Wissenschaftlicher Beirat prangert Tierschutz-Defizite in Nutztierhaltung an

Für den, der hinschaut, ist das Tierleid offensichtlich.Für den, der hinschaut, ist das Tierleid offensichtlich.27. März 2015

Wissenschaftlicher Beirat prangert Tierschutz-Defizite in Nutztierhaltung an

Für Tierschützer ist klar, dass die Zustände in der sogenannten Nutztierhaltung nicht tragbar sind und sich seit vielen Jahren verschlimmern. Auch das kürzlich veröffentlichte Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) übt deutliche Kritik an der weit verbreiteten industrialisierten Massentierhaltung.

Nun müssen aber auch Taten folgen, damit die Erkenntnisse und Empfehlungen auch bei den Opfern, den ausgebeuteten Tieren, ankommen. Tierschützerinnen und Tierschützer kämpfen schon lange für eine Abkehr von der Ausbeutung der Tiere als reine Produktionseinheit. Das Leid in der industriellen Tierhaltung ist unermesslich und mit ethischen Grundsätzen nicht zu vereinbaren. Nun hat der BMEL sein Gutachten mit dem Titel \"Wege zu einer gesellschaftlich akzeptierten Nutztierhaltung\" offiziell vorgestellt. Der BMEL-Kompetenzkreis Tierwohl wird eine Auswertung des Gutachtens in sein Wirken einfließen lassen. Es bleibt abzuwarten, wie viele Schritte hin zu einer artgemäßeren Tierhaltung stattfinden und wie effizient und nachhaltig diese sein werden. Obergrenzen für Tierzahlen in Betrieben und das Einhalten von Tierschutzstandards bei Zucht und Haltung sind hierbei unerlässlich.

Dazu werden aber auch wir als Konsumenten gebraucht. Lesen Sie hier mehr zum Gutachten und versuchen Sie, die gewonnenen Erkenntnisse beim Konsum zu berücksichtigen. Denn der Verbraucher hat Macht und kann seinen Einfluss auf die Art und Weise, wie tierfreundlich Lebensmittel erzeugt werden, durch seinen Einkaufskorb geltend machen:
http://www.bmel.de/DE/Ministerium/Organisation/Beiraete/_Texte/AgrBeirGutachtenNutztierhaltung.html;jsessionid=B1D6EE84263723AD5432CCF513507386.2_cid296
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