Größte Tierschutz-Demo der deutschen Geschichte

Im Demozug vorneweg: Unser BGB-Vorstand: 1. Vorsitzende Sandra Gulla, 2. Vorsitzende Katharine Krause, Schatzmeister Manfred Graff.Im Demozug vorneweg: Unser BGB-Vorstand: 1. Vorsitzende Sandra Gulla, 2. Vorsitzende Katharine Krause, Schatzmeister Manfred Graff.Vergangenen Samstag schrieben wir Geschichte. Bei der 2. Groß-Demo gegen Tierversuche allgemein und das LPT speziell sind trotz des echten Hamburger Schietwetters etwa 15.000 Teilnehmer*innen durch die Hamburger Innenstadt gezogen. Der Hamburger Tierschutzverein organisierte und mobilisierte mit.

Friedlich, aber entschlossen sind mehr Menschen als angekündigt trotz des nasskalten Wetters am 16. November dem Aufruf der SOKO Tierschutz gefolgt und zogen von 14 bis 18 Uhr durch die Hamburger Innenstadt. Mit einem intelligenten und kreativen Protest machten sie eindrucksvoll und überzeugend klar: Tierversuche gehören abgeschafft, sofort und für immer. Sie sind unmoralisch und unwissenschaftlich zugleich. Und das LPT (Laboratory of Pharmacology and Toxicology) muss zur Verantwortung gezogen werden.
 

Der grüne Block: Viele HTV-Mitarbeiter und -Ehrenamtliche folgten dem Aufruf zur Demo.Der grüne Block: Viele HTV-Mitarbeiter und -Ehrenamtliche folgten dem Aufruf zur Demo.„Wir sind froh, mit so vielen tollen Orgas und Aktiven so eindrucksvoll zusammenwirken zu können!“ resümiert Sandra Gulla, 1. Vorsitzende des Hamburger Tierschutzvereins (HTV). „Wir haben es sogar in die Tagesschau geschafft!“ Durch das Hauptnachrichtenmedium und die Primetime von 20 Uhr am Samstag haben einige Millionen Menschen nach Hamburg und auf unsere Forderungen geschaut.

Weiterer Etappensieg: Die für den Standort Hamburg-Neugraben zuständige Behörde für Verbraucherschutz und Gesundheit soll laut Presseangaben nun auch bereits genehmigte, noch nicht begonnene Versuche überprüfen und nicht nur neue Tierversuchsvorhaben bis auf Weiteres nicht mehr genehmigen. Wir schauen weiter genau hin!

Es gilt natürlich noch viele Ziele mehr zu erreichen und bis Tierversuche der Vergangenheit angehören, ist es noch ein weiter und harter Weg.

Unsere unmittelbar an die Verwaltung und Politik in Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein gerichteten Forderungen sind:

  • Schließung aller drei Standorte des LPT (Hamburg-Neugraben, das niedersächsische Mienenbüttel vor den Toren Hamburgs und Löhndorf im Kreis Plön)
  • Entzug der Betriebserlaubnis für die Betriebsinhaber (Geschäftsführer ist Jost Leuschner)
  • Übergabe aller verbleibenden Tiere an den Deutschen Tierschutzbund (und damit an die ihm angeschlossenen Vereine, wozu auch der HTV zählt)

Friedrich Mülln deckte mit seiner SOKO Tierschutz die Machenschaften im LPT auf.Friedrich Mülln deckte mit seiner SOKO Tierschutz die Machenschaften im LPT auf.Todeslabore und Tierfolter gibt es deutschlandweit. Und da unser Protest in Hamburg nach dem 19. Oktober nun ein zweites Mal so viel bundesweite und sogar ausländische Unterstützung erfahren hat, ist es selbstverständlich, dass wir nun dazu aufrufen, an der Demo kommenden Samstag in Münster teilzunehmen, die sich ebenfalls gegen Tierversuche allgemein und Covance Laboratories, den größten „Affenverbraucher“ Deutschlands, richtet.

Wir haben in Hamburg vergangenen Samstag Geschichte geschrieben, aber wir müssen die Zukunft umschreiben, wenn den Tieren geholfen werden soll!

 

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Die Fotos machten Céline Kabanov, Dagmar Groth-Bick und André Peters.