16 Rumis sind angekommen! Wir freuen uns sehr!

Rechtzeitig vorm kalten Winter in Rumänien bei uns eingetroffen!5. November 2018

Am Samstagabend kamen 16 rumänische Hunde in unserem Tierheim an. Zwölf Hunde bleiben bei uns und suchen fürsorgliche Adoptanten, vier Gasthunde ziehen alsbald auf ihre Pflegestellen. Viele der Hunde hätten sehr wahrscheinlich den Winter in den rumänischen Lagern nicht überlebt. Von der Ankunft berichtet diesmal unser Mitglied Janine Hartge:

Am Samstagabend sind wieder 16 Hunde aus Rumänien in ihrer neuen Heimat angekommen. Die Ankunft war eigentlich für die Mittagszeit geplant, es kam dann aufgrund einer Routenänderung aber doch anders, sodass wir uns alle am Abend um 19 Uhr in der Süderstraße getroffen haben. Ich war dieses Mal die letzte, die im Tierheim angekommen ist und bin auf ein Helferteam getroffen, das sich so sehr auf die Ankunft der Hunde gefreut hat.

Wie sonst auch haben wir vorher schon die Steckbriefe mit den Bildern der Hunde in die Gruppen eingeteilt, die Sandra vorher festgelegt hat, damit bei der Ankunft dann auch alles zügig läuft.

Es ist jedes Mal wieder eine bewegende Situation, wenn der Transporter einrollt, die Fahrer aussteigen, wir uns kurz begrüßen und dann die Tür des Transportes geöffnet wird. So viele Hundeaugen, die uns entgegenblicken. Eine Mischung aus Erwartung, Verunsicherung und Freude! Das Berührende daran ist aber in erster Linie, dass wir alle wissen, dass es die letzte lange Fahrt in ein besseres Leben ist. Leider war Tünnes nicht mit auf dem Transport, sie gilt als vermisst, ihren Platz und ihr Ticket hat Michele übernommen und so ist man traurig für die eine und freut sich für die andere.

Dann geht es los. Ein Hund nach dem anderen wird aus seiner Transportbox gehoben. Manche freuen sich und begrüßen uns, andere sind zurückhaltend abwartend. Dann wird der Chip ausgelesen, damit wir die Pässe eindeutig dem Hund zuordnen können. Dann setzen sie ihre Pfoten zum ersten Mal auf sicheren Hamburger Boden.

Man darf auf keinen Fall außer Acht lassen, dass diese Hunde noch nie sicher waren und kaum Zuneigung erfahren haben. Die vielen neuen Gerüche und Eindrücke, die lange Fahrt, und natürlich auch alle Geräusche. Jeder von uns Menschen wäre in einer solchen Ausnahmesituation wohl überfordert. Deshalb ist es für mich umso schöner und beeindruckender, dass fast alle Hunde so freundlich und zutraulich waren und die ersten Streicheleinheiten so dankbar angenommen haben. Nur Liese hat sich noch sehr zurückgenommen, aber das wird auch, wenn sie merkt, wie schön es ihr jetzt gemacht wird im Gegensatz zum Hundelager Bucov.

In Sicherheit und Geborgenheit: Lolina entspannt sich.Dieses Mal waren einige Hunde dabei, die nicht laufen wollten oder sogar Verletzungen mitgebracht haben. Der erste, Stevie, ist sogar blind. Aber er ist - trotz seiner stürmischen Art – unglaublich herzlich und beruhigt sich sofort, wenn man mit ihm spricht und ihn streichelt. Das bedeutet wohl schon, dass er fremde Menschen absolut annehmen kann und auch annehmen will! Außerdem gibt es den dreibeinigen Leoh. Was für ein Herz! Er hat sich sofort auf dem Arm von Andrea wohlgefühlt und mein Eindruck war, dass er dort auch einfach noch einige Stunden hätte bleiben können.

Als dann alle Hunde in ihrem neuen Zuhause angekommen sind, gab es erst einmal Futter und danach noch ein paar Streicheleinheiten von den Helfern. Dann merkt man, dass die Erschöpfung durchkommt, nach der ganzen Aufregung und dem vielen Neuen, was sie alle nicht kennen. Also kehrt nach und nach Ruhe ein und die Körbchen werden bezogen. Wahrscheinlich der erste weiche Schlafplatz, den all diese Hunde in ihrem Leben haben.

Ich könnte noch viel über jeden einzelnen der Hunde schreiben. Über die kleine „Gasthunde-Welpen-Bande", die mit ein paar Monaten noch so verspielt war und direkt all unsere Herzen gebrochen hat. Über Felisto, der schon so gut auf die menschliche Stimme reagiert und gar nicht genug gestreichelt werden kann. Über Ahyoka, die ihre Pfote auf meinen Arm legte und sich einfach nur Kontakt zu Menschen wünscht, ohne dabei in irgendeiner Form aufdringlich zu sein. Über Anissa, die die ersten Meter schon super an der Leine mitgegangen ist ...

Alle haben auf ihre eigene Weise etwas ganz Großartiges und haben es – das steht für mich außer Frage – verdient, ein liebevolles Zuhause und eine eigene Familie zu finden. Ich bin sicher, sie alle werden es hundertfach zurückgeben und ich bin jedes Mal wieder gern dabei, um diese tolle Aktion zu unterstützen!

Wenn Sie sich bereits jetzt ernsthaft für einen der Hunde interessieren, lesen Sie bitte sorgfältig unsere Hinweise zur Tiervermittlung und senden Sie bitte den dort hinterlegten Bogen zur Selbstauskunft ausgefüllt an das Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wir melden uns dann gerne bei Ihnen.

Hier geht es zur Bildergalerie!

Die Fotos machte der Leiter der Öffentlichkeitsarbeit, Frank Wieding.