Maria

Hallo liebes Team aus der Süderstraße,

im vergangenen Spätsommer haben mein Freund und ich die 14-jährige Maria adoptiert. Sie wurde aufgrund ihrer Trauer um eine verstorbene Katzen-Kumpeline und der damit einhergehenden Unsauberkeit abgegeben.

Aufgrund der Pandemie war das Kennenlernen direkt mit der Entscheidung verknüpft, ihr ein Zuhause zu geben. Sie hat uns vor Ort nur angefaucht und sich in die letzte Ecke gedrückt. Wir haben sie trotzdem mitgenommen, da ich mir sicher war, dass das ihre Angst und ihr Alter ist.

Zuhause hat sie sich erstmal verkrochen und drei Tage gebraucht, um auch tagsüber unter dem Bett hervorzukommen. Ihre Klogänge und Ausflüge hat sie nachts gemacht, das Klo stand direkt neben dem Bett und Futter hat sie unters Bett bekommen. Vom erstan Tag an war sie sauber und benutzte ihr Katzenklo!

Nach nicht allzu langer Zeit kam sie nachts ins Bett und hat sich auf das Kissen gelegt, was hinter meinem Kopfkissen liegt – und nicht lange danach dann auf meine Beine, irgendwann auf den Bauch und schlussendlich auf meinen Brustkorb. Sie schläft dort am liebsten – direkt auf mir drauf. Sie wiegt einiges, daher halte ich das meist nicht die ganze Nacht durch, aber wir haben uns arrangiert und sie geht dann auch mal auf ihre Fensterhängematte neben dem Bett. :-)

Es gab noch einige Tierarzt-Besuche, da sie sich irgendwie einen Schnupfen eingefangen hat, der scheinbar chronisch ist. Aber das haben wir im Griff, sie bekommt regelmäßig eine Tablette und so geht das alles gut.

Jetzt ist ein Dreivierteljahr vorbei und ich habe den Eindruck, dass sie jetzt so richtig hundertprozentig angekommen ist. Sie sitzt gerne auf dem Balkon oder auf ihren anderen vielen Plätzen, rast abends durch die Wohnung und bringt uns immer ihre Spielmäuse mit lautem Miauen.

Maria liebt es, beim TV gucken auf unseren Schößen zu liegen und schmust für ihr Leben gerne. Als hätte sie nie woanders gewohnt, es ist echt verrückt. Wenn ich mal weg war und wiederkomme (egal ob für 5 Minuten zum Müll runterbringen oder länger nach einem Spaziergang), wartet sie immer neugierig im Flur und schmust dann mit meinen Beinen.

Wir sind so froh, dass wir uns von ihrem Fauchen nicht haben beeinflussen lassen und dass wir ihr hier bei uns ein schönes Zuhause geben können.

Viele Grüße von Maria und einem glücklichen jungen Pärchen :-)