Skrupelloser Handel mit Tierkindern verhindert

Rudi und Erna können nun einer unbeschwerten Zukunft entgegenblicken.Rudi und Erna können nun einer unbeschwerten Zukunft entgegenblicken.Unsere Tierschutzberatung hat erfolgreich illegalen Handel mit Tierkindern verhindert. Ein uns bekannter, skrupelloser Hundewelpenhändler hatte seinen Verkauf trotz Verbot sogar auf Rassekatzen ausgeweitet. Insgesamt 32 Hunde und Katzen* konnten gerettet werden und wurden bereits glücklich vermittelt oder suchen noch ihr liebevolles Zuhause.

*Alle Tiere (Französische Bulldoggen und Bengalen) wurden bereits vermittelt oder befinden sich in Vermittlung!

Unserer Tierschutzberatung wurde ein weiterer Fall von illegalem Handel mit Französischen Bulldoggen gemeldet. Die Ermittlungen ergaben: Es handelte sich dabei um einen skrupellosen Welpenhändler, der uns bereits durch den Verkauf etlicher, gesetzeswidrig eingeführter Französischer Bulldoggenwelpen bekannt ist. Wir nahmen in den vergangenen Jahren viele der sichergestellten Hundekinder bei uns auf, bis dem Mann endlich ein Hundehaltungsverbot auferlegt wurde. Wie sich herausstellte, ging der Handel aber ohne Skrupel weiter und wurde sogar um den Verkauf von Rassekatzen erweitert! Allein im Oktober und Dezember 2019 sowie im März 2020 nahmen wir insgesamt neun sichergestellte Bengalkatzen sowie 13 Französische Bulldoggenwelpen auf. Die weiblichen Bengalen waren alle tragend, sodass in unserem sicheren Hafen zehn Katzenwelpen zur Welt kamen. Alle 19 Katzen und 13 Hunde wurden und werden bei uns liebevoll gepflegt – viele von ihnen haben bereits ihre neuen Familien gefunden. Für unsere Hunde Erna und Rudi sowie die Katzen Mary, Motte und Lotte suchen wir noch verantwortungsvolle Halter*innen. Andere Artgenossen befinden sich noch in Behandlung, weitere drei Katzen sind derzeit tragend. Um die werdenden Mütter und ihren Nachwuchs kümmern wir uns bestmöglich, bis sie bereit für die Vermittlung sind.

Neun Bengalen retteten wir davor, als Ware online gehandelt zu werden.Neun Bengalen retteten wir davor, als Ware online gehandelt zu werden.Die weiblichen Katzen waren alle tragend, so kamen bei uns bereits die ersten Schützlinge zur Welt.Die weiblichen Katzen waren alle tragend, so kamen bei uns bereits die ersten Schützlinge zur Welt.Wenn Ihr alt genug seid, finden wir auch für Euch ein fürsorgliches Zuhause!Wenn Ihr alt genug seid, finden wir auch für Euch ein fürsorgliches Zuhause!

Wie kam er zu der Rettung?

Ein Interessent hatte uns über den illegalen Handel mit Tierkindern informiert. Er war über die Verkaufsplattform „Deine Tierwelt“ auf eine Annonce des Händlers aufmerksam geworden. Darin hieß es, die Welpen würden kaum haaren, seien pflegeleicht und hätten schon einen Rundum-Check beim Tierarzt erhalten. Der Interessent nahm Kontakt zu dem Verkäufer auf und traf sich mit ihm in Hamburg-Bergedorf. Vor Ort wollte der Händler allerdings nur einen schnellen Kauf abwickeln: Für die Welpen, die ursprünglich 925 Euro kosten sollten, bot er 50 Euro Rabatt an – wenn der Interessent sofort kaufen und bezahlen würde. Dieser bekam Zweifel und nahm von dem Kauf Abstand. Stattdessen informierte er unsere Tierschutzberatung, die ihre Erkenntnisse umgehend an die zuständige Behörde in Bergedorf weitergab. Bei einem neuen Termin mit dem Händler erschien nun der behördliche Hundekontrolldienst und konnte jüngst sieben Französische Bulldoggen sowie drei Bengalkatzen sicherstellen.

Adopt, don’t shop – ohne Tierleid!

Dieser Fall beweist einmal mehr, dass Händler*innen trotz behördlicher Tierhaltungsverbote nicht davon absehen, Tiere online als Ware und noch dazu illegal zu handeln. Das Geschäft insbesondere mit Tierkindern ist sehr lukrativ und die Strafen bei illegalem Tierhandel viel zu gering. Dabei geht die Geldmache weiter auf Kosten der Welpen, die oft viel zu früh von ihrer Mutter getrennt und nur mangelhaft versorgt werden. Hilfe können die Tierkinder also nur von aufmerksamen Bürger*innen erwarten, die Verstöße gegen das Tierschutzgesetz beobachten und diese auch melden.

Der Melder, der ursprünglich einen Welpen über das Internet kaufen wollte, hat nun übrigens eines der geretteten Hundekinder bei uns adoptiert. Dabei wurde er durch unser kompetentes Fachpersonal beraten und der Welpe erhielt einen umfangreichen Tierarzt-Check. Unser Appell an Sie lautet daher: Adop’t, don’t shop! Auch im Tierschutz finden Sie Welpen und Rassetiere sowie viele andere liebenswerte Schützlinge.