Der HTV für die Schließung aller Schlachthäuser

Der HTV im Einsatz für Tierrechte!Der Hamburger Tierschutzverein hat bei der Demo „Hamburg für die Schließung aller Schlachthäuser“ gemeinsam mit weiteren Tierschutzorganisationen ein Zeichen gegen die grausame Qual und Ausbeutung von Tieren gesetzt.

Die von ARIWA (Animal Rights Watch) organisierte Protestaktion fand am Samstag erstmalig in Hamburg statt. Damit wurde auch unsere Hansestadt nun Teil der weltweiten Bewegung zur Schließung aller Schlachthäuser, die seit 2012 jährlich Aktionen durchgeführt. Mehr als 400 Menschen folgten dem Aufruf und gingen gemeinsam in Hamburg auf die Straße. Der Demo-Zug führte die Teilnehmenden von der Sternschanze über den Fleischgroßmarkt, die Rindermarkthalle und den Rathausplatz zum Gänsemarkt. Mit klaren Forderungen reihten sich viele HTV-Vorstandsmitglieder mit weiteren HTV-Mitgliedern und unserer Jugend- und Aktionsgruppe in den Demo-Zug ein. Gemeinsam machten sie auf das Leid speziell von Rindern aufmerksam – das Thema der diesjährigen Demo für die Schließung aller Schlachthäuser.

Die Ausbeutung der Rinder ist grenzenlos

Rund 3,5 Mio. Rinder werden jährlich in Deutschland geschlachtet. Ihr kurzes Leben fristen die Tiere in aller Regel eingepfercht in Mastanlagen oder werden als hochgezüchtete Gebährmaschinen für anormale Milchleistungen missbraucht. Den Milchkühen werden ihre Kälbchen häufig direkt nach der Geburt entrissen – ein traumatisches Ereignis für beide Geschöpfe. Oft rufen Mutter und Kind noch tagelang nacheinander. Nach einem kurzen und leidvollen Leben enden die Rinder auf der Schlachtbank. Bis dahin müssen sie jedoch oft tausende Kilometer Transportweg in engen, stickigen Lastwagen ohne Wasser oder Futter aushalten – auch in Drittstaaten, wo ein tierschutzkonformer Umgang mit den Geschöpfen und ein nach deutschem Recht geregeltes Schlachten mit Betäubung nicht gelten. Unsere 1. Vorsitzende Sandra Gulla betont: „Die Ausbeutung der Tiere hat apokalyptische Ausmaße angenommen und ist grenzenlos. Dem müssen wir unsere Solidarität als Tierschützerinnen und Tierschützer in Europa, aber auch global entgegensetzen wie bei dieser tollen weltweiten Demo-Bewegung für die Schließung aller Schlachthäuser.“

Lautstark machten unsere Vorständlerinnen und Mitglieder auf die grausame Tierausbeutung aufmerksam.Für uns steht fest: Tiere sind keine Ware!Unsere Beisitzerin Ivonne Stetefeld setzte ein Zeichen: "Not your mum, not your milk"!

Wir nutzen jede Möglichkeit, um für alle Tiere einzustehen

Über Tierleid und systematische Tierausbeutung aufzuklären sowie Alternativen aufzuzeigen ist ein zentrales Anliegen des Hamburger Tierschutzvereins – auch an vorderster Front. Unsere 2. Vorsitzende Katharine Krause erläutert: „Wir wollen jede Möglichkeit nutzen, um für alle Tiere einzustehen. Dazu gehört eben auch auf die Straße zu gehen und zu demonstrieren, um somit das Leid auch für die Menschen sichtbar zu machen, die sich nicht aktiv über Tierschutz informieren.“ Es darf nicht länger als normal und legitim gelten, Tiere als reine Ware zu handeln und die Bedürfnisse der sensiblen Geschöpfe mit Füßen zu treten. Unsere Beisitzerin Dr. Bettina Brockmüller appelliert: „Auch die sogenannten Nutztiere haben ein Recht auf Leben und wir Menschen haben kein Recht, es ihnen zu nehmen. Tiere sind kein Wirtschaftsgut, aus dem ohne jegliche Rücksicht auf ethische Grundsätze Profit geschlagen werden darf.“

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Bereits im Vorfeld der Demonstration hat sich unsere Jugend- und Aktionsgruppe getroffen und ihren Einsatz vorbereitet. Als Betreuerin der Gruppe hebt unsere Beisitzerin Ivonne Stetefeld hervor: „Tierschutz ist auch Klimaschutz, deswegen ist es wichtig junge Menschen -Tierschützer von morgen- stärker für den Schutz der Tiere und unserer Umwelt zu sensibilisieren, damit die Lebensgrundlagen für zukünftige Generationen erhalten bleiben.“

Der Hamburger Tierschutzverein will hier mit gutem Beispiel vorangehen. Nach einer dreijährigen, von zwei ehrenamtlich Aktiven begleiteten Übergangsfrist bieten wir unseren Gästen nun ein rein veganes Angebot. Die Alternativen zu Kuhmilch sind vielfältig und schmackhaft. Und auch das Backen gelingt ohne tierliche Produkte wunderbar, wie köstliche vegane Rezepte unseres SpatzenCafés beweisen.