In Deutschland leben 34,7 Millionen Haustiere* und zig Millionen Wildtiere, die zur Silvesternacht fast alle unter dem Lärm und den grellen Lichtern von Feuerwerkskörpern leiden. Statt das Geld in kurzlebige Raketen und Böller zu investieren, ruft der Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V. (HTV) zu Spenden für die Versorgung der Tierheimtiere auf.

Auch wenn es dieses Jahr in Hamburg wieder Verbote rund um die Binnenalster und auf dem Rathausmarkt gibt, blickt der HTV pessimistisch auf die Silvesternacht: „Wir gehen nicht davon aus, dass während der Pandemie ein Umdenken stattgefunden hat“, so die 1. Vorsitzende des HTV Janet Bernhardt. „Ehrlich gesagt befürchte ich sogar, dass die letzten Jahre umso mehr nachgeholt werden. Und so müssen auch in dieser Silvesternacht wieder Millionen Tiere Angst erleiden“, fügt die Rettungssanitäterin hinzu.

„Spendet das Geld lieber, bevor Ihr es in die Luft jagt!“

Für die Tierheimtiere sind die Abende und Nächte rund um den Jahreswechsel mit viel Angst verbunden, denn sie haben keine eigenen Familien, die sie im Ernstfall vor dem ohrenbetäubenden Krach abschirmen können. Auch wenn es eine Notbesetzung im Tierheim des HTV in der Süderstraße gibt, kann sich diese nicht um Hunderte Tiere gleichzeitig kümmern.

Aber auch für viele Haustiere mit Zuhause ist vor allem die Silvesternacht eine Angst des Grauens. Vielen Wildtieren geht es nicht besser, wenn sie aufgeschreckt vor ein fahrendes Auto laufen oder panisch hin- und herfliegen und im schlimmsten Fall mit Scheiben kollidieren.

Wie auch andere Tierschutzvereine weist der HTV darauf hin, dass es gerade im Sinne der Tiere viele Alternativen gibt, das Geld sinnvoller anzulegen als in Silvesterböller. Das Motto: Spenden statt Böllern! „Wir als Tierschutzverein haben natürlich eine klare Haltung gegenüber Böllern. Wir verstehen jeden, der Silvester wieder ,so wie früher‘ genießen möchte, aber es gibt auch andere Arten, sich einen schönen Abend zu machen. Und auch sinnvollere Arten, sein Geld loszuwerden. Unser Tipp: Spendet das Geld lieber, bevor Ihr es in die Luft jagt!“, so Janet Bernhardt.

Das Tierheim in der Süderstraße beherbergt aktuell rund 657 Tiere– für Geldspenden gibt es hier wie in jedem Tierheim mehr als genug sinnvolle Einsatzzwecke.

Wer ein Zeichen für den Tierschutz setzen möchte, der kann unter dem Spendenbetreff „Spenden statt Böllern“ den HTV und seine Tiere finanziell unterstützen (PayPal: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.)

Luni ist erst ein halbes Jahr alt und weiß noch nicht, was sie an Silvester zu erwarten hat.

*repräsentative Erhebung des Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) e.V. und des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF) zur Heimtierhaltung 2021: Anzahl der Heimtiere in Deutschland - Industrieverband Heimtierbedarf (ivh-online.de)