Oskar & Erna

Moin Moin nach Hamburg!

Im September sind wir ins Bergische Land umgezogen und gut angekommen! Erna und ich möchten „Danke“ sagen an Sven* und seine liebe Mannschaft – die haben uns im Tierheim toll gehegt und gepflegt.

In unserem neuen Zuhause geht es uns super. Auf dem Balkon gibt es Futter frisch vom Strauch. Ich habe anfangs zu wenig gegessen, wie meine Pfleger im Kleintierhaus ja auch schon berichtet hatten. 50 Gramm hatte ich weiter abgenommnen, da sind meine Menschen mit uns zum Facharzt für Reptilien gefahren. Er stellte fest, dass Erna und ich vollkommen gesund sind! Meine verdrehten Krallen und die fehlende Zehe am linken Füßchen resultieren aus der nicht artgemäßen Haltung in meinem früheren Zuhause – wahrscheinlich musste ich immer nur auf glattem Boden laufen. Und mein Buckel kommt von der fehlenden Beleuchtung. :-(((
Wahrscheinlich habe ich dort auch nie richtiges Futter bekommen, darum war ich immer so wählerisch. Jetzt haue ich richtig rein: zwei- bis dreimal Heuschrecken pro Woche, jeden Tag Salat aus verschiedenen Sorten und dazu noch Grünfutter! Der absolute Renner bei uns sind Golliwoog – und Blaubeeren! Wenn die Beeren über den Fußboden kugeln, gibt's für Erna kein Halten mehr. Ich bin ruhiger und warte lieber ab, bis mir mal so‘n Teil vor die Füße rollt.

Wir sind nicht permanent im Terrarium: Im Sommer, bei entsprechenden Temperaturen, waren wir stundenlang auf unserem Balkon zum Sonnen und Spielen. Unsere Menschen meinen, dass Sonne immer noch das beste UV-Licht hat (obwohl die Expertenmeinungen da weit auseinander gehen). Aber ihre verstorbenen Agamen bekamen auch Auslauf und sind beide knapp 17 bis 18 Jahre alt geworden.

Wenn es ums Schlafen geht, sind Erna & ich superpünktlich: Im Terrarium geht gegen 19 Uhr die Sonne aus. Wir liegen aber meistens schon zehn Minuten vorher auf unseren Schlafplätzen! Meinen Platz kann ich inzwischen auch gut gegen Erna verteidigen. 

Wir fühlen uns bei unseren Menschen total wohl – und haben auch keinerlei Scheu vor Fremden. Wenn unsere Zweibeiner die Hand ins Terrarium stecken, klettern wir auf den Arm – Erna ist dabei etwas schneller, als ich.

Hoffentlich macht unsere Geschichte auf „kleine“ Schicksale aufmerksam und unsere Artgenossen im Tierheim bekommen so auch die Chance auf ein schönes Zuhause.

Viele liebe Grüße
Euer Oskar mit Erna & Co.

* Sven Bernhardt ist Leiter der Kleintierhäuser