Unsere Haltung zum Missbrauch von Pferden als "Rennmaschinen" ist hinlänglich bekannt: Wir fordern einen Stopp der tierschutzwidrigen Pferderennen! Dem wollte unsere Jugendgruppe anlässlich des "IDEE 157. Derby-Meeting" in Hamburg vor dem Hauptrennen "Deutsches Derby" auf der Horner Rennbahn am Sonntag (5.7.2026) Nachdruck verleihen, denn immer wieder sterben Pferde auf deutschen Rennbahnen. So auch beim 156. Galopp-Derby im vergangenen Jahr, als Stute Tonya nach einem Beinbruch eingeschläfert wurde.
Nach schlechten Erfahrungen bei einer Demo vor einigen Wochen entschied sich die Jugendgruppe mit ihrer Leiterin Kim Sichert für einen Online-Protest unter dem Motto "Pferde sind keine Sportgeräte". Im vergangenen Jahr war unser Protest teilweise erfolgreich: Das mörderische Seejagdrennen als Teil des "Idee-Derby-Meeting 2025" auf der Horner Rennbahn wurde abgesagt. Unser Protest hatte die Behörden auf den Plan gerufen - deren Vorgaben zur Sicherheit der Pferde konnte der Veranstalter nicht erfüllen.


Mindestens 59 Pferde sind in den vergangenen 11 Jahren auf deutschen Rennbahnen gestorben - allein 2023 endete laut unseres Dachverbands Deutscher Tierschutzbund der Einsatz im Rennsport für sechs Pferde tödlich. Da Trainingstodesfälle und spätere Euthanasien oft nicht erfasst werden, liegt die Zahl der verstorbenen Tiere sicherlich deutlich höher.


HTV fordert Stopp der tierquälerischen Pferderennen
Pferde brauchen Bewegung – aber es gibt schmerzhafte Unterschiede zwischen Freizeitausritten und Pferdesport, bei dem es um Höchstleistungen und Prestige der Menschen geht – koste es, was es wolle, auch das Leben der Tiere. Die Pferde werden viel zu jung und unter grausamen Methoden trainiert. Ihr Skelett und die Sehnen sind noch nicht richtig ausgebildet, ihre Knochen noch nicht stark genug, um den hohen Geschwindigkeiten der Rennen standzuhalten. Damit die Rennpferde Höchstleistungen bringen, werden immer wieder leistungssteigernde und schmerzunterdrückende Medikamente verabreicht. Körperliche Folgeschäden sind vorprogrammiert, von der mentalen Belastung einmal abgesehen. Der schmerzhafte Einsatz von Peitschen und Zungenbändern ist ebenfalls an der Tagesordnung. Häufig kommt es zu Stürzen, schweren Verletzungen und zum Tod der Tiere durch Knochenbrüche, Herz-Kreislauf-Versagen, Aorta-Abrisse und Stress-Koliken.






