Familie Querzahn

Art: Axolotl

Geschlecht: unterschiedlich
Farbe: wildfarben, albino
Geburtsdatum: juvenil, adult
Im Tierheim seit: 16.09.2018
HTV-Nummer: 543-557_S_18

 

Die Haltung dieser faszinierenden Tiere ist recht einfach, wenn nachfolgend benannte Besonderheiten berücksichtigt werden.

Axolotl ernähren sich natürlicherweise von wirbellosen Tieren. Bei der Haltung als Haustier eignen sich jedoch als Hauptfutter speziell für Axolotl entwickelte Pellets. Zusätzlich können Regenwürmer (Dendrobena) sowie Süßwasser-Fischfilet, z.B. Forelle oder Zander, in kleinen Häppchen (mit einer Futterpinzette) angeboten werden. Hin und wieder freuen sich die Tiere auch über Lebendfutter, z. B. Bachflohkrebse. Da diese für den Verkauf im Handel in salzhaltiges Wasser umgesetzt werden, ist ein gründliches Abspülen vor dem Verfüttern erforderlich.

Es ist zu beachten, dass nur gleichgroße Tiere zusammengehalten werden dürfen, da Axolotl kannibalisch leben. Kleinere Artgenossen könnten dem Hunger der Querzahnmolche (so der Oberbegriff) zum Opfer fallen.
Ein sogenanntes „Artenbecken“ wäre ratsam. Axolotl können jedoch auch mit anderen Kaltwasserbewohnern, wie z. B. Guppys oder Zebrabärblingen, gehalten werden. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass die Fische von den Axolotln verspeist werden könnten. Da Axolotl über einen sehr großen Mund verfügen, (daher der immer-lächelnde Eindruck), verschlucken sie alles, was hineinpasst. Ein größerer Fisch könnte steckenbleiben, welches für beide Tiere tödlich enden würde. Möglich ist auch die Vergesellschaftung mit Kaltwasserschnecken. Hier ist jedoch damit zu rechnen, dass auch diese von den Axolotln gegessen werden, daher dürfen nur Schnecken mit einem runden Gehäuse eingesetzt werden, wie z. B. Blasen- oder Posthornschnecken.

Das Aquarium sollte mit verschiedensten Versteckmöglichkeiten wie Steinen, Röhren und Wasserpflanzen gestaltet und gut belüftet, also ohne Abdeckung, und gefiltert werden. Eine starke Strömung ist zu vermeiden. Auf Wurzeln sollte im Becken ganz verzichtet werden. Hierauf können sich Bakterien oder Pilze ansiedeln, welche auf der empfindlichen Haut der Axolotl zu Entzündungen führen.

Axolotl sind Kaltwasserbewohner. Die Wassertemperatur sollte zwischen 17 und 19 Grad Celsius betragen. Dauerhafte Temperaturen über 20 Grad sollten vermieden werden, da diese zu gesundheitlichen Problemen und durch Organversagen zum Tod der Tiere führen würden. Der optimale PH-Wert liegt zwischen 7,0 und 7,5 – vertragen wird bis maximal 8,0. Ein Nitratwert bis 25 mg/l ist optimal. Ab 40 mg/l müssen die Tiere evakuiert werden.

Da die Tiere auf zu starke Lichtintensität sehr empfindlich reagieren, insbesondere Albinos, sollte die Beleuchtung entweder gedimmt oder durch Schwimmpflanzen abgemildert werden.
Als Bodengrund eignet sich abgerundeter, ungefärbter Kies in einer Körnung von 1-3 mm oder ein spezieller Bodengrund, der sogenannte Axogravel.  Nicht geeignet sind Kiesel, welche größer als 3 mm und spitz sind, sowie Sandboden.

Axolotl werden von uns nur in Kleingruppen vermittelt. Wenn Sie die faszinierenden Tiere mit ihren scheinbar immer lächelnden Gesichtern bei sich aufnehmen möchten und all ihren Ansprüchen gerecht werden können, beantworten unsere Experten im Kleintierhaus gerne alle weiteren Fragen. Melden Sie sich aber gerne auch telefonisch bei unserem ehrenamtlich aktiven Mitglied Nicole Genge (0176-417 406 42), die eine ausgewiesene Expertin in der Haltung dieser besonderen Tiere ist. 01.11.2018 (wed)ü