Wir sind froh: 12 Rumis sind gut angekommen!

Unsere erste Vorsitzende Sandra Gulla freut sich für Tatufa und die anderen Rumis, die nun in Sicherheit leben können.Unsere erste Vorsitzende Sandra Gulla freut sich für Tatufa und die anderen Rumis, die nun in Sicherheit leben können.Wir sind glücklich und erleichtert: Zwölf Notfellchen aus dem rumänischen Hundelager Bucov sind am Samstagabend wohlbehalten bei uns angekommen. Von der Ankunft berichtet diesmal unser Mitglied Claudia Kobbe.

Heute am 18.01. ist es endlich soweit: Die ersten Rumis 2020 kommen zu uns nach Hamburg. Wie schön, dass es auch dieses Jahr wieder möglich ist, über die Organisation ProDogRomania e.V. ein anderes Land im Tierschutz zu unterstützen und so auch vor Ort durch Aufklärung, ärztliche Versorgung, Kastrationen und viel Engagement das Leid der Tiere zu mindern. Heute sollen 12 Hunde ankommen und in ein würdevolles Hundeleben starten. Geplant für die Ausreise waren Aquene, Daphne, Feride, Fritz, Kipanga, Liesl, Mirabel, Muna, Mira, Ruth, Rubina und Tatufa. Leider konnten dann Mira, wegen einer Ohrenentzündung und Aquene und Feride, beide positiv auf Dirofilaria immitis getestet, nicht mitfahren. Da die für unser Tierheim zuständigen Amtsveterinärinnen immer wieder völlig unbegründete Vorwürfe gegen uns wegen der Einfuhr der rumänischen Hunde erheben, haben wir die Aufnahme der beiden Herzwürmchen abgesagt. In der Vergangenheit haben wir gerne auch Herzwürmchen zur Weiterbehandlung bei uns aufgenommen und sind nach wie vor überzeugt, dass dies völlig in Ordnung ist. Daher war die Entscheidung auch schwer und hat uns traurig gemacht, da diese Hunde schon so lange auf ein besseres Leben warten und dann doch nicht mitfahren können.
Für Aquene und Feride gibt es aber hoffentlich Glück im Unglück, da eine erfahrene Pflegestelle von ProDogRomania die beiden Sorgenfellchen alsbald aufnimmt. Mira hat das Versprechen mit dem nächsten Transport ausreisen zu können, sobald ihre Ohrenentzündung verheilt ist. Für Bernie, Joli und Marula bedeutete diese Wendung, dass sie die Plätze der drei einnehmen und glücklicherweise in ihr neues Leben starten konnten.

Um kurz von 20:30 war es dann soweit und der Transporter mit den Fahrern Emil und Radu und ihren Schützlingen fuhren auf das Tierheimgelände. Heutiges Empfangskomitee sind unsere 1. Vorsitzende Sandra Gulla, Janine Hartge, Regina Rahn, Angela Henchoz, Christopher Koch und Claudia Kobbe.
Nach der herzlichen Begrüßung mit den Fahrern warten wir gespannt, bis sich die Transportertür öffnet und wir einen ersten Blick auf die Hunde haben. Es ist immer wieder ergreifend, in die lieben Gesichter der Hunde zu gucken. Von ängstlich bis übersprudelnd vor Neugier ist alles dabei.
Die beiden Fahrer sind jedes Mal sehr umsichtig und respektvoll im Umgang mit den Hunden. Ruhig und konzentriert werden die Hunde einzeln heraus gereicht und die Chipnummer mit der im Pass der Hunde verglichen. Dann wird vorsichtig probiert, ob die Neuhamburger ihre ersten Schritte in ihr neues Leben auf ihren vier Pfoten machen möchten, oder ob es sich für sie besser anfühlt, erst einmal getragen zu werden. Auch hier sind die Fellnasen sehr unterschiedlich. Heute wollten viele lieber in Sicherheit auf dem Arm von uns in ihr vorläufiges neues Zuhause gebracht werden.

Die Zusammensetzung der Hunde wird vorab durch Sandra Gulla geplant - wird aber noch getauscht, wenn man sieht, wie die Hunde sich vor Ort benehmen. Immer vier Hunde werden in ihre neue Unterkunft gebracht. Als alle Hunde untergebracht sind, verabschieden wir die Fahrer und die weiter reisenden Hunde mit den besten Wünschen. Im Hundehaus herrscht helle Aufregung und neugierige Fellnasen gucken uns entgegen und hüpfen herum. Gespannt, was jetzt passiert. Jetzt werden die Unterkünfte gereinigt, nach der langen Fahrt kein Wunder, dass alle Hunde ihr Geschäft verrichtet haben.

So unterschiedlich sind die netten Wesen. Einige schon völlig aufgetaut, andere noch vorsichtig und abwartend. Ganz besonders berührt hat mich bei dieser Ankunft Tatufa. Sie hat ihre Welpen im harten Lagerleben verloren. Und man sieht in ihren Augen, dass sie das noch lange nicht verkraftet hat. Liebe Tatufa, jetzt wird alles gut und man wird auf dich achten!
Und dann gibt es das erste Essen ohne die Angst nicht genug abzubekommen und wieder einmal keine Mahlzeit gehabt zu haben. Beim Füttern achten wir darauf, dass die Hunde die schneller essen den Langsameren nicht das Futter nehmen. Die Zusammensetzung passt und so lassen wir den Hunden jetzt die Ruhe, um nach der langen Reise anzukommen und morgen ausgeruht in ihr neues und hoffentlich wunderbares, würdevolles Leben zu starten.

Es war ein schöner Abend! Ihr Fellnasen, auf dass ihr nette Familien findet, geliebt werdet und ein sorgenfreies Hundeleben führen könnt!

Eure Claudia Kobbe

Die Fotos von der Ankunft machte Christopher Koch.

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