Nicht nur zu Ferienzeiten, wenn die Zahl an ausgesetzten Tieren besonders hoch ist, sondern das gesamte Jahr über werden wir mit schlimmen Schicksalen konfrontiert, die unserem Tierpflege- und Praxispersonal viel abverlangen. Manches ist so grausam, dass wir Ihnen Hintergründe und Bilder ersparen. Schon die bloßen Fakten sind unerträglich und schockieren selbst erfahrene Mitarbeitende.

Viele unserer Schützlinge sind in einem erbärmlichen Zustand, wenn sie in unsere Obhut gelangen. Bei einigen Findelkindern lässt die Fundsituation keinen Zweifel daran, dass sich Menschen ihres einstigen Lieblings entledigt haben, indem sie ihn einfach aussetzten und einem unklaren Schicksal überließen. Hier möchten wir einige arme seelen vorstellen, deren Fälle uns in letzter Zeit sehr beschäftigt haben und die uns wieder vor Augen führen, wie wichtig unsere Arbeit ist, der wir nur dank der Unterstützung tierlieber Menschen nachkommen können.

Emma hatte ihr Leben lang Schmerzen - und wurde nie behandelt

Bei ihrer Ankunft war Emmas Haut wund und das Fell an vielen Stellen ausgefallen.

Ein Beispiel ist Hündin Emma, die in unsere Obhut kam, weil ihre Halterin sie vernachlässigt hat. Emma wurde offensichtlich nie tierärztlich behandelt, obwohl sie chronische Hautprobleme hat und schon lange unter Schmerzen leidet: Ihr Fell ist schütter, die Haut verdickt und entzündet, sie hat zahlreiche Umfangsvermehrungen am Körper, ihre Ohren waren stark verschmutzt, die Augen entzündet und ihre Krallen zu lang. Emmas Gesäuge ist abgenutzt und knotig verdickt. Seit Monaten betreuen wir Emma intensiv und werden weiterhin medizinisch alles tun, damit die Süße bald gesund wird. Unsere Fürsorge gibt ihr allmählich das Vertrauen in die Menschen zurück und auch das Fell wächst langsam nach. Unsere Tierpflegerin Michelle kümmert sich liebevoll um Emma, die ihre Nähe sehr genießt und endlich Hund sein kann.

Ohne ihre Mutter nachts in einem Karton am Bahnhof ausgesetzt

Viel Sorgen und Mühe machen uns auch vier British-Kurzhaar-Kätzchen, die krank und kotverschmiert in einem Karton ausgesetzt wurden. Früh morgens wurde ein Mann auf die wimmernden Kleinen aufmerksam und brachte sie zu uns ins Tierheim. Wir kümmern uns um die wenige Wochen alten Kitten, die eigentlich noch von ihrer Mutter gesäugt werden müssten. Die Aufzucht von Welpen ist besonders zeit- und kostenintensiv: Sehr junge Katzen werden Tag und Nacht gefüttert und selbstverständlich medizinisch versorgt. Eines der vier Kätzchen war in einem so kritischen Zustand, dass es trotz unserer umfassenden und liebevollen Pflege verstarb.

Wegen zurückgelassenen Mülls fast ihr Leben verloren

Es ist ein Bild, das ans Herz geht: Schildkröte Henriette hatte einen Angelköder verschluckt. Der Haken hatte sich tief in ihren Rachen gebohrt und saß gefährlich nahe hinter dem Auge. Unsere Tierärztin Zoe gab alles, um Henriette das Leben zu retten. Wir pflegen die kleine Panzerfreundin nun in unserer Reptilienstation gesund. Vermutlich wurde Henriette ausgesetzt - ein Schicksal, das viele ihrer Artgenossen teilen. Jeden Tag erleben wir die Auswirkungen rücksichtslosen Verhaltens, entfernen Angelschnüre, die sich um Flügel von Vögeln gewickelt haben, oder versorgen Igel, die von Mährobotern verletzt wurden.

Wir bitten um Hilfe, damit wir weiterhin verstoßene Tiere gesundpflegen und neue Familien für sie finden können. Haben Sie herzlichen Dank für Ihre Spende – jeder Euro zählt!

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