Hallo liebes Tierheim-Team,
wir wollten euch gerne ein Update zu unserer kleinen Phoebe mit ein paar Bildern geben: Phoebe, damals noch „Madame”, kam Ende Oktober 2025 zur Welt und schien von Anfang an zu wissen, dass sie Großes vorhatte. Als wir sie Ende Dezember 2025 zum ersten Mal im Tierheim Süderstraße in Hamburg besucht haben, war sofort klar: Diese kleine Katze hat keine Angst vor der Welt.
Phoebe – von „Madame” zum Nesthäkchen
Während andere Kitten vielleicht erst vorsichtig geblieben wären, ist die winzige Phoebe direkt an uns hochgeklettert. Neugierig, selbstbewusst und voller Vertrauen. Am 3. Januar 2026 haben wir sie schließlich abgeholt, mitten im Winter, bei Schnee und ziemlich chaotischem Wetter. Auf dem Rückweg blieb unser Auto stecken und ein Mitarbeiter des Tierheims musste uns helfen. Währenddessen protestierte Phoebe lautstark aus ihrer Transportbox und machte sehr deutlich, dass sie mit dieser ganzen Situation wenig anfangen konnte und lieber sofort raus wollte.
Kaum zuhause angekommen, war von Unsicherheit allerdings nichts zu merken. Phoebe fing direkt an zu spielen, als würde sie schon immer dort leben. Auch ihr Herumklettern hörte damit nicht auf. Noch lange kletterte sie begeistert an uns hoch und unsere Arme und Beine waren regelmäßig übersät mit kleinen Kratzern und blauen Flecken, weil Phoebe ihre winzigen Krallen damals noch nicht wirklich unter Kontrolle hatte.
Und beim Essen ließ sie ebenfalls keine Zeit verstreichen. Sie schlang ihr Futter so schnell herunter, dass sie sich manchmal sogar übergeben musste. Erst eine Schleckmatte brachte etwas Entschleunigung hinein. Beim Thema Leckerlis gilt das allerdings bis heute nicht. Sobald irgendwo etwas raschelt oder es etwas zu naschen gibt, ist Phoebe sofort zur Stelle.
Eigentlich hatten wir Phoebe für unsere Katze Rumi geholt, eine griechische Straßenkatze, die bereits bei uns lebte. Kaum eingezogen, stellte das Leben Phoebe jedoch vor ihre erste echte Bewährungsprobe. Sie bekam Katzenpilz und musste noch einmal sieben Wochen in Quarantäne verbringen. Sie musste behandelt, gepflegt und manchmal auch gebadet werden. Trotz allem blieb sie unglaublich tapfer und selbstbewusst.
Die Zusammenführung der beiden verlief anfangs etwas holprig. Rumi wollte der kleinen Phoebe zeigen, wie die Regeln funktionieren, aber Phoebe war furchtlos und ließ sich nicht so leicht beeindrucken. Heute sind die beiden ein richtiges Team. Sie jagen sich durchs ganze Haus, von Etage zu Etage und von Raum zu Raum, spielen miteinander und kuscheln inzwischen sogar manchmal zusammen. Besonders schön ist es, wenn Rumi Phoebe putzt und sich um sie kümmert.
Als die beiden sich aneinander gewöhnt hatten und zusammen spielten, wurde Phoebe kastriert. Mit ihrem kleinen Body sah sie einfach unglaublich niedlich aus und auch diese Zeit hat sie erstaunlich tapfer gemeistert. Besonders schön war zu beobachten, dass Rumi offenbar gespürt hat, dass Phoebe Ruhe braucht. Sie hat sich etwas zurückgezogen und Phoebe ihren Raum gelassen.
Inzwischen regiert Rumi das Haus als unangefochtene Chefin und Phoebe ist das geliebte Nesthäkchen. Beide werden sehr verwöhnt und genießen ihren gesicherten Freigang im Garten. Vor allem Phoebe ist draußen völlig in ihrem Element. Neugierig, mutig und immer auf Entdeckungstour. Sie läuft durch den Garten, schnuppert an allem und probiert am liebsten alles aus. Man kommt manchmal kaum hinterher.
Phoebe ist bis heute außergewöhnlich mutig. Sie hat vor fast nichts Angst, ist verspielt, neugierig und voller Persönlichkeit. Bürsten findet sie zwar immer noch schrecklich, dafür braucht es sehr viele Leckerlis, aber nachts schläft sie gerne bei uns an den Füßen und hört inzwischen sogar auf ihren Namen.
Auch im Alltag ist Phoebe inzwischen nicht mehr wegzudenken. An Homeoffice-Tagen ist sie meine treue Bürokollegin. Sie liegt entweder auf ihrer extra bereitgelegten Matte, in ihrem Bettchen auf dem Schreibtisch, auf dem Stuhl hinter mir oder direkt auf meinem Schoß, während ich in Meetings bin. Und obwohl sie damals noch winzig war, ist sie inzwischen schon richtig groß geworden.
Wir sind unglaublich froh, dass Phoebe bei uns eingezogen ist. Sie hat unser Haus ein bisschen lauter, bunter und unberechenbarer gemacht und genau das wollten wir. Aus der kleinen „Madame” aus dem Tierheim Süderstraße ist eine starke, lustige und geliebte Phoebe geworden.
Viele Grüße
Fatemeh R.





















