Leid der Dom-Ponys: HTV-Aktionsgruppe macht aufmerksam

V.l.: Unsere Vorständlerinnen Ivonne Stetefeld und Katharine Krause mit der HTV-Aktiven Luiza Akimenko.V.l.: Unsere Vorständlerinnen Ivonne Stetefeld und Katharine Krause mit der HTV-Aktiven Luiza Akimenko.Die Aktionsgruppe des Hamburger Tierschutzvereins von 1841 e.V. (HTV) war wie angekündigt vergangenen Sonntag vor dem Ponykarussell des Hamburger Doms, um auf das stille Leiden der Tiere aufmerksam zu machen. Unsere 2. Vorsitzende Katharine Krause berichtet:

Wie sollen wir unsere Gefühle beschreiben, als wir nun das fünfte Jahr in Folge mit unseren Freundinnen und Freunden der Tierrechtsinitiative Hamburg (TiH) auf dem Dom standen, um die Menschen über das Leiden der Ponys aufzuklären. Um Eltern mit Protestplakaten davon abzuhalten, ihre Kinder auf diese sensiblen Fluchttiere zu setzen, die dazu gezwungen sind, stundenlang eng aneinander gebunden bei Lärm und Wärme ihre Kreise zu ziehen. Einerseits sicherlich motiviert, das Richtige zu tun. Anderseits aber auch frustriert, dass es immer noch nötig ist - konnten wir uns vor fünf Jahren doch nicht vorstellen, dass die eingereichten Petitionen zum Schutz der Tiere der Politik so egal sein würden.

Blick nach unten, dicht an dicht gedrängt: So laufen die Dom-Ponys im Kreis.Blick nach unten, dicht an dicht gedrängt: So laufen die Dom-Ponys im Kreis.Auch ein Esel wurde zur Unterhaltung geritten.Auch ein Esel wurde zur Unterhaltung geritten.Tierfreundliche Alternativen gibt es genug!Tierfreundliche Alternativen gibt es genug!

Da wir die durch die TiH angemeldete Teilnehmerzahl direkt vor dem Ponykarussell überschritten hatten, wurde kurzerhand ein weiterer Demonstrationsstandort angemeldet. Das Fahrgeschäft, vor dem wir uns positionierten, fand das wohl nicht so gut und erhöhte seine Beschallung auf über hundert Dezibel (nach Messung durch die TiH), was eine zusätzliche Belastung für die Ponys darstellte. Wir fragen uns, warum die zuständige Amtstierärztin Frau Dr. Hillermann des Bezirksamts Mitte nicht regelmäßig zur Kontrolle vor Ort ist, um die Haltungsbedingungen der Ponys penibel zu überprüfen, sondern diese Aufgabe den Tierschützerinnen und Tierschützern überlässt. Vielleicht wäre mehr Zeit vorhanden, wenn das Bezirksamt Mitte die Prioritäten hin zu tierschutzrelevanten Fällen und weg von den willkürlichen Kontrollen des HTV setzen würde.

Mit Flyern wurden Passantinnen und Passanten über das Tierleid informiert.Mit Flyern wurden Passantinnen und Passanten über das Tierleid informiert.V.l.: HTV-Mitglied Karin Verbeek protestierte an der Seite unserer 2. Vorsitzenden Katharine Krause.V.l.: HTV-Mitglied Karin Verbeek protestierte an der Seite unserer 2. Vorsitzenden Katharine Krause.Für mehr Sichtbarkeit: An einem weiteren Standort setzte unsere Beisitzerin Ivonne Stetefeld (v.r.) ein Zeichen gegen die Ausbeutung der Ponys.Für mehr Sichtbarkeit: An einem weiteren Standort setzte unsere Beisitzerin Ivonne Stetefeld (v.r.) ein Zeichen gegen die Ausbeutung der Ponys.

Aber wir wären nicht der HTV, würden wir uns von irgendjemandem abhalten lassen, uns immer weiter für alle Lebewesen einzusetzen. Wenn Sie die Ponys auch unterstützen möchten, dann können Sie dies noch die restliche Zeit des Sommerdoms vor Ort tun!

Ihre Katharine Krause

Weitere Proteste der Tierrechtsinitiative Hamburg finden zu folgenden Terminen statt, bei denen Sie sich anschließen können:

  • Mittwoch, 14.08.2019 von 17:00 Uhr bis 20:00 Uhr
  • Sonntag, 18.08.2019 von 16:00 Uhr bis 19:00 Uhr
  • Mittwoch, 21.08.2019 von 17:00 Uhr bis 20:00 Uhr