Klimakiller auf dem Teller: Zeit zu handeln!

Fleisch in Massen: Die Nachfrage steigt weiter - trotz katastrophaler Umweltauswirkungen.Fleisch in Massen: Die Nachfrage steigt weiter - trotz katastrophaler Umweltauswirkungen.Die lebensnotwendigen Ressourcen unserer Erde werden zusehends knapper – Populationen und Artenvielfalt dezimieren sich, die Erderwärmung schreitet voran. Ernährung spielt dabei eine entscheidende Rolle. Warum das so ist und was wir gemeinsam dagegen tun können.

Deutsche wollen Fleisch essen und das immer mehr: Die Gesamtmenge an Fleisch zum Verbrauch stieg 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozent. Der Pro-Kopf-Verbrauch beträgt allein in Deutschland 88,6 Kilogramm und ist damit nach zwei Jahren wieder gestiegen. Was bedeutet das? Weder für Menschen noch Tiere etwas Gutes. Abgesehen von den moralischen Bedenken und dem Leid, dass Tiere als reine Milch-, Eier- und Fleischproduzenten erfahren, hat der steigende Konsum tierlicher Produkte katastrophale Auswirkungen auf unsere Mitwelt – und auf uns.

Die Zerstörung breitet sich aus

Die veränderte globale Landnutzung trägt WWF zufolge stärker zum Klimawandel bei als die weltweite Industrieproduktion oder das globale Transportwesen. Demnach sind 70 Prozent der direkten Treibhausgasemissionen unserer Ernährung auf tierliche Produkte zurückzuführen. Was verursacht die Emissionen? Die Ausscheidungen und Ausdünstungen der sogenannten Nutztiere, aber auch die Abholzung der (Regen-)Wälder, um die Flächen für den Anbau von Monokulturen für Futtermittel oder Weideflächen zu nutzen, sind die Hauptursachen. Da Deutschland den Fleischhunger mit seinen landwirtschaftlichen Flächen nicht decken kann, beansprucht es auch Flächen im Ausland. Weltweit werden der Tierrechtsorganisation Peta zufolge mehr als 83 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen für Tierhaltung und Futtermittel genutzt. Dabei werden jedoch nur 18 Prozent der Kalorien und 37 Prozent der Proteine des menschlichen Bedarfs, erzeugt. Die Ausweitung der Flächen setzt überdies große Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid frei.

Überweidung und Monokulturen verringern nachweislich die Bodenfruchtbarkeit, was die Erträge verringert. Die Herstellung tierlicher Produkte frisst zudem viel kostbares Wasser – allein für die Herstellung eines 150-Gramm-Rindfleischburgers werden durchschnittlich 2.350 Liter Wasser gebraucht, während für einen Sojaburger im Durchschnitt nur 158 Liter Wasser benötigt werden.

Verzicht auf Tierleid und Klimakiller

Was können wir tun? Die vegane Lebensweise wird nicht selten als Hirngespenst einzelner Fanatiker*innen abgetan oder belächelt. Angesichts dieser dramatischen Entwicklungen und unbestreitbaren Fakten – am 29. Juli 2019 waren bereits weltweit die Ressourcen für dieses Jahr aufgebraucht – müssen wir jedoch schnell und effizient handeln. Bis 2050 wird der Gesamtteil der Landwirtschaft an den Treibhausgasen bereits auf 50 bis 80 Prozent geschätzt.

Ein Verzicht auf tierliche Produkte – nicht nur in Lebensmitteln – ist aus unserer Sicht unabdingbar, um der geschilderten Entwicklung entgegenzuwirken. Sie wird sich andernfalls mittel- bis langfristig auf unser aller Leben und das nachfolgender Generationen drastisch negativ auswirken. Mit jeder täglichen Entscheidung nehmen wir Einfluss auf das, was wir verbrauchen, verschwenden oder wofür wir unser Geld ausgeben. Von der veganen Vielfalt können sich unsere Gäste im ehrenamtlichen SpatzenCafé selbst überzeugen.

Weitere Informationen finden Sie in den nachfolgenden fundierten Berichten, die diesem Beitrag als Quellen zugrunde liegen: