Raureif bedeckt mit kaltem Dunst die Wiesen und bei uns im Katzenhaus laufen die Heizungen auf Hochtouren. Denn besonders unsere vielen kleinen Schützlinge benötigen jetzt Wärme. Wie jedes Jahr befinden sich im Herbst zahlreiche Katzenkinder in unserer Obhut. Viele von ihnen kommen von der Straße zu uns oder werden von geschwächten Mutterkatzen bei uns geboren.

Die Lütten sind oft krank, können nicht alleine essen oder benötigen besonders intensive medizinische Unterstützung, ehe sie – wenn wir sie mit Ihrer Hilfe durchbekommen – in ein liebevolles Zuhause umziehen können. Mit Ihrer Spende können Sie nicht nur Herzenswärme im kalten Herbst schenken, sondern den Katzenkindern eine Perspektive und reale Chance auf ein Leben.

Schnupfennäschen: Samtpfoten-Starthilfe für Susi

Viele Kitten von Streunermüttern erblicken bei uns im Tierheim das Licht der Welt. Ein bewegender Moment, der niemals alltäglich wird. Meist sind es Würfe von vier bis sechs Katzenkindern, die in ein neues Leben starten – und nicht immer läuft alles reibungslos: Die kleine Susi blieb bei ihrer Geburt einfach in der Fruchtblase versteckt. Tierpflegerin Kim entdeckte das zarte Wesen jedoch rechtzeitig und nahm sich ihrer an.

Wochenlang kämpfte das schmächtige Kätzchen gegen schlimmen Katzenschnupfen. Besonders gefährlich für das Katzenmädchen, da bei Kitten das Immunsystem noch nicht richtig ausgebildet ist. Medikation, Augentropfen, Zufüttern, schlaflose Nächte und ganz viel Geborgenheit sollten der Schlüssel zu ihrer Genesung sein. Am Ende fand Susi nicht nur Gesundheit, sondern mit ihrem Katzenfreund Coco auch eine gemeinsame Für-immer-Familie. Mit Ihrer Spende unterstützen Sie uns dabei, Kitten wie Susi die notwendige Hilfe zukommen zu lassen und ihnen die Zeit zu schenken, heranzuwachsen und alt genug zu werden, um ein wundervolles Zuhause zu finden.

Susi fand einen kleinen Fellfreund und mit ihm ein gemeinsames Für-immer-Zuhause

Straßenleid statt Streunerromantik

Viele von uns kennen noch den Film Aristocats (1970), in dem das Bild der Streunerkatzen porträtiert wird. Obwohl auch hier das Leben der Tiere als rau dargestellt wird, sieht die Realität für die Samtpfoten noch viel grausamer aus: Krankheiten, Futternot, Kälte, Vertreibung und Gewalt durch Menschen bestimmen den Alltag der empfindsamen Miezen. Besonders tragende Katzenmütter und Kitten sind den brutalen Zuständen schutzlos ausgeliefert. Seit vielen Jahren kämpft das HTV-Katzenrettungsteam täglich gegen das Leid der Streunerkatzen, indem es Tiere einfängt, zum Kastrieren zu uns ins Tierheim bringt und anschließend an geeigneten Futterplätzen, möglichst im Fundgebiet, wieder freilässt. Muttertiere und ihren Nachwuchs, vor allem Waisen, betreuen wir natürlich besonders intensiv und lange: Die Kleinen müssen wir teilweise per Hand aufziehen, bevor wir sie in ein liebevolles Zuhause vermitteln können.

„Sieben Leben“? Wir kämpfen um jedes einzelne!

In Hamburg gibt es laut älterer Schätzungen 10.000 freilebende Katzen – es dürften inzwischen weit mehr sein. Zusätzlich leben in der Hansestadt unzählige Freigängerkatzen, die ein Zuhause haben, aber zur unkontrollierten Vermehrung der Streunerkatzen beitragen. Fast alle Straßentiere kommen schwach und/oder an Katzenschnupfen erkrankt und mit Milben-, Floh- oder Wurmbefall in unsere Obhut. Die medizinische Versorgung ist teuer und oft langatmig. Mit viel Zeitaufwand, Liebe und Fürsorge pflegen unsere Mitarbeitenden die kleinen Seelen zurück ins Leben. Nicht alle Tiere schaffen es – bei einigen kommt jede Hilfe zu spät. Trotz dieser körperlich und emotional herausfordernden Arbeit leisten unsere Pflegeeltern sie unermüdlich jeden Tag, denn: Jedes Leben zählt!

Helfende Hände hilflosen Pfötchen reichen

Ihre Spende kann alles verändern – für Katzenkinder wie Susi, für im Stich gelassene Muttertiere und grausam misshandelte Streuner. Sie helfen uns, den verstoßenen und vergessenen Katzenseelen der Straße die Hilfe zukommen zu lassen, die sie so dringend brauchen.

Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass auch das stumme Tierleid in Hamburg ein Gehör findet und die unsichtbaren Opfer der Straße gesehen und versorgt werden. Sie haben es verdient! Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

WICHTIG – Neu: Katzenschutzverordnung
Am 1. Januar 2026 tritt in der Hansestadt eine Katzenschutzverordnung in Kraft. Bis dahin müssen freilaufende Hauskatzen (Freigänger) kastriert, gechippt und registriert sein. Daher unser Appell an alle Menschen mit Freigängerkatzen: Bitte vereinbaren Sie rechtzeitig einen Termin in einer Tierarztpraxis! In vielen Städten und Kommunen in Deutschland sind vergleichbare Katzenschutzverordnungen bereits etabliert – und es hat sich gezeigt, dass diese die unkontrollierte Vermehrung freilebender Katzen und das damit verbundene Leiden und Sterben schutzbedürftiger Tiere erfolgreich eindämmen.

Hier können Sie für unsere Kätzchen und Katzenmütter spenden