Liebevolle Aufnahme der neuen Rumänen aus Baile Herculane

Die junge Hündin Faith schmuste sich schnell in das Herz von HTV-Mitarbeiter Mario Remers.11. Dezember 2017

Am vergangenen Freitag konnte der HTV wieder neue Schützlinge aus Rumänien bei sich im Tierheim aufnehmen. Dieses Mal unterstützten ausschließlich Beschäftigte Sandra Gulla, 1. Vorsitzende, bei der Ankunft. Alle halfen ehrenamtlich. Für Susanne David, stellvertretende Tierheimleitung, Katerina Landsmannova, Tierpflegerin, Nancy Müller, Mitarbeiterin am Empfang, Sven Fraaß, Pressesprecher, und Mario Remers, Leiter Handwerk und Haustechnik, war es ein bewegender Abend nach einem ereignisreichen Arbeitstag und einer ebensolchen Woche. Susanne David schildert den Abend aus ihrer Sicht.

Es ist Freitagabend, 23:45 Uhr, und die sechs Neu-Hamburger kommen aufgrund vieler Staus später als erwartet endlich bei uns im Tierheim an. Wir alle sind außerordentlich gespannt auf die rumänischen Fellnasen und freuen uns sehr, dass sie es zu uns geschafft haben. Besonders Katerina Landsmannova kann es kaum erwarten, schließlich lernte sie die Hunde schon in Rumänien kennen. Sie war im Herbst in Baile Herculane und hat dort einen Helfertrupp angeleitet und Pebbles, Minka, Lalita, Momoko, Faith und Ronka vor Ort für diesen Transport selbst ausgesucht.

Als sich die Tür des Transporters öffnet, schauen wir in sechs erwartungsvolle Hundegesichter, die uns freundlich aus ihren Transportboxen begrüßen. Besonders Faith fällt sofort auf, da sie uns ungeduldig ihre Pfote durch das Gitter entgegenstreckt. Ruhig und routiniert werden die Hunde von Mishu Stoik, dem Leiter des Tierheims in Baile Herculane, dass von Pro Dog Romania finanziert wird, aus den Boxen geholt. Einer nach dem anderen darf aussteigen und wird, nachdem Sandra Gulla den Transponder gelesen und die Papiere kontrolliert hat, einem von uns Helfern übergeben. Als Erster darf  Momoko aussteigen und natürlich nimmt Katerina Landsmannova den ersten Hund entgegen. Etwas irritiert von den neuen Gerüchen und Geräuschen sucht er gleich ihre Nähe und weicht nicht mehr von ihrer Seite. Seine Freundin Minka darf gleich danach aussteigen und ich übernehme sie gerne. Auch sie sucht gleich meine Nähe und freut sich sichtlich.

Lalita hüpft vor lauter Freude wild an der Leine hin und her, sodass Sven Fraaß sie kaum halten kann. Damit sie sich ein wenig beruhigt, nimmt er sie liebevoll auf den Arm. Als Pebbles aussteigen darf, ist sie zunächst sehr unsicher und mag sich in der unbekannten Umgebung lieber nicht von der Stelle bewegen. Auf dem Arm von Mario Remers ist es deutlich sicherer, und so wird sie von ihm durch die Dunkelheit in ihre neue Unterkunft getragen. Ronka dagegen kann anscheinend nichts so schnell erschrecken: Kaum ausgestiegen, begrüßt sie jeden freudig und möchte sofort alles erkunden. Sie marschiert fröhlich mit Sandra Gulla ihrer Zukunft entgegen. Zum Schluss steigt Faith aus, die so zauberhaft in ihrer unbändigen Freude ist, dass sie uns alle sofort tief berührt. Die Sorge, dass sie aufgrund ihrer dunklen Färbung schlechtere Vermittlungschancen haben könnte, ist sofort verflogen … Diese junge Hündin wird alle Herzen im Sturm erobern!

In der neuen Unterkunft angekommen, werden die Hunde paarweise untergebracht. Alle freuen sich über einen Freund an ihrer Seite in dieser neuen Umgebung. Besonders Faith und Lalita sind froh einander zu haben und die jungen Hündinnen fangen sogar an zu spielen! Momoko und Minka waren schon in Rumänien unzertrennlich und so sitzen sie hier bei uns nun synchron und schauen uns erwartungsvoll an. Die schüchterne Pebbles taut langsam auf und kann sich gut an der unerschrockenen Ronka orientieren. Die wiederum scheint kein übermäßiges Interesse an der Hundegesellschaft zu haben – zumindest, solange Menschen zum Schmusen da sind; die hat sie lieber für sich allein.

Nachdem alle gegessen haben, wollen sie noch einmal ausgiebig schmusen. Hunde und Helfer! Dabei muss ich daran denken, welche Zukunft diese wunderschönen Hunde wohl in Rumänien gehabt hätten und wie vielen dieser liebenswerten Geschöpfe wir leider nicht helfen können. Das macht mich kurz sehr traurig … Aber genau in diesem Moment fährt eine warme, dankbare Hundezunge durch mein Gesicht und ich muss lächeln …

Liebe Katerina, Du hast tolle Hunde ausgesucht und ich ziehe den Hut vor Dir und allen Helfern, die sich immer wieder vor Ort engagieren!

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(Fotos: Nancy Müller und Sandra Gulla)

Die Hunde werden noch eingangsuntersucht und kommen erst nach einer Quarantänezeit von sieben bis zehn Tagen in die Vermittlung. Wenn Sie sich aber bereits jetzt ernsthaft für einen der Hunde interessieren, lesen Sie bitte sorgfältig unsere Hinweise zur Tiervermittlung und senden Sie bitte den dort hinterlegten Bogen zur Selbstauskunft ausgefüllt an das Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wir melden uns dann gerne bei Ihnen.