Gerettete Wellis suchen ein Zuhause

In völlig verdreckten Käfigen kamen die Wellis in unsere Obhut.In völlig verdreckten Käfigen kamen die Wellis in unsere Obhut.Mehr als ein Dutzend Wellensittiche wurden aus schlechter Haltung befreit und zu uns ins Tierheim gebracht. Bei uns haben sich die Wellis gut erholen können und suchen nun ihr liebevolles Zuhause.

13 Wellensittiche befanden sich in völlig verdreckten kleinen Käfigen, die zum Teil mit Plastiktüten verhängt waren. Es gab nur vereinzelte versiffte Stangen zum Sitzen, kein frisches Futter und kein Wasser in den zu engen Behausungen. Einige Käfige waren in der Mitte durch eine Holzwand getrennt, sodass die Vögel noch weniger Platz hatten. Auf dem dreckigen Boden lagen teilweise schon tote Artgenoss*innen. Die Tiere wurden offenbar als Brutmaschinen gehalten, da sich in den Käfigen Nistkästen und bereits unbefruchtete Eier befanden. Die armseligen Tiere waren bis auf die Haut abgemagert. Sie kamen als behördliche Sicherstellung aus dem Bezirk Eimsbüttel zu uns. Ein Wellensittich war schon so geschwächt, dass er leider in der ersten Nacht bei uns im Tierheim verstarb.

Kein frisches Futter, auch Wasser fehlte.Kein frisches Futter, auch Wasser fehlte.Mehrere Vögel lagen bereits tot auf dem Boden.Mehrere Vögel lagen bereits tot auf dem Boden.Oder versuchten entkräftet, ihre unbefruchteten Eier zu behüten.Oder versuchten entkräftet, ihre unbefruchteten Eier zu behüten.

Auf der Suche nach guter Gesellschaft

So sehen die Wellis bei uns aus: Munter und fröhlich warten sie auf ein fürsorgliches Zuhause.So sehen die Wellis bei uns aus: Munter und fröhlich warten sie auf ein fürsorgliches Zuhause.Die 12 verbleibenden Wellis haben wir liebevoll gepflegt und aufgepäppelt – sie haben sich mittlerweile gut erholt und sind bereit, in ihr dauerhaftes Zuhause zu ziehen. Wellensittiche sind Schwarmvögel und müssen daher mindestens zu zweit gehalten werden. Andernfalls sehen die Tiere den Menschen als Sozialpartner an – ein Mensch kann jedoch unmöglich die Bedürfnisse der Tiere vollumfänglich erfüllen: sei es die permanente Gesellschaft, die gegenseitige Gefiederpflege oder das gegenseitige Füttern. In vielen Fällen entwickeln Vögel in Einzelhaltung sogar Verhaltensprobleme wie rupfen, schreien oder Aggressionen gegen andere.

Für unsere Wellis, die es bisher so schwer hatten, wünschen wir uns die Vermittlung in eine Gruppe – je mehr Gesellschaft, desto besser. Die munteren Piepmätze benötigen täglich genügend Freiflug. Um eine Vermehrung der Tiere zu verhindern, werden üblicherweise die Eier frühzeitig durch Imitate ausgetauscht – das ist wesentlich schonender für die Wellensittiche als eine Kastration.

Endlich in Sicherheit.Endlich in Sicherheit.Es ist schön zu sehen, wie wohl sie sich fühlen!Es ist schön zu sehen, wie wohl sie sich fühlen!

Tiere sind keine Ware: Adop’t, don’t shop!

Die Vermehrung von Tieren für den Handel ist leider sehr oft mit großem Leid verbunden: Als reine Gebärmaschinen werden Tiere, wie auch in diesem Fall, viel zu oft völlig unzureichend versorgt. Während in Tierheimen bundesweit bereits tausende Schützlinge auf ihre Familien warten, werden weitere Geschöpfe aus Profitgier „produziert“. Hinzu kommt, dass die Zucht auf bestimmte Farben und Merkmale gesundheitliche Schäden verursacht: Bei Wellensittichen lag die durchschnittliche Lebenserwartung vor 30 Jahren noch bei etwa 12 bis 15 Jahren, heute werden die Vögel im Durchschnitt höchstens neun Jahre alt. Insbesondere auf Plattformen wie eBay Kleinanzeigen floriert das Geschäft mit den bunten Vögeln und weiteren anspruchsvollen Exoten, die dort oft ohne Vorwissen und die entsprechende Ausstattung für eine artgemäße Haltung ge- und verkauft werden.

Tiere sind für uns jedoch keine Ware, daher lehnen wir jede Form von Tierhandel konsequent ab! Der Hamburger Tierschutzverein (HTV) hat sich bereits öffentlich mit seinem Dachverband, dem Deutschen Tierschutzbund, gegen eine Tiervermittlung über eBay Kleinanzeigen ausgesprochen und damit auch an weitere Tierschutzvereine appelliert. Die Händler nutzen die Unwissenheit der Verbraucher*innen aus, die oft nicht zwischen Anzeigen aus dem Tierschutz und unseriösen Angeboten unterscheiden können.

Bei uns finden alle Tiere einen sicheren Hafen. Um Schützlinge in Not wie unserer Welli-Bande bestmöglich zu versorgen, sind wir auf Ihre Spende angewiesen.

Spenden Sie jetzt online oder direkt auf unser Konto bei der GLS Gemeinschaftsbank e.G.:

IBAN: DE15 4306 0967 2075 7633 00
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