Murphy (Ich suche auch Paten!)

Rasse: Deutscher Pinscher                   
    
Geschlecht: männlich    
Farbe: braun
Schulterhöhe: 47 cm
Gewicht: 16 kg
Geburtsdatum: 07.05.2013
Im Tierheim seit: 05.05.2017
HTV-Nummer: 852_A_17

•    stubenrein
•    kann alleine bleiben (Hunde sollten nicht mehr als 4 Stunden alleine bleiben)
•    fährt im Auto mit
•    fremden Menschen gegenüber unsicher

Murphy kam ins Tierheim, da seine Familie nicht gut mit ihm zurechtkam. Er zeigte Aggressionen, vor allem im Haushalt, wo er versuchte die Dinge für sich zu regeln: Wer wann wohin geht, wer was isst, ob Besucher in die Wohnung dürfen und so weiter. Dabei kam es auch zu Verletzungen durch Murphy.
Leider waren die Versuche Murphy diesbezüglich zu erziehen nicht erfolgreich, da man hierbei auch Gewalt anwendete. Das einzige was Murphy dabei lernte war, dass Menschen prinzipiell nicht zu vertrauen ist.

Hier im Tierheim durften wir Murphy als sehr unsicheren Hund kennenlernen, der anfangs Ressourcen wie Futter, Spielzeug oder Liegeplatz für sich sicherte, bevor sie ihm jemand streitig macht. Besonders am Anfang schien er nicht gut in der Lage zu sein mit Frustsituationen umzugehen, sodass er schnell verärgert und abweisend reagierte. Inzwischen hat sich Murphy etwas an die Situation im Tierheim gewöhnt und ist deutlich zugänglicher geworden. Zudem hat sich gezeigt, dass Murphy sich gerne mit Futter bestechen lässt und man so eine Basis hat, auf der Schritt für Schritt gebaut werden kann.
Seinen Pflegern gegenüber zeigt sich Murphy freundlich und aufmerksam. Kommt er hier im Tierheim in eine Situation, die ihn ängstigt, weicht er zurück und winselt. Geht man angemessen darauf ein, so gewinnt man schnell sein Vertrauen zurück und kann weitermachen. Inzwischen hat Murphy gelernt einen Maulkorb zu tragen, vor dessen Benutzung man auch nicht zurückscheuen sollte.

Murphy braucht ein Zuhause mit  sehr erfahrenen Hundehaltern, die einen ruhigen, aber auch konsequenten Umgang mit dem Hund pflegen und so Sicherheit und Stabilität vermitteln können. Ebenso sollte ein geschicktes Ressourcenmanagement beherrscht werden, damit Frustsituationen in den ersten Monaten möglichst vermieden werden können.  

Darüber hinaus ist es natürlich wichtig, am besten mit Hilfe einer guten Hundeschule, die ohne aversive Maßnahmen arbeitet, gezielt an Murphys Problemen zu arbeiten und ihm auch eine sinnvolle Beschäftigung anzubieten. 19.10.2017 (ks)ü*