Liebes Tierheim-Team,

vor gut einem halben Jahr ist unsere kleine Rumänin Inka zu uns gezogen. Die ersten Wochen waren für alle sehr aufregend. Da Inka bisher in ihrem Leben nur Tierheime kannte, war sie dementsprechend aufgeregt die Welt zu entdecken.

Die Treppen im Haus? Gruselig! Pipi machen im Garten? Gruselig! Dann sich doch lieber im Wohnzimmer erleichtern. Gerne auf dem Teppich. Autos, Fahrräder, Jogger, andere Hunde? Ober gruselig! Lustigerweise fand Inka das Fahren im Lastenrad ab Tag eins super!

Nachdem alle Teppiche aus dem Haus verbannt wurden, der Putzeimer quasi im Dauereinsatz war, und Herrchen bei Inka im Wohnzimmer schlief, da sie das oberste Stockwerk ja ebenfalls gruselig fand, beruhigte sich die Lage irgendwann. Tag für Tag, Woche für Woche und Monat für Monat, wurde alles besser.

Mittlerweile ist unsere kleine Zaubermaus gut zuhause angekommen. Der Garten wird ausgiebig genossen: Gerne wird dort eine Stunde alleine im Schnee gespielt, Mäuse gejagt und freche Vögel verbellt. Treppen werden hoch und runtergerannt, als ob nie etwas gewesen wäre - und in jedem Raum gibt es mindestens eine Lieblingsstelle zum Schnorcheln. Besonders gerne schläft sie im großen Bett auf unseren Kissen. Die riechen ja so schön nach Frauchen. Aber auch das Sofa im Wohnzimmer ist beliebt, besonders abends beim Fernsehgucken neben ihren Menschen. Inkas größte Leidenschaft – neben essen – ist nämlich das Kuscheln. Kuscheleinheiten werden deutlich eingefordert und mehrmals am Tag bestellt und abgeholt :-)

Ansonsten hat sich unser Mädchen als pfiffiges Superbrain entpuppt: Türen zu öffnen, indem man gezielt Türklinken bedient, sind ein leichtes für Inka. Diese Fähigkeit wird genutzt, um im Kinderzimmer Kuscheltiere zu klauen und diesen die Nase abzukauen - oder in der Küche einzubrechen und von der Anrichte Essen zu klauen. Beliebtestes Ziel sind dabei Butterpäckchen oder geschmierte Brote. In der Hundeschule zeigt sich Inka ebenfalls sehr wissbegierig und oberschlau.

Besonders freut uns, dass das Zusammenleben mit unserem alten Ersthund so gut klappt. Inka war von Anfang an sehr höflich und respektvoll gegenüber unserem 16-jährigen Hunde-Opi. Auch unsere 6-jährige Tochter liebt sie sehr und trubeligen Kinderbesuch schläft sie gelassen weg.

Hundebegegnungen sind immer noch eine größere Baustelle und Auto fahren lässt sich nur mit Ohrenstöpsel für den Fahrer erträglich gestalten. Aber wir üben und trainieren fleißig, sodass es nach und nach ein Stückchen besser wird.

Wir sind sehr froh, unsere Inka zu haben, sie hat unser Leben und auch das von unserem Ersthund bereichert, lustiger und noch kuscheliger gemacht.

Herzliche Grüße
Inka & ihre Familie