Stumpi, Brösel und Mücke geht es gut – Tierschutzberatung hofft auf hilfreiche Hinweise

Brösel hat wie auch seine beiden Geschwister in den vergangenen Wochen gut zugenommen.Brösel hat wie auch seine beiden Geschwister in den vergangenen Wochen gut zugenommen.22. Juni 2018

Die drei Mischlingswelpen, die Ende Mai am Stephansplatz/Esplanade auf einem Grünstreifen aufgefunden wurden, entwickeln sich prächtig. Dank der liebevollen Pflege und Fürsorge unserer Tierpflegerinnen haben alle bereits die Ein-Kilo-Marke überschritten. Hilfreiche Hinweise, wer die Tiere am 25. Mai 2018 ausgesetzt hat, sind jedoch leider bislang nicht bei unserer Tierschutzberatung eingegangen.

Für Stumpi kann es beim Essen nicht schnell genug gehen. Er ist der Stärkste der drei kleinen Racker, hat sogar schon einen Eckzahn und bringt schon fast 1,4 Kilo auf die Waage. Mücke braucht immer etwas mehr Zeit, ehe sie Geschmack an der leckeren Ersatzmilch gefunden hat. Brösel und auch seine beiden Geschwister probieren außerdem schon täglich spezielles Nassfutter für Welpen. Nach wie vor schlafen die Drei sehr viel, entwickeln aber auch immer mehr Spielfreude.

Bereits jetzt erhalten wir zahlreiche Anfragen für die Welpen. Sie sind jedoch noch nicht zur Vermittlung frei und können leider auch nicht von Besuchern angeschaut werden, da das Infektionsrisiko bei so kleinen Lebewesen zu hoch ist. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir die Tiere in einem geschützten Raum aufziehen.  

Nach der Mahlzeit erst mal ein Schläfchen!Nach der Mahlzeit erst mal ein Schläfchen!Rückblick:
Am 25. Mai 2018 wurden die drei kleinen Geschwister in der Hamburger City sich selbst überlassen und damit der Gefahr des Todes ausgesetzt: Sie waren zum Zeitpunkt der Aussetzung höchstens eine Woche alt und damit ohne ihre Mutter oder menschliche Versorgung völlig hilflos. Die Finderin brachte die höchstens eine Woche alten Hunde zur Polizei. Unsere Tierrettung holte die hilflosen Tiere umgehend in unsere Obhut.

Das Aussetzen der Tiere stellt einen gravierenden Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar und wird mit einem Bußgeld von bis zu 25.000 Euro geahndet. Da in diesem Fall die Welpen hilflos dem Tod durch Verdursten und Verhungern ausgesetzt wurden, liegt auch eine Straftat nach § 17 Tierschutzgesetz Absatz 2 vor. Diese kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder Geldstrafe geahndet werden. Der Hamburger Tierschutzverein hat daher Strafanzeige erstattet und setzt für Hinweise, die zur Überführung des Täters oder der Täter führen, eine Belohnung in Höhe von 500 Euro aus.

Larissa Damerau wiegt ihre drei kleinen Schützlinge regelmäßig.Larissa Damerau wiegt ihre drei kleinen Schützlinge regelmäßig.Da bisherige Ermittlungen unserer Tierschutzberatung keine Ergebnisse brachten, sind wir weiterhin auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Wenn Sie die Welpen bzw. die Mutterhündin kennen oder diese Straftat unweit des Dammtor-Bahnhofs sogar beobachtet haben, wenden Sie sich bitte an unsere Tierschutzberatung: 040 211106-25, die telefonisch montags-freitags von 10 bis 14 Uhr erreichbar ist oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Wir bedanken uns für jeden hilfreichen Hinweis, um diese Tat aufklären zu können!

Allgemein gilt: Niemand muss ein Tier aussetzen! Egal aus welchen Gründen man sich nicht mehr um das eigene Haustier kümmern kann oder will – in jedem Fall sollte man das Tier persönlich in einem Tierheim abgeben. Bei der Abgabe können wichtige Informationen über das Tier (z. B. gesundheitliche Besonderheiten, Alter, Charakter) übermittelt werden. So kann schnell ein neues, passendes Zuhause für das Tier gefunden werden.