerkatzen.Mit vereinten Kräften 

Auf unsere Bitte, uns Lebensplätze für unsere Streunerkatzen zur Verfügung zu stellen, meldete sich HTV-Mitglied Andreas Sonnek und bot uns zwei Grundstücke samt alter Schuppen an. Wir danken von Herzen dafür!

Unter unseren Ehrenamtlichen fanden sich schnell mehr als genug katzenaffine Menschen, die an vier Nachmittagen zupackten, den ersten Schuppen aufräumten und liebevoll einrichteten - und unser mobiles Gehege aufbauten. Unsere Ehrenamtlichen betreuen die Katzen dort auch, so dass eine regelmäßige Fütterung gesichert ist. Um die Katzen ortsansässig zu bekommen, müssen sie, ähnlich frisch eingezogenen Wohnungskatzen, zuerst lernen: „Hier gibt es für mich täglich genug zu essen und einen sicheren warmen Schlafplatz - hier möchte ich bleiben“. Dazu braucht es ein Eingewöhnungsgehege, in dem die Katzen zunächst vier bis sechs Wochen leben, bevor sie freilaufen dürfen. Das mobile Gehege zieht dann auf den nächsten Streunerkatzenplatz um.

Lya und Luna erforschen das Gelände.Lya und Luna erforschen das Gelände.Paradies für vier Samtpfoten 

Auf den bereits fertiggestellten Lebensplatz zog eine Gruppe von vier Katzen ein, die auf dem Hafengelände gefangen, zwischen Containern und Lagerhallen aufgewachsen waren. Sie mussten mehrere Wochen im Tierheim in ihren Gehegen ausharren, saßen angsterstarrt in ihren Transportboxen versteckt, niemand bekam sie zu sehen. Mittlerweile haben sie sich an ihrem Lebensplatz toll eingelebt. Die Ehrenamtlichen, die die Betreuung leisten, gaben ihnen die Namen Luna, Lilly, Lya & Lemmy - und sehen das Quartett nun täglich beim Füttern immer draußen. Bäume, Sträucher und hohes Gras – so etwas wie "einen Fast-Wald" mit Vogelgezwitscher - kannten die vier bisher nicht. Flitzten sie anfangs noch schnell in den Schuppen, sobald sich ein Mensch näherte, beobachten die Katzen ihre Fütter*innen nun immer öfter von der Wiese aus – natürlich mit viel Abstand und geschützt durch Gras und Sträucher. Ihr kleines Paradies haben unsere Streuner*innen wunderbar angenommen und fühlen sich dort heimisch.

Auch Lilly "sagt Danke" für ihren neuen Lebensplatz - bleibt aber noch auf Abstand.Auch Lilly "sagt Danke" für ihren neuen Lebensplatz - bleibt aber noch auf Abstand.Herzlichen Dank unseren Ehrenamtlichen 

Wir danken den fleißigen Helfenden Anja, Birgit, Celine, Erika, Jessica, Katja, Lea, Nicole, Pia, Simone, Steffi, Ulrike und 2x Andreas für den Einsatz und das Herz für Streunerkatzen, die dringend eine neue Heimat brauchten. Besonderen Dank auch unserer Ehrenamtlichen Karola Wagner, die uns ihre Wildtierkamera zu Verfügung stellte – mit deren Hilfe wir beobachten konnten, wie ungezwungen und selbstverständlich der Schuppen nach dem Freilassen als neue Heimat angenommen wurde.

 

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