Mit einer Kerbe im Ohr wird die Kastration gekennzeichnet. Mit einer Kerbe im Ohr wird die Kastration gekennzeichnet. Pressemitteilung vom 8. August 2016

Anlässlich des heutigen Internationalen Katzentags appelliert der Hamburger Tierschutzverein an alle Katzenhalter und -freunde, ihre Tiere kastrieren zu lassen. Sichtungen frei lebender Katzen sollten dem Tierheim Süderstraße gemeldet werden. Um eine weitere Vermehrung zu verhindern, werden diese Tiere von unseren erfahrenen Mitarbeiterinnen eingefangen, kastriert und anschließend wieder in ihre gewohnte Umgebung gebracht.

Allein in Hamburg müssen über 10.000 Stubentiger völlig allein klarkommen, ohne menschliche Fürsorge oder medizinische Versorgung. Bundesweit sind es, laut Schätzungen des Deutschen Tierschutzbunds, etwa zwei Millionen. Obwohl nur ein Teil der Tiere das Erwachsenenalter überhaupt erreicht, wachsen die Populationen oft weiter an. Selbst eine geschwächte weibliche Katze zieht pro Jahr bis zu drei Würfe groß.

Das vogelfreie Leben ist ein ständiger Überlebenskampf und nicht mit dem von tatsächlichen Wildtieren zu vergleichen. Als Haustiere sind Katzen nur bedingt an solch ein Leben angepasst. Neben Hunger, Krankheiten und Witterung lauern in einer Stadt zahlreiche menschengemachte Gefahren, vor allem der Autoverkehr. Zudem ist die Welpensterblichkeit hoch, viele gehen an Unterernährung oder Infektionskrankheiten ein. Auch ein erwachsenes Tier, das krank oder verletzt ist, ist meist beträchtlichen Leiden ausgesetzt.

Deshalb kümmert sich der Hamburger Tierschutzverein seit über 30 Jahren, inzwischen mit zwei festangestellten und mehreren ehrenamtlichen Katzenschützerinnen, an kontrollierten Futterplätzen im Stadtgebiet um verwilderte Hauskatzen. Die Fütterung kann jedoch nur kurzzeitig das Leid einzelner Tiere vermindern. Um die Anzahl der obdachlosen Katzen und somit potenzielles Leid zu reduzieren, ist die Kastration so vieler Tiere wie möglich unumgänglich. Im vergangenen Jahr hat der Hamburger Tierschutzverein verwilderte Katzen kastriert. Da die meisten, wenn sie ohne Kontakt zum Menschen aufgewachsen sind, ihr ganzes Leben sehr scheu bleiben, dürfen sie danach wieder in ihren ursprünglichen Lebensraum zurück und werden dort versorgt.
Auch an alle Katzenhalter appelliert der HTV, ihre Katzen und Kater unbedingt kastrieren und chippen zu lassen, ganz besonders, wenn es sich um Freigänger handelt.

Durch die Arbeit des Hamburger Tierschutzvereins und kleinerer Vereine ist die Situation inzwischen unter Kontrolle, ganz anders als in Städten ohne Katzenschutzprogramm. Die Kosten des HTV-Katzenschutzes belaufen sich auf rund 100.000 Euro jährlich. Die Stadt Hamburg beteiligt sich seit 2013 zwar an dieser Belastung mit 60.000 Euro pro Jahr für frei lebende und im Tierheim auf Vermittlung wartende Katzen. Wunsch des HTV und des Deutschen Tierschutzbundes ist jedoch seit Jahren eine generelle Chip- und Kastrationspflicht für Katzenhalter.

Bitte helfen Sie mit, den Katzennachwuchs zu verhindern und teilen Sie dem Hamburger Tierschutzverein mit, an welchen Plätzen verwilderte Katzen leben!

Kontakt:
Mobil: 0152 09086039
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Für unser Katzenschutzprogramm bitten wir um Ihre Spende:
Hamburger Sparkasse
IBAN: DE03 2005 0550 1286 2228 88
BIC: HASPDEHHXXX
Verwendungszweck: Katzenrettung

Oder über unser Online-Spendenformular.

Eine vom HTV betreute Futterstelle für frei lebende Katzen. Eine vom HTV betreute Futterstelle für frei lebende Katzen.