Das unsichtbare Leid für den kurzlebigen Trend. Foto: Animals Liberty, Die Augen der AnderenDas unsichtbare Leid für den kurzlebigen Trend. Foto: Animals Liberty, Die Augen der AnderenPelz? Nein, danke. Wir verraten Ihnen, warum die grausame Mode ausgedient hat – die sich übrigens auch oft in vermeintlichem Kunstpelz wiederfindet. Mit unserer Fotoaktion zeigen wir gemeinsam, wie man Fell tierschutzgerecht trägt!

Ein Geschäft mit Leid und Tod

Schätzungen zufolge werden etwa 100 Millionen Tiere jährlich für Pelz getötet. Allein für einen Pelzmantel sterben bis zu 20 Füchse, 60 Nerze, 50 Waschbären oder 200 Chinchillas, an Kapuzen und Mützen sind auch Hunde und Katzen zu finden. Der Hamburger Tierschutzverein von 1841 (HTV) warnt daher eindringlich: Hände weg von Pelz-Produkten!

Die grausame Industrie im Überblick. Grafik: Deutscher TierschutzbundDie grausame Industrie im Überblick. Grafik: Deutscher TierschutzbundMindestens 80 Prozent des Pelzes (je nach Quelle sogar noch mehr) stammen aus Pelzfarmen. In Drahtkäfige eingepfercht müssen die Tiere durchgehend auf Gitterrosten ausharren, was bis heute üblichen Haltungssystemen in der Pelzproduktion entspricht. Füchse, Nerze, Nutrias, Chinchillas und weitere Geschöpfe werden so auf grausame Weise jeder Chance beraubt, sich artgemäß zu verhalten und zu leben. Pelz ist also, im Gegensatz zum weit verbreiteten Irrglauben, kein Abfallprodukt anderer Industriezweige. Wird ein Nerz in Freiheit bis zu zehn Jahre alt, endet sein Leben in Gefangenschaft nach nur sechs Monaten. In der Zwischenzeit leiden die Gefangenen oft an Verhaltensstörungen oder Unterversorgung. Weitere Tiere werden ihrem natürlichen Lebensraum entrissen, gequält und getötet. Etwa in Fangeisen gefangen, kämpfen Tiere Stunden bis Tage um ihr Leben, bevor sie an Erschöpfung, Durst oder an ihren Verletzungen sterben. Bei vergeblichen Befreiungsversuchen reißen sie sich tiefe Wunden ins Fleisch, verrenken oder brechen sich die Gliedmaßen oder beißen sie gar ab. 90 Prozent der gefangenen Tiere in den Fallen entsprechen nicht einmal der „gewünschten“ Tierart. Ist Kunstpelz eine Alternative? Nein. Die Kunstfelle sind kaumt mehr vom Echtfell zu unterscheiden – und damit machen die Träger*innen ebenfalls Werbung für Echtpelz. Hinzu kommt, dass die Pelzprodukte in deutschen Modegeschäften und Kaufhäusern sogar oft falsch deklariert sind und als „Kunstpelz“ oder ohne Informationen als „Textil“ ausgezeichnet werden. Echtpelz kostet heutzutage nur noch wenige Euro und ist in Discountern zu finden: Jackenkapuzen, Accessoires, Westen und Schuhe sind in vielfältigster Ausfertigung mit Leichenteilen versehen – selbst als Anhänger gibt es die traurigen Reste von Lebewesen. Welche Marken und Warenhäuser diese Unmode nicht anbieten, erfahren Sie bei unserem Dachverband, dem Deutschen Tierschutzbund, hier.

Nein zur bestialischen Tierqual!

Wir freuen uns auf Ihr Anti-Pelz-Bild!Wir freuen uns auf Ihr Anti-Pelz-Bild!Mit unserer jährlichen Fotoaktion zeigen wir, wie gut wir ohne Pelz auskommen und wie man ihn - wenn überhaupt - lebendig und liebenswert trägt. Bereits seit 2014 setzt sich der HTV als Teil der „Fur Free Alliance“ gegen das Halten und Töten von Tieren für Pelz ein. So bleibt unser Tierheimgelände auch weiterhin pelzfreie Zone! Machen Sie mit und schicken Sie uns ein Foto in guter Auflösung von sich mit Ihrem Gesicht und Ihrem pelzigen Liebling, den Sie tragen oder der auf Ihnen liegt, an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mit dem Betreff „Anti-Pelz-Foto“, um zu sagen: „Nur so trägt man Pelz!“ Mit der Teilnahme erklären Sie sich damit einverstanden, dass die Bilder auf unserer Website und unseren Social-Media-Kanälen zeitlich uneingeschränkt veröffentlicht werden. Die Fotos verwenden wir anonymisiert.