Was genau sind Listenhunde? Und wie unterscheiden sie sich von ihren Artgenoss*innen – oder auch nicht? Diesen und vielen weiteren Fragen konnten wir beim KinderSonntag im Februar mit unseren großen und kleinen Besucher*innen auf den Grund gehen.
Warum werden Lebewesen nur aufgrund ihrer Rasse vorverurteilt? Und wie erklärt man am besten, dass ein Hund aufgrund seines Aussehen, seiner Rasse oder eines Maulkorbes nicht automatisch aggressiv ist? Am besten mit einem guten Beispiel! Zwei unserer ehrenamtlichen Gassigeherinnen haben uns gleich zwei unserer Schützlinge vorgestellt. Schnell wurde klar, dass diese Hunde, wie auch jeder andere Hund, nicht böse geboren wurden, sondern liebevolle und verschmuste Fellnasen sind.
In einer Fragerunde konnten unsere kleinen und großen Besucher*innen zudem viel über die Hunde hier bei uns im Tierheim erfahren, über die ungerechte Behandlung auf Grund des Hamburger Hundegesetzes und über die Bedürfnisse dieser großartigen Tiere. Die Tatsache, dass der verunglimpfende Begriff „Kampfhund“ gar keine Rasse ist und jeder Hund, der falsch behandelt wird, sich ängstlich und unsicher gegenüber Menschen verhalten kann, wurde von unseren Gästen schnell verstanden. Die allgemeine Empörung über die zu Unrecht vorverurteilten Listis war sogar schon bei unseren kleinsten Besucher*innen deutlich zu vernehmen.
Darüber hinaus sprachen wir über die Unterschiede, die es zwischen den Bundesländern in der Anschaffung und Haltung der Hunde gibt und wir schauten uns ganz genau aktuelle Zahlen an, die zeigen, welche Hunde(-rassen) in Hamburg wirklich gegenüber dem Menschen ihre Zähne eingesetzt haben.
In Videos erfuhren wir außerdem, wie vielfältige Rassen, die als Listenhunde gelten, eingesetzt werden können: Über Begleithunde für Menschen mit Behinderung, Rettungshunde, zum Beispiel beim Deutschen Roten Kreutz, und Assistenzhunde, waren alle Einsatzbereiche für unsere vierbeinigen Freunde vertreten.
Abschließend konnte bei einer Runde Hunde-Origami den letzten Fragen über Listis auf den Grund gegangen werden.