Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V.
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Bonny (Ich suche auch Paten!)

b_250_187_16777215_00_images_tiervermittlung_hunde_archiv_kleine-hunde_408_S_14-Bonny-foto-k.straube3.JPGRasse: Französische Bulldogge

Geschlecht: männlich
Farbe: braun-schwarz gestromt mit weißem Brustfleck
Schulterhöhe: 37 cm    
Gewicht: 14,8 kg
Geburtsdatum: ca. 2009
Im Tierheim seit: 21.08.2014
HTV-Nummer: 408_S_14



• ist Menschen gegenüber freundlich und aufgeschlossen
• ist gut verträglich mit Hündinnen und Rüden

Bonnys Halterin konnte sich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr um ihn kümmern und so kam er zu uns ins Tierheim.

An und für sich ist Bonny ein typischer Vertreter seiner Rasse: Er will immer mit dem Kopf durch die Wand, tobt fröhlich grunzend durch Wald und Wiesen und schläft zuhause am liebsten auf dem Rücken, wobei er so laut schnarcht, dass man glaubt, die Bilder fallen von der Wand.

Rassetypisch meint Bonny auch, dass Regeln zum Brechen da sind, und so ist er sich für keinen Streit zu schade. Natürlich legt er sich lieber mit größeren Hunden an - alles andere wäre ja auch feige. Womit wir auch schon zum springenden Punkt kommen: Bonny ist bereits mehrmals, auch hier im Tierheim, aus dem typischen Bulldoggen-Verhalten heraus in einen berserkerartigen Zustand verfallen, in dem alles, was sich bewegte, als Feind gesehen wurde. Momentan rätseln wir noch, was dieses Verhalten auslöst. Im Laufe der Untersuchungen wurde ein Keilwirbel festgestellt, der eine Zeit lang mit Schmerzmitteln, inzwischen aber nur noch mit regelmäßiger Physiotherapie behandelt wird. Wir glauben aber nicht, dass Schmerzen die Ursache für Bonnys Verhalten sind. Auch eine Schilddrüsenunterfunktion wurde bei Bonny festgestellt, wegen der er ebenfalls Medikamente bekommt und weiterhin bekommen sollte.

Eine Zeit lang durfte Bonny regelmäßig zu einem Pfleger mit nach Hause, damit wir sehen konnten, wie er sich dort verhält. Er zeigte auch in dieser Umgebung eine große Konfliktfreudigkeit gegenüber anderen Hunden, gerade wenn es um seinen Menschen ging. Zumindest ist er dort aber nicht in den Berserkerrausch verfallen.

Auch wenn es ums Futter geht, ist Bonny nicht ganz einfach. Vor allem am Anfang sollte man nicht versuchen, Lebensmittel, die aus Versehen auf den Boden gefallen sind, wieder aufzuheben, wenn er sie schon fixiert hat, da das schnell mit einem kaputten Finger enden könnte. Ähnliches Verhalten könnte Bonny auch zeigen, wenn er Spielzeug oder einen Platz auf dem Sofa für sich beanspruchen will. Er ist eben ein Charakterhund mit viel Selbstbewusstsein, aber auch Charme. Man muss sich nur die nötige Zeit nehmen, um ihn in Ruhe kennenzulernen, und darf auf seinen niedlichen Unschuldsblick nicht hereinfallen. Bonny braucht jemanden, der ruhig, aber auch konsequent und bestimmt die Regeln aufstellt und durchsetzt. Wer Interesse hat, sich dieser Herausforderung zu stellen, darf sich gerne bei uns melden. 01.09.2017 (ks)üa

b_300_300_16777215_00_images_tiervermittlung_hunde_archiv_kleine-hunde_408_S_14-Bonny-foto-k.straube4.JPG b_318_300_16777215_00_images_tiervermittlung_hunde_archiv_kleine-hunde_408_S_14-Bonny-foto-k.straube2.JPG
 

 

 

 

 

 

 

 

 


Diese Tierrasse entstammt einer Qualzucht. Die züchtungsbedingten morphologischen und/oder physiologischen Veränderungen können zu Verhaltensstörungen führen und sind mit körperlichen Leiden und Schmerzen für die Tiere verbunden. Laut § 11b Tierschutzgesetz ist die Zucht solcher Tiere verboten.
Ein Kennzeichen dieser Rasse ist die züchterisch erzeugte starke Verkürzung des Gesichtsschädels. Einige Tierärzte haben sich bereits auf entsprechende Korrekturoperationen spezialisiert, um die Atemwege zu erweitern und diesen Hunden etwas von der ständigen Atemnot zu nehmen. Die meisten Welpen haben bei der Geburt einen so breiten Schädel, dass sie auf natürlichem Wege nicht mehr möglich ist. Circa 90 Prozent können nur durch einen Kaiserschnitt zur Welt kommen. Überdurchschnittlich viele Welpen werden tot oder mit Gehirnfehlbildungen geboren.
Wenn die Tiere anatomisch bedingt leiden, handelt es sich um eine Qualzucht. Als Anwälte der Tiere lehnen wir diese ab. Tierhalter, die solche Zuchten unterstützen, handeln unverantwortlich.