Tod und Zerstörung durch Laubbläser und Laubsauger

Leider erholt sich nicht jeder Igel von seinen Verletzungen. Für einige Geschöpfe kommt jede Hilfe zu spät.Leider erholt sich nicht jeder Igel von seinen Verletzungen. Für einige Geschöpfe kommt jede Hilfe zu spät. Igel bereiten sich langsam auf den Winterschlaf vor. Sie freuen sich, wenn in Gärten und anderswo die Laubhaufen als sicheres Quartier liegen bleiben. Eine elektronische Laubbeseitigung ist für sie hingegen eine Gefahr die sie sogar ihr Leben kosten kann.

Erst kürzlich informierte unser Diplombiologe und Pressesprecher Sven Fraaß im Gespräch mit Zeit Online, wann Igel in der kälteren Jahreszeit Hilfe benötigen und wie diese aussehen kann. Viele gestachelte Freunde geraten überhaupt erst durch den Eingriff des Menschen in die Natur in Not. Laubsauger bzw. Laubbläser werden zunehmend eingesetzt, um Natur zu beseitigen, die vielen Menschen nicht ordentlich genug ist. Gegenüber Laubrechen, die geräuscharm und naturschonend eingesetzt werden können, sind sie regelrecht schonungslos. Im Hinblick auf die Tierwelt bringen sie nämlich große Nachteile mit sich. Die störungsintensiven Bläser und Sauger zerstören wichtige Lebensräume und Nahrungsgründe von Tieren wie etwa Igeln und verletzen oder töten diese sogar. Durch den Einsatz von Laubbläsern und Laubsaugern kann es folglich zur Verletzung der Verbotstatbestände nach § 44 Abs. 1 Nrn. 1 bis 3 Bundesnaturschutzgesetz kommen.

Um die gesetzlichen Vorschriften zum Schutz der heimischen Tierwelt und ihrer Lebensräume sowie zum Schutz der Biodiversität einzuhalten, sollte daher bei der Bearbeitung von Grünanlagen auf eine Beseitigung des Laubes in bzw. vor Gehölzstrukturen verzichtet werden. Der Hamburger Tierschutzverein appelliert daher eindringlich: Bitte sorgen Sie dafür, dass in Ihrem Verantwortungsbereich keine Laubsauger oder -bläser in oder an Gehölzen eingesetzt werden. Somit tragen Sie einen Teil zum Schutz unserer Natur bei und schützen Sie sich vor Verfolgung eventueller Verletzungen von Verbotstatbeständen nach § 44 BNatSchG, welche zur Ahndung im Rahmen eines Bußgeldverfahrens führen können.

Für weitere Informationen verweisen wir auf die Broschüre der Stadt Hamburg "Grüne Vielfalt im Wohnquartier", in welcher praktische Tipps zum Erhalt und zur Steigerung der biologischen Vielfalt in Hamburg gegeben werden.