Fahndungsaufruf: Wer hat diese vier Welpen im Karton ausgesetzt?

Mit Glück sind die Welpen einem schlimmen Schicksal entgangen.Mit Glück sind die Welpen einem schlimmen Schicksal entgangen.Pressemitteilung

Am 10. Oktober 2021 wurden um 19.30 Uhr vier Jack-Russell-Terrier-Mischlingswelpen in einem Karton im Speckenweg, Bergedorf, entdeckt. Der Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V. (HTV) bittet die Bevölkerung um Mithilfe: Wer kennt die Welpen bzw. ihre Halter:innen oder hat etwas Verdächtiges beobachtet? Der HTV setzt für Hinweise, die zu den für die Aussetzung verantwortlichen Personen führen, eine Belohnung von 500 Euro aus.

Ein Passant hatte die ausgesetzten Welpen am Sonntag, den 10. Oktober, um 19.30 Uhr mit seinem Hund im Speckenweg entdeckt und sie am Folgetag in die Obhut des HTV ins Tierheim Süderstraße gebracht. Im Karton befand sich eine blaue Decke. Die Tiere waren verfloht, ansonsten aber glücklicherweise in einem guten Zustand. Sie wurden bereits behandelt und werden nun in der Welpenstation liebevoll betreut. Die Hunde wurden auf ein Alter von etwa acht Wochen geschätzt – sie haben alle schwarz-weißes Fell mit unterschiedlich stark ausgeprägten Abzeichen und wurden auf die Namen Mali, Mira, Maja und Colja getauft. Menschen gegenüber zeigen sie sich freundlich, neugierig und munter. Das Quartett ist ab dem 20. Oktober frei zur Vermittlung.

Der kleine Colja ist der Hahn im Korb.Der kleine Colja ist der Hahn im Korb.Die liebe Mira.Die liebe Mira.

Die aufgeweckte Maja.Die aufgeweckte Maja.Die süße Mali.Die süße Mali.

Wer kann Hinweise geben?

Wie konnte jemand Mali und ihren Geschwistern noch so etwas antun?Wie konnte jemand Mali und ihren Geschwistern noch so etwas antun?Wir kümmern uns liebevoll um die vier Geschwister, die wie Müll entsorgt wurden.Wir kümmern uns liebevoll um die vier Geschwister, die wie Müll entsorgt wurden.

„Inwieweit es sich bei den ausgesetzten Welpen um Opfer des illegalen Welpenhandels handelt, können wir nicht sagen. Möglich ist auch, dass die Tiere als ungewollter Nachwuchs entsorgt wurden“, erläutert die tierärztliche Leitung Dr. Urte Inkmann. Sie fährt fort: „Der massive Flohbefall deutet auf Vernachlässigung hin und die Aussetzung bestätigt ein skrupelloses Vorgehen gegenüber den Tieren. Die Welpen hätten sich bei sinkenden Temperaturen in der Nacht verkühlen können, was sich schnell zu einer lebensgefährlichen Situation entwickelt.“

„Wir sind froh, dass Mali, Mira, Maja und Colja von einem aufmerksamen Passanten gefunden wurden, bevor Schlimmeres passiert ist. Da wir bislang keine weiteren Anhaltspunkte haben, zu wem sie gehören, bitten wir die Hamburgerinnen und Hamburger dringend um Hinweise“, betont die 2. Vorsitzende des HTV Dr. Gabriele Waniorek-Goerke. Für Angaben, die zur Ergreifung der Täter:innen führen, hat der HTV eine Belohnung in Höhe von 500 Euro ausgesetzt.

Bitten helfen Sie uns, den oder die Täter:innen zu finden.Bitten helfen Sie uns, den oder die Täter:innen zu finden.Danke für Ihre Hinweise!Danke für Ihre Hinweise!

Wer hat am Sonntag, den 10. Oktober, vor 19.30 Uhr im Speckenweg in Bergedorf – oder in der Nähe – auffällige Personen oder Handlungen beobachtet? Wem kommen die Welpen bekannt vor – oder wer weiß, dass entsprechende Hunde nicht mehr in ihrem Zuhause sind? Bitte wenden Sie sich umgehend an die HTV-Tierschutzberatung: montags bis freitags von 10 bis 14 Uhr telefonisch unter der 040 211106-25 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Vermittlungsanfragen werden nicht mehr angenommen!

Das Aussetzen eines Tieres stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann gemäß § 18 Abs. 1 Nr. 4 TierSchG mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro bestraft werden. Im Einzelfall, wenn der Tod oder schwere Verletzungen des Tieres durch die Umstände der Aussetzung billigend in Kauf genommen werden oder das Tier durch die Aussetzung und deren Folgen sogar zu Tode kommt, handelt es sich um eine Straftat gem. § 17 TierSchG. Diese kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe geahndet werden.