Leo

Rasse: Französische Bulldogge

Geschlecht: männlich, kastriert
Farbe: beige mit schwarzer Maske
Schulterhöhe: 36 cm
Gewicht: 13,5 kg
Geburtsdatum: ca. 2013
Im Tierheim seit: 26.07.2018
HTV–Nummer: 740_A_18

  • stubenrein
  • kann alleine bleiben (Hunde sollten nicht mehr als 4 Stunden alleine bleiben)
  • leinenführig
  • fährt in Bus und Bahn mit
  • fährt gerne im Auto mit

Leo hatte bisher kein einfaches Leben: Ständig wechselten seine Halter und dadurch war er völlig durch den Wind. Nie konnte er sich richtig eingewöhnen, immer wurde er gleich weitergereicht. Was soll da aus einem werden, kann man doch keinem richtig trauen oder einen Bezug aufbauen.
Schließlich landete Leo in einem Tierheim außerhalb von Hamburg. Von dort nahmen ihn seine letzten Halter mit, doch anscheinend erzählte man bei der Vermittlung nicht alles über ihn, oder man wusste auch nicht, wie er drauf ist. Wenn man Leo sieht, möchte man ihn am liebsten gleich knuddeln. Doch er ist kein Hund, der nur schmusen möchte, denn Leo traut niemandem so richtig; er wurde einfach zu oft enttäuscht.
Ab März 2018 lebte er in einer neuen Familie, doch je mehr er sich dort einlebte, desto schwieriger wurde er. Man besuchte eine Hundeschule, doch der gewünschte Erfolg blieb leider aus. Anscheinend hatte Leo es nie richtig gelernt sich anzupassen. Im Gegenteil, er versuchte ständig sich durchzusetzen und fing auch an, sich in der Familie auf eine Person zu fixieren und diese für sich alleine zu beanspruchen. Er zeigte zunehmend massives Abwehrverhalten und hat auch mehrfach Familienmitglieder verletzt.
Nach einem weiteren Vorfall mit ihm entschloss man sich, Leo zu uns ins Tierheim zu geben.
Hier sitzt der Bursche nun und wartet auf Menschen, die ihm gewachsen sind, mit ihm arbeiten und ihm langsam zeigen, wie die Regeln sind, wenn man in einer Familie lebt.
Die neuen Halter von Leo sollten sehr erfahrene, souveräne Menschen sein. Sie sollten sich dessen bewusst sein, dass Leo länger braucht, um das alles nachzuholen, was andere bei ihm versäumt haben – und das ist nicht innerhalb von vier Wochen getan. Leo braucht auf jeden Fall Vertrauen und das muss langsam wachsen.
Kinder sollten in dem Haushalt nicht leben, das wäre für Leo zu viel Stress. Mit Artgenossen kommt Leo aber gut zurecht.
Wenn Sie sich dieser nicht ganz einfachen Aufgabe stellen möchten und auch die nötige Erfahrung haben, um Leo auf den richtigen Weg zu bringen, dann schauen Sie sich den Burschen doch einmal näher an. Stellen Sie sich bitte auf mehrere Besuche bei uns im Tierheim ein, um einen Bezug und Vertrauen zu Leo besser aufbauen zu können.                    02.08.2018 (lgb)*


Diese Tierrasse entstammt einer Qualzucht. Die züchtungsbedingten morphologischen und/oder physiologischen Veränderungen können zu Verhaltensstörungen führen und sind mit körperlichen Leiden und Schmerzen für die Tiere verbunden. Laut § 11b Tierschutzgesetz ist die Zucht solcher Tiere verboten.
Ein Kennzeichen dieser Rasse ist die züchterisch erzeugte starke Verkürzung des Gesichtsschädels. Einige Tierärzte haben sich bereits auf entsprechende Korrekturoperationen spezialisiert, um die Atemwege zu erweitern und diesen Hunden etwas von der ständigen Atemnot zu nehmen. Die meisten Welpen haben bei der Geburt einen so breiten Schädel, dass sie auf natürlichem Wege nicht mehr möglich ist. Circa 90 Prozent können nur durch einen Kaiserschnitt zur Welt kommen. Überdurchschnittlich viele Welpen werden tot oder mit Gehirnfehlbildungen geboren.
Wenn die Tiere anatomisch bedingt leiden, handelt es sich um eine Qualzucht. Als Anwälte der Tiere lehnen wir diese ab. Tierhalter, die solche Zuchten unterstützen, handeln unverantwortlich.