Liebes Tierheim-Team,

vor sieben Monaten habe ich die bezaubernde Katzendame Emma bei euch adoptiert. Es ist so wunderschön mit ihr ...

6 Wochen Emma

Wir sind noch am Anfang unserer gemeinsamen Zeit und ich bin einfach nur so froh, dass Emma sich so schnell eingewöhnt hat. Damit war nach der Beschreibung von euch nicht zu träumen und sie hätte alle Zeit der Welt bekommen. Ein richtiges Kennenlernen war aufgrund ihrer zurückhaltenden, ängstlichen und scheuen Art bei euch im Tierheim nicht wirklich möglich, sie ist nicht rausgekommen, nur ein kleiner Blick aus der letzten Ecke. Es war die Adoption der Katze im Sack, wie eure Tierpflegerin so schön sagte. Dennoch habe ich sie gesehen und spürte sofort: Emma und ich gehören zusammen und werden ein gutes Team, wenn nicht im Sprint, dann halt im Marathon.

In diesen sechs Wochen ist so viel Liebe für diese kleine zarte Katzenseele in mir entstanden.

Die ersten drei Tage waren emotional aufreibend. Bis zum ersten Fressen, Trinken und Toilettengang. Danach ging es bergauf. Die ersten Kuscheleinheiten waren vorsichtig von beiden Seiten, ich wollte sie nicht überfordern und nichts falsch machen. Nun ist sie nach ihren Bedingungen ein kleines Kuschelmonster und kommt nachts auch gerne ins Bett.

Gerne werde ich auch mit einem beherzten Sprung auf den Schreibtisch im Homeoffice von der Arbeit abgehalten. Eine schönere Ablenkung kann man sich ja nicht wünschen. 😉

Der Balkon ist ihr Lieblingsplatz, abends reinkommen ist nicht so ihr Ding. Selbstverständlich verhungert Emma hier bei mir immer…also zumindest, wenn man sie fragen würde.

Die anderen fischigen Mitbewohner wurden bisher eher ignoriert, aber auch mal ein neugieriger Blick riskiert.

Typisch für ihre 10 ½ Jahre schläft Emma viel, aber auch Spieleinheiten werden als Abwechslung gelegentlich angenommen. Vor allem bei ihren süßen Zoomies - da bekommt man das Gefühl ein kleines Kitten als Mitbewohnerin zu haben. Sie lässt sich mit großer Vorliebe das so samtige Fell bürsten, der Genuss ist zu sehen und auch zu hören. Der Schnurrmotor ist dann auf höchster Stufe eingestellt. Besucher werden nach einiger Zeit vom Nahen beäugt und wenn sie Glück haben, holt sie sich auch dort ihre Streicheleinheiten ab. Alles geschieht in ihrem Tempo, alles in ihrem Rhythmus.

Update November 2025

Aus sechs Wochen Emma sind nun sechs Monate Emma geworden. Die Entscheidung sie zu adoptieren, wurde in keiner Sekunde bereut und die Liebe wächst von Tag zu Tag.

Der Gedanke, dass das Ankommen nach sechs Wochen abgeschlossen ist ... sehr naiv - es hat natürlich deutlich länger gedauert. Nun werde ich zu meinen Bürotagen am Fenster verabschiedet und abends an der Haustür begrüßt, mehrfach im Homeoffice auf dem Schreibtisch bekuschelt (gerade liegt sie wieder in meinem Arm) und entstandene Rituale werden lauthals eingefordert, damit das Betthupferl auch ja nicht vergessen wird. Typisch Katze wird hier mehr gelüftet denn je, damit die feine Katzendame jederzeit die Nase in die frische Luft strecken und die menschliche Mitbewohnerin frieren kann. Das Bett wird jede Nacht geteilt, mal eng angekuschelt, mal auf mir drauf, oder auch mal Pfoten im Gesicht.

Es ist so schön zu beobachten, wie aus der zurückhaltenden und schüchternen Katzendame wieder eine selbstbewusste Katze voller Liebe und doch mit starkem Willen geworden ist.

Liebes Team vom Hamburger Tierschutzverein, ich danke euch vom Herzen, dass ihr mir Emma anvertraut habt, auch wenn ich keine Katzenerfahrungen hatte, so wie es am liebsten gewünscht war. Danke, dass ihr euch so toll in den vier Wochen, in denen Emma bei euch war, um sie gekümmert habt. Danke für eure ganze Arbeit im Tierschutz.

Meine kleine Emma: Du kleine zarte Katzenseele mit dem süßesten leisen Miauen der Welt. Danke, dass du meine Mitbewohnerin geworden bist und mir dein Vertrauen geschenkt hast. Du hast hier dein neues Für-immer-Zuhause gefunden, das verspreche ich dir.

Liebe Grüße
Stephanie & Emma