Willem Weißbüschel schickt Grüße aus dem Süden

Willem fühlt sich in der Reptilienauffangstation sichtlich wohl.Willem fühlt sich in der Reptilienauffangstation sichtlich wohl.Das Weißbüscheläffchen Willem kam mager und mit verfilztem Fell zu uns, nachdem es in einem Wohnzimmer vom Schrank gefallen und behördlich sichergestellt worden war. Wir päppelten Willem wieder auf und fanden für ihn eine artgemäße Unterkunft mit anderen Affen in der Auffangstation für Reptilien München.

Der Abschied von Willem fiel seinem HTV-Bezugspfleger Kevin Straube nicht leicht. Seit dem Tag, als der neugierige Affe zu uns kam, hatte sich Kevin Straube um ihn liebevoll gekümmert. Er päppelte ihn auf, nachdem Willem alles andere als artgemäß und noch dazu allein gehalten worden war, und nahm ihm die Angst. Kurzum: Zwischen den beiden entstand eine ganz besondere Bindung. So war es auch Kevin Straube, der das kleine Kerlchen persönlich in sein neues, artgemäßes Quartier, die Auffangstation für Reptilien München, brachte.

Gespräche unter Affenfreunden

In der Auffangstation, die neben Reptilien auch weitere (vorwiegend exotische) Tiere beherbergt, wohlbehalten angekommen und versorgt, kam Willem zunächst in Quarantäne, wurde kastriert und dann Schritt für Schritt an eine Gruppe mit zwei weiteren Männchen gewöhnt, in die er letztlich ziehen sollte. Wir hielten anschließend Kontakt mit der Auffangstation für Exoten verschiedenster Arten und bekamen tolle Neuigkeiten: Willem hat sich gut eingelebt und versteht sich prima mit seinen beiden Artgenossen. Unter den WG-Kumpels ist er der Wortgewandteste und kommuniziert viel und klettert munter durch das Geäst. Die Affenfreunde sitzen oft zusammen oder wärmen sich den Bauch vor den Wärmelampen.

Die Vergesellschaftung von Willem mit seinen zwei Artgenossen verlief problemlos.Die Vergesellschaftung von Willem mit seinen zwei Artgenossen verlief problemlos.Gemeinsam klettern sie umher oder sitzen zusammen.Gemeinsam klettern sie umher oder sitzen zusammen.Schmatzen oder reden? Willem mag beides gern.Schmatzen oder reden? Willem mag beides gern.

Täglich artgemäße Beschäftigung

Der kleine Affe macht es sich auf der Schulter von Tierpfleger Jan Bucka bequem.Der kleine Affe macht es sich auf der Schulter von Tierpfleger Jan Bucka bequem.Zu den Tierpflegerinnen und Tierpflegern suchte Willem von Anfang an Kontakt. Für artgemäße Beschäftigung bieten sie ihm und seinen Freunden immer neue Herausforderungen. So bekommen die Affen täglich eine Fütterung in Schüsseln angeboten sowie Futter, dass sie sich erarbeiten müssen. Beispielsweise werden Röhren mit Heu und leckeren Happen befüllt, die dann herausgezogen oder gedreht werden müssen. Ebenso stellen die Tierpflegerinnen und -pfleger Kartons, Futterbälle für Hunde sowie leere Flaschen mit Löchern für diese Beschäftigung bereit. Auch arbeiten sie mit unterschiedlichen Gerüchen, sodass die Tiere verschiedenste Eindrücke bekommen. Tierpfleger Jan Bucka erläutert: „Wir versuchen immer neue Ideen auszuarbeiten, damit den Tieren nicht langweilig wird. Auch bekommen die Äffchen im Moment mindestens einmal pro Woche frische Äste mit Laub angeboten, sodass sie Baumsäfte zu sich nehmen können und sich auch mit den Blättern beschäftigen. Das Gehege wird regelmäßig erneuert, damit die Äffchen immer wieder was Neues zu entdecken haben.“

Gemeinsame erfolgreiche Tierschutzarbeit

Willems Quartier verfügt aktuell über kein zusätzliches Außengehege. Das soll sich aber in den nächsten Wochen ändern, wenn er und seine Kumpels in ein neues Gehege ziehen und auch noch Gesellschaft von zwei weiteren Weißbüscheläffchen erhalten werden. HTV-Bezugspfleger Kevin Straube ist begeistert: „Es ist schön zu hören, dass es Willem so gut geht. Wenn ich mal wieder in München bin, werde ich ihn auf jeden Fall besuchen.“

Auch unsere Tierheimleiterin Susanne David freut sich über Willems positive Entwicklung: „Wir wünschen dem kleinen Kerl weiterhin alles Gute und bedanken uns bei der Auffangstation für Reptilien München für die tolle Zusammenarbeit!“ Denn genau das macht für uns erfolgreiche Tierschutzarbeit aus: Wir ziehen gemeinsam an einem Strang, um für unsere Schützlinge die bestmöglichen Lebensbedingungen erreichen zu können.