Weltkatzentag: Kastration verhindert Leid

Carlos lebte ganz allein auf der Straße. Bei uns wird er gut versorgt.Carlos lebte ganz allein auf der Straße. Bei uns wird er gut versorgt.Pressemitteilung vom Deutschen Tierschutzbund

Zum Internationalen Tag der Katze am 8. August 2019 appellieren der Hamburger Tierschutzverein (HTV) und der Deutsche Tierschutzbund an alle Katzenhalterinnen und -halter, ihre Tiere kastrieren zu lassen. Nur durch Kastration kann die ständige Vermehrung und das Leid auf der Straße lebender Katzen oder ungewollter Welpen langfristig eingedämmt werden. Der HTV ergreift in seinem Tierheim Süderstraße bereits entsprechende Maßnahmen.

„Die uns angeschlossenen Tierheime versorgen immer wieder ‚überzählige‘ Katzen und geraten damit natürlich an die Grenzen ihrer räumlichen und finanziellen Kapazitäten“, berichtet Dr. Moira Gerlach, Fachreferentin für Heimtiere beim Deutschen Tierschutzbund. „Die Ursache sind gleichwohl unkastrierte Kater und Katzen aus Privathaushalten als auch freilebende Straßenkatzen, die sich unkontrolliert fortpflanzen und so für ständigen Zuwachs sorgen. Zum Tag der Katze wollen wir die Menschen daran erinnern, verantwortungsvolle Tierhalter zu sein und ihre Tiere, egal ob weibliche Katze oder Kater, kastrieren zu lassen, wenn diese nach draußen dürfen. Nur so wird ein weiteres Populationswachstum verhindert und das Leid der Straßenkatzen minimiert.“

Neben der Kastration sollten Katzenhalter ihre Tiere zur Identifizierung zudem beim Tierarzt mit einem Transponder mit Mikrochip kennzeichnen lassen und anschließend bei FINDEFIX, dem Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes, registrieren.

HTV hilft allen Katzen

Straßen- wie Hauskatze sind auf unsere Hilfe angewiesen. Allein 2018 haben wir im Tierheim Süderstraße mehr als 1.530 Katzen aufgenommen und versorgt aktuell befinden sich 269 Samtpfoten in unserer Obhut (Stand 6. August 2019). Wir nehmen auch alte, kranke und nicht mehr gewollte Schützlinge auf, um für sie ein geeignetes Zuhause zu finden. Um eine Vermehrung zu verhindern, werden die Tiere bei uns kastriert.

Bei uns finden Sorgenfellchen wie Carlos, der eine liebevolle Hospizstelle sucht, oder Olli, der als Kind einer verwilderten Mutter krank zu uns kam, aber auch der aufgeweckte Shawn, der wohl einige Zeit herrenlos auf der Straße gelebt hatte, bevor er gefunden und in unsere Obhut gebracht wurde, einen sicheren Hafen und warten auf fürsorgliche Menschen.

Unsere Katzenrettung ist unermüdlich zum Wohle verwilderter Katzen im Einsatz.Unsere Katzenrettung ist unermüdlich zum Wohle verwilderter Katzen im Einsatz.Auch um Katzen auf der Straße kümmern wir uns: Dafür haben wir unsere Katzenrettung eigens neu aufgestellt. In Hamburg leben um die 10.000 wohnungslose Katzen, die Futter, medizinische Versorgung und sichere Schlafplätze benötigen. Unsere Katzenrettung fängt kranke und verletzte Katzen zur tierärztlichen Behandlung bei uns im Tierheim ein, aber auch unkastrierte, die bei uns kastriert werden – ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die Vermehrung. Die Tragweite der ungebremsten Vermehrung fasst der Deutsche Tierschutzbund zusammen: Weibliche Katzen werden mehrfach im Jahr, vornehmlich in der Zeit zwischen April und September, rollig. Kommt es während dieser Phase zur Paarung, so bringt die Katze nach 63 bis 66 Tagen durchschnittlich vier bis sechs Junge zur Welt. (...) Viele der Straßenkatzen leiden unter Krankheiten, Parasiten sowie Mangel- oder Unterernährung.

Im Anschluss an die Behandlungen werden die Tiere an den jeweiligen Fundort zurückgebracht. Wenn dieser nicht geeignet ist, muss eine neue Unterkunft gefunden werden. Das Team errichet auch Schläfplätze, reinigt die Unterkünfte und fährt zudem regelmäßig Futterplätze an, um die kontinuierliche Versorgung der Tiere sicherzustellen.

Spenden Sie für unsere Katzenrettung!