Ostern - so geht's ohne Tierleid

Vegane Fruchtgummis machen sich auch gut als Deko auf dem Ostertisch. Foto: BärentreffVegane Fruchtgummis machen sich auch gut als Deko auf dem Ostertisch. Foto: BärentreffOstereier, Süßigkeiten und Kuchen gehören traditionell zur Osterzeit. Doch an Stelle der klassischen Varianten greifen immer mehr Menschen zu tierleidfreien Alternativen. Denn für ein bunt gefülltes Osternest oder einen fröhlichen Brunch müssen keine Tiere leiden. Mit pflanzlichen Produkten und veganen Rezepten gelingt ein schönes, tierfreundliches Osterfest.

Das Osternest mit tierleidfreien Süßigkeiten zu bestücken, ist einfach: Hasen und Eier aus Zartbitterschokolade sind vegan, ebenso viele Marzipanprodukte. Im Einzelhandel sowie in ausgewählten Konditoreien und Confiserien gibt es mittlerweile eine große Auswahl an veganen Süßigkeiten, Schokoladen und Gebäck. Bitterschokolade wird in der Regel ohne Milch, Marzipan nur aus Mandeln und Zucker hergestellt. Gummibärchen, Weingummi- oder Lakritzsüßigkeiten sind vegan, wenn Stärke statt Gelatine verwendet wird. In frühlingshaften Formen wie Schmetterlingen oder Blüten sind sie außerdem eine hübsche Deko für den Ostertisch. Tipps zu veganen Ostersüßigkeiten finden Sie auch in der aktuellen Ausgabe unseres Tierschutzmagazins ich&du.

Milch und Sahne – tierleidfrei

Wie sehr Milchkühe leiden müssen, damit wir Menschen Tiermilch und Produkte daraus konsumieren können, sollte inzwischen jeder wissen. Zum Glück stehen viele köstliche, tierleidfreie Alternativen zur Verfügung: Pflanzenmilch aus Soja, Hafer, Mandeln und Nüssen – und sogar pflanzliche Sahne zum Aufschlagen. Einer leckeren, veganen Oster-Sahnetorte steht damit nichts im Weg! Und auch ein köstlicher, tierleidfreier Milchkaffee gelingt mit spezieller, zum Aufschäumen geeigneter Hafermilch.

Auch in Bodenhaltung sehen Hühner nie eine Wiese. Sie verbringen ihr Leben im Stall - größtenteils auf Gitterrosten und -stäben. Foto: Deutscher TierschutzbundAuch in Bodenhaltung sehen Hühner nie eine Wiese. Sie verbringen ihr Leben im Stall - größtenteils auf Gitterrosten und -stäben. Foto: Deutscher TierschutzbundEier ersetzen

Beim Backen lassen sich auch Eier leicht ersetzen, zum Beispiel mit Apfelmus, Bananen oder Soja-Mehl. Im Handel sind außerdem Ei-Ersatzpulver erhältlich. Auch veganer Eischnee ist mit Hilfe von Aquafaba – dem Wasser von Kichererbsen, Bohnen und anderen Hülsenfrüchten – und etwas Backpulver einfach herzustellen. Für deftige Gerichte, etwa für eine Rührei-Alternative aus Tofu oder Kichererbsen, eignet sich Kala Namak, ein schwarzes Salz mit Schwefelaroma, das geschmacklich an Ei erinnert. 

Vegane Koch- und BackrezepteFür die vegane Ostertafel: Schokotarte mit Himbeersorbet.Für die vegane Ostertafel: Schokotarte mit Himbeersorbet.

Im Internet und zahlreichen Koch- und Backbüchern finden sich Rezepte für die vegane Küche. Der Deutsche Tierschutzbund liefert in seinem Kochbuch „Tierschutz genießen“ 80 Rezepte von 32 Profiköchen für süße und herzhafte vegane Speisen. Zum Beispiel sind die Haselnuss-Nougat-Kugeln eine prima Alternative zu Milchschokoladen-Eiern. Die Schokotarte mit Himbeersorbet und die Linzer Torte machen sich gut auf der österlichen Kaffeetafel. Das Kochbuch ist außerdem ein tolles Ostergeschenk für Tierfreunde – es ist für 19,95 Euro auch bei uns im Tierheim erhältlich. Der Erlös kommt unseren Schützlingen zugute.