Hallo zusammen,

Fiete hat zwar nicht lange im Tierheim Süderstraße Zwischenstopp gemacht, trotzdem möchte auch ich jetzt endlich die Gelegenheit nutzen, zu erzählen, wie es ihm mittlerweile geht.

Der „Schnuppi“ lebt jetzt seit fast einem Jahr bei mir und aus uns beiden ist ein richtig gutes Team geworden! Der Anfang, vor allem Monat 2 bis 4, waren eine Herausforderung: Ich als Hundeanfängerin und der Kerl mit der – im wahrsten Sinne des Wortes – großen Klappe, der das Gefühl hatte, für alles und jeden die Verantwortung übernehmen zu müssen, obwohl er selbst nicht so genau wusste, wie das eigentlich geht ... Und so wurde eben bei jeder Gelegenheit erstmal gebellt, seine Antwort auf alles. Aber mit sehr viel Konsequenz und Geduld, einer guten Hundetrainerin (die aber natürlich eigentlich den Menschen trainiert) und sehr viel Zeit habe ich jetzt verstanden, was er braucht, um die Verantwortung abgeben zu können. Mittlerweile überlässt er mir in den meisten Situationen die Führung und hat verstanden, dass ich entscheide und er sich ganz entspannt im Hintergrund halten kann. Natürlich gibt es immer noch Tage, an denen wir beide eine kurze Zündschnur haben, er am Bellen und ich am Verzweifeln … Aber diese Tage sind schon so viel weniger geworden und ich kann mittlerweile gut damit umgehen, wenn es doch nochmal passiert. Unser größter Erfolg: An den allerallermeisten Hunden kommen wir schon auch auf kurze Distanz sehr entspannt vorbei.

Situationen, in denen er doch aus der Hose springt, sind selten geworden und ich bin wirklich stolz auf seine entwickelte Selbstbeherrschung. Vor allem aber bin ich stolz darauf, wie beliebt er in meinem Umfeld geworden ist: Meine Familie ist ganz vernarrt in den Charmeur mit den unwiderstehlichen Klappohren, sie lieben ihn und er liebt sie, und auch meine Kolleg*innen (er ist ein richtiger Bürohund geworden) haben ihn direkt ins Herz geschlossen. Da werden dann auch an Tagen, an denen doch nochmal jede Bewegung auf dem Büroflur wuffenderweise kommentiert wird, beide Augen zugedrückt.

Fiete und ich sind sehr viel zusammen draußen, machen lange Wanderungen (auch 1000 Höhenmeter sind kein Problem für ihn), spielen und apportieren und abends auf dem Sofa ist er richtig kuschlig geworden.

Aktuell üben wir außerdem den bombensicheren Rückruf; dass Lebensmittel, die im Park rumliegen, nicht automatisch zum Verzehr geeignet sind, und dass die Wohnungsklingel nicht bedeutet, dass man das ganze Haus zusammenbellen muss. Es wird! Und es wird gut! Ich möchte meinen treuen ständigen Begleiter nicht mehr missen und bin so froh und dankbar, dass ich letztes Jahr das richtige Timing hatte und Fiete gerade dann im Tierheim auf mich gewartet hat.

Vielen Dank auch nochmal an das tolle Team für die Betreuung während meiner vielen Besuche und für die sehr nette Vermittlung!!

Ganz liebe Grüße
Lena & Fiete