Bürgerschaftswahl: Welche Partei für den Tierschutz?

Die Zahl von Tierversuchen muss deutlich gesenkt werden! Diese und weitere Forderungen stellen wir an die Politik. Foto: Ärzte gegen Tierversuche e.V.Die Zahl von Tierversuchen muss deutlich gesenkt werden! Diese und weitere Forderungen stellen wir an die Politik. Foto: Ärzte gegen Tierversuche e.V.Die Bürgerschaftswahl am 23. Februar 2020 gibt die politische Marschrichtung in puncto Tierschutz für die kommenden vier Jahre vor. Was wir von der Hamburger Politik fordern und welche Schwerpunkte die Parteien, die eine Chance auf eine Regierungsbeteiligung haben – SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke und FDP – selbst zum Wohle der Tiere setzen wollen, erfahren Sie hier.

Die aktuelle Tierschutzpolitik in der Freien und Hansestadt Hamburg ist aus unserer Sicht nicht zufriedenstellend – viele unserer Forderungen blieben in den vergangenen Jahren vom rot-grünen Senat unerfüllt. Was wollen die Parteien nun in Zukunft für den Tierschutz tun? Anlässlich der bevorstehenden Bürgerschaftswahl haben wir uns die Wahlprogramme von SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke und FDP angeschaut und ihre tierschutzrelevanten Aussagen nach bestem Wissen und Gewissen übersichtlich für Sie zusammengestellt.

Unsere sieben Forderungen an die künftigen Regierungsparteien sind klar:

1. Der Widerruf der Erlaubnis zur Tierhaltung für das LPT-Neugraben kann nur der erste Schritt sein. Es müssen ernsthafte Anstrengungen unternommen werden, die Tierversuchszahlen in Hamburg deutlich zu senken und es muss effektiv am Ausstieg aus Tierversuchen gearbeitet werden.
2. Ein Hamburger Hundegesetz ohne Rasselisten! Keine reine Vermutung der Gefährlichkeit von Hunden – ob ein Hund gefährlich ist oder nicht, kann nur ein individuelles Gutachten entscheiden.
3. Keine städtischen Flächen mehr für Zirkusse mit Wildtieren zur Verfügung stellen!
4. Den Verkauf lebender Tiere auf dem Fischmarkt und weiteren Märkten verbieten!
5. Die Zurschaustellung der Dom-Ponys verbieten!
6. Mit einer Katzenschutzverordnung unkontrollierte Vermehrung verhindern!
7. Fütterungsverbot für Tauben aufheben! Die Bestandsregulierung von Stadttauben mit Taubenschlägen fördern!

Werden auch Sie aktiv! Erkundigen Sie sich bei Ihren Bürgerschaftskandidat*innen, wie sie zu den oben genannten und eventuellen weiteren Tierschutzthemen stehen auf www.abgeordnetenwatch.de. Hier können Sie jedem und jeder einzelnen Abgeordneten sowie Kandidat*in der Hamburger Bürgerschaft konkrete Fragen zum Tierschutz stellen. Bei der Wahl, welche Partei Ihre Tierschutzinteressen vertritt, hilft auch der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung.