Spannender KinderSonntag im Tierheim über Fledermäuse

Lernten viel über Fledermäuse: Die kleinen Gäste beim HTV-KinderSonntag.6. November 2018

Der KinderSonntag am 4. November brachte es auf die tolle Teilnehmerzahl von 25 Kindern. Das Thema der überaus interessanten Tiere kam bei den Kindern sehr gut an. Zur Einstimmung haben wir das Lied von Friedrich Fledermaus gehört. Danach gab es vielerlei Besonderes zu lernen, wie zum Beispiel die Tatsache, dass Fledermäuse die einzigen flugfähigen Säugetiere sind.

Moment mal, Säugetiere? Das heißt, sie bringen lebende Nachkommen zur Welt? Aber sie verbringen doch den Tag kopfüber hängend. Den Rest der Zeit sind sie fliegend unterwegs auf Futtersuche. Bringen sie ihre Kinder etwa hängend zur Welt? Ja, das tun sie. Aber sie fangen die blinden und nackten Winzlinge in ihren zum Trichter geformten Flügeln auf. Das hat Dörthe  Carstesen, die mit Doro Respa, Nadine Chodinski und Susanne Sander den KinderSonntag organisiert hat, anhand der Fledermaus „Friederieke“ mit ihrem Baby „Friederiekchen“ demonstriert. Die beiden waren natürlich aus Stoff und nicht lebendig.

Wir haben von Doro Respa erfahren, dass es sogar in Hamburg viele Arten  Fledermäuse gibt. Jede Fledermaus hat ihre eigenen Ruftöne, mit deren Hilfe sie sich in der Dunkelheit orientiert. Diese Rufe hat sie uns mitgebracht, sodass wir ihnen lauschen konnten.
Trinken Fledermäuse Blut, wie Vampire? Nein. Bis auf eine Ausnahme. Die lebt aber weit weg und trinkt nur etwas Blut von großen Tieren, die das noch nicht einmal merken. Also brauchen wir keine Angst zu haben, wenn sich mal eine Fledermaus in unser Zimmer verirrt. Einfach das Fenster öffnen und ein bisschen warten. Meist ist sie dann ganz schnell wieder draußen. Falls sie etwas länger braucht, stellen wir ihr ein Schälchen Wasser hin, damit sie etwas trinken kann.

Nadine Chodinski hat uns erklärt, wie das mit dem Sehen im Dunkeln funktioniert. Fledermäuse sehen nämlich mit den Ohren. Die Schallwellen ihrer Rufe werden von Gegenständen reflektiert und ergeben im Gehör der Fledermaus ein akustisches Abbild der Umgebung. Und natürlich von Insekten, die durch die Luft fliegen und von denen sie sich unter anderem ernähren.

Fledermäuse sind bedroht, finden immer schwerer eine Unterkunft oder FutterDen Fledermäusen geht es aber nicht besonders gut, hat dann Susanne Sander uns erzählt. Wir Menschen machen es ihnen immer schwerer Unterkünfte zu finden. Auch tun wir sehr viele Dinge, wodurch es immer weniger Insekten gibt. Daher sind viele einheimische Fledermausarten in ihrem Bestand bedroht. Einige sind komplett aus Hamburg verschwunden. Um die Situation der eigentlich sehr niedlichen Flattertiere zu verbessern, können wir Wildblumen säen, um Insekten anzulocken. Eine artgerechte  Behausung können wir aus Holz bauen und aufhängen. Dazu haben wir Anleitungen verteilt, die vor allem die begleitenden Väter gerne mitgenommen haben. Einer der Väter wollte sofort nach dem KinderSonntag in einen Baumarkt fahren (es war verkaufsoffener Sonntag!) und Material besorgen, um mit seinen Kindern so eine Unterkunft zu bauen.

In der abschließenden Bastelaktion haben wir viele schwarze Fledermäuse gebastelt und sie zusammen mit guten Wünschen an alle Fledermäuse in Hamburg und überall sonst auf der Welt an einer Pinnwand befestigt. Wir alle waren an diesem Sonntag begeisterte Mitglieder des Clubs „We are Batfans!".