Fast verhungerter Kater ausgesetzt – wir bitten dringend um Hinweise

Macho wurde vor gut vier Wochen vor unserem Tierheim ausgesetzt.Macho wurde vor gut vier Wochen vor unserem Tierheim ausgesetzt.Pressemitteilung

Der Hamburger Tierschutzverein (HTV) bittet die Hamburgerinnen und Hamburger um Mithilfe bei der Aufklärung einer schweren Tierquälerei: Der etwa neunjährige, kastrierte Kater Macho wurde stark abgemagert, ausgetrocknet und in einem sehr schlechten Pflegezustand vor unserem Tierheim ausgesetzt. Er wog nur 2,8 Kilogramm – normalerweise wiegen Katzen seiner Größe 4 bis 5 Kilogramm. Leider konnten wir Macho trotz intensiver medizinischer Maßnahmen nicht retten. Der HTV hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Für Hinweise, die zur Ermittlung des Halters oder der Halterin führen, hat der Tierschutzverein eine Belohnung von 500 Euro ausgesetzt.

Am Samstag, den 23. März 2019 wird Macho um 11.20 Uhr vor unserem Tierheim Süderstraße (Hamm-Süd) entdeckt. Ein Besucher des Tierheims hatte einen Weidenkorb mit dem Kater darin vor dem Tierheim-Eingang bemerkt und zum Empfang gebracht. Macho ist stark abgemagert, sein Fell total verfilzt und ungepflegt. In dem Korb liegt ein Zettel, auf dem steht: „Ich bin Macho, ich bin gerade 9 Jahre alt geworden. Meine Familie leidet teilweise an Allergien und ich mache ihnen das auch nicht einfacher durch meine Angstaggression, Schilddrüsenkrankheit und stubenrein bin ich auch nicht mehr. Es wurde schon versucht ein neues zu Hause für mich zu finden aber keiner möchte mich haben!“

Fast verhungert, ausgetrocknet, krank und verfilzt - so wurde Macho gefunden.Fast verhungert, ausgetrocknet, krank und verfilzt - so wurde Macho gefunden.Unser Tierarzt stellte fest, dass Macho stark unterernährt war. Zudem diagnostizierte er eine Exsikkose, also eine, über eine Dehydrierung noch hinausgehende, starke Austrocknung des Körpers durch einen Mangel an Flüssigkeit. Macho war so unterernährt, dass wir versuchen mussten, ihn mit fünf- bis sechs Portionen Futter pro Tag aufzupäppeln. Seine Schilddrüsenüberfunktion und der Schnupfen wurden behandelt. Die Fellpflege konnte nur in kleinen Schritten vorangehen, da Macho darauf mit starkem Stress reagierte.

Wir konnten Macho leider nicht retten

Am 26. April lag Macho matt in seinem Körbchen, konnte nicht mehr stehen und laufen. Er hatte trotz intensiver medizinischer Maßnahmen und Betreuung stark abgebaut. Vermutlich hatten der frühere Futter- und Wassermangel bereits seine Organe geschädigt. Wir konnten sein Leben nicht verlängern, ohne dass es mit Schmerzen und Leiden für ihn verbunden gewesen wäre und unser Tierarzt musste Macho euthanasieren.

Das Einzige was wir nun noch für Macho tun können, ist den Verantwortlichen zu ermitteln, der dem Kater die notwendige tierärztliche Versorgung über längere Zeit vorenthalten hat und darum für das vorzeitige Ende seines Lebens verantwortlich ist. 

Hinweise erbeten: Wir brauchen Ihre Hilfe

In diesem Korb stand Macho vor unserem Tierheim.In diesem Korb stand Macho vor unserem Tierheim.Ermittlungen unserer Tierschutzberatung brachten leider noch keine Ergebnisse. Daher sind wir auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Wenn Sie Macho kennen, Hinweise auf die Halterin oder den Halter machen können oder sogar die Straftat vor unserer Tierheimtür am Vormittag des 23. März 2019 beobachtet haben, wenden Sie sich bitte an unsere Tierschutzberatung. Diese ist montags bis freitags telefonisch zwischen 10 und 14 Uhr unter folgender Nummer erreichbar: Tel. (040) 21 11 06-25. Oder schreiben Sie eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Das Aussetzen eines Tieres stellt einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz (TierSchG) dar und wird mit einem Bußgeld von bis zu 25.000 Euro geahndet. Da in diesem Fall das Tier in einem schlechten gesundheitlichen Zustand ausgesetzt wurde, bei dem tierärztliche Behandlung zwingend vonnöten gewesen wäre, liegen Straftaten nach § 17 TierSchG Absatz 2 in Verbindung mit quälerischer Tiermisshandlung durch Unterlassen nach § 17 Nr. 2 b TierSchG i.V.m. § 13 Abs. 1 StGB vor. Eine Straftat nach dem Tierschutzgesetz kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder Geldstrafe geahndet werden.

Wir bedanken uns für jeden hilfreichen Hinweis, um diese Straftat aufklären zu können!

Wenn Sie unsere Arbeit richtig und wichtig finden, freuen wir uns sehr über Ihre Spende, die unsere ermittelnde Tierschutzarbeit erst möglich macht. Sie können entweder über unser Online-Formular spenden oder Sie spenden per Überweisung auf unser Spendenkonto:

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Spendenzweck: „Tierschutzberatung“

So verfilzt war sein Fell, als wir ihn fanden.So verfilzt war sein Fell, als wir ihn fanden.Er war bis auf die Rippen abgemagert - wir mussten ihn mit reichlich Futter aufpäppeln.Er war bis auf die Rippen abgemagert - wir mussten ihn mit reichlich Futter aufpäppeln.

Dieser Brief lag neben Macho im Korb.Dieser Brief lag neben Macho im Korb.Trauriger, kranker Kater!Trauriger, kranker Kater!

Macho war in diesem erbärmlichen Zustand, als er ausgesetzt wurde.Macho war in diesem erbärmlichen Zustand, als er ausgesetzt wurde.Leider hat Macho es nicht geschafft - die Folgen seiner Vernachlässigung waren zu schwerwiegend.Leider hat Macho es nicht geschafft - die Folgen seiner Vernachlässigung waren zu schwerwiegend.