HTV unterstützt „Rettet das Huhn“ bei Tierrettung

831 Hennen bekamen die Chance auf ein neues Leben ohne Leid!831 Hennen bekamen die Chance auf ein neues Leben ohne Leid!Der Hamburger Tierschutzverein (HTV) hat seinen Kooperationspartner „Rettet das Huhn“ erneut bei einer Tierrettung unterstützt. 831 Hühner wurden vor der Schlachtung bewahrt und haben bereits fürsorgliche Familien gefunden.

Die Tiere wurden aus einer Freilandhaltung in der Nähe von Wolfsburg geholt. Ein Landwirt hatte die Hennen abgegeben, damit sie nicht getötet werden. Das ist jedoch eher die Ausnahme: Die meisten Landwirte geben ihre Tiere ab, da eine Schlachtung für sie schlicht nicht profitabel ist. Für den Transport stellte der HTV einen Struppi-Wagen zur Verfügung. Bei uns im Tierheim sicher angekommen, wurden die Hühner an die bereits vorausgewählten Adoptanten aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen übergeben. Ausgestattet mit Transportkisten und Käfigen nahmen etliche tierliebe Menschen, darunter auch einige Familien mit Kindern, ihre Hennen erwartungsfreudig in Empfang. Darüber hinaus durften sieben Hähne von uns, darunter die neugierigen Hähne David und Goliath, der gerettete Franz und unser eifriger Trompe, sowie zwei Hennen umziehen. Sie leben jetzt in Niedersachsen, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern.

Das Ausladen hat begonnen und die Vorfreude auf die Adoptanten ist groß.Das Ausladen hat begonnen und die Vorfreude auf die Adoptanten ist groß.Janina Stemmer von „Rettet das Huhn“ erläutert die Aktion: „Wir arbeiten seit Jahren toll mit dem Hamburger Tierschutzverein zusammen. Bei dieser Rettung durften wir uns sogar den Struppiwagen ausleihen. Da unser eigenes Zugfahrzeug nicht zur Verfügung stand, konnten wir dank der auch in dieser Hinsicht tollen Kooperation die Rettung problemlos durchführen. Auch die Möglichkeiten zum Saubermachen sowie der Platz, unsere Boxen hier zu lagern, helfen uns sehr bei den Rettungsaktionen.“

40 Millionen geschlachtete Legehennen im Jahr

Die Mehrheit der jährlich etwa 40 Millionen Legehennen in Deutschland landet bereits nach einem Jahr als Eierproduzentinnen auf der Schlachtbank. Durch hoch eiweißhaltige Fütterung, künstliche Belichtung und konstante Temperaturen in den Ställen werden die Hybridhühner zu unnatürlich hoher Legeleistung gebracht, sodass sie mehr als 300 Eier im Jahr legen. Nach rund zwölf Monaten lässt diese erzwungene Produktivität durch die natürliche Mauser der Tiere nach. Zu diesem Zeitpunkt sind die Hennen für die Eierproduzenten nicht mehr rentabel und werden durch neue Junghennen ersetzt – dabei ist es gleichgültig, um welche Haltungsform es sich handelt. Hühner, die unter artgemäßen Haltungsbedingungen bis zu zwölf Jahre alt werden könnten, werden – wenn sie gerade mal erwachsen sind – getötet.

„Rettet das Huhn“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Leben dieser Hühner zu retten. Die Tierschützerinnen und Tierschützer vermitteln die Hennen in ein artgemäßes Zuhause bei tierlieben Menschen, wo sie endlich ein glückliches Hühnerleben kennenlernen dürfen bis zu ihrem natürlichen Lebensende. Im Jahr bewahrt „Rettet das Huhn“ deutschlandweit circa 10.000 Legehennen vor dem Tod. „Wir können als HTV viel zu wenig für die geknechteten Tiere in der Lebensmittelproduktion tun. Da tut es gut, einen kleinen Beitrag bei den Lebensrettungen unseres Kooperationsvereins zu leisten“, kommentiert Sandra Gulla, 1. Vorsitzende des HTV, die erfolgreiche Aktion.

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