Beim KinderSonntag im Juli drehte sich alles ums Meer – genauer gesagt um Tiere, die an und in Nord- und Ostsee leben. Auch über menschengemachte Gefahren, die die Meere bedrohen, konnten unsere jungen Gäste etwas lernen. Und natürlich wurde wieder gebastelt …

Zum Einstieg lernten die jungen Tierfreund*innen verschiedene Tiere kennen, die am Strand zu finden sind: Muscheln, Schnecken, Seesterne und Co! Dass es Seesterne schon gab, bevor die ersten Dinosaurier gelebt haben, hat alle erstaunt. Die Kinder durften sich eine Muschel aussuchen, um sie mit nach Hause zu nehmen.

Zum KinderSonntag hat uns auch unsere Kollegin für Kinder- und Jugendtierschutz, Nicole Hartmann, die sich gerade in Elternzeit befindet, besucht. Sie ist ein großer Ostsee-Fan und berichtete den Kids, wie Krebse und Krabben leben und sich bewegen. Strandkrabben laufen nämlich seit- und nicht vorwärts – das sahen die Kinder auch in einem kurzen Film.

HTV-Mitarbeiterin Nicole Hartmann kam extra aus der Elternzeit, um ihr Wissen zu
"scherigen" Meeresbewohnern zu teilen.

Weiter ging es mit echten Überfliegern – den Möwen! Die Kinder erfuhren, dass diese meistens in Kolonien leben. Das sind große Ansammlungen von Möwen auf Felsvorsprüngen oder an anderen Stellen in der Nähe von Wasser. Möwen können sich sehr gut an verschiedene Lebensbedingungen anpassen und sind deshalb auch weit weg vom Meer noch zu finden. Es gab Federn zum Anschauen und Anfassen. Nachdem sie einige Möwenarten wie die Lachmöwe oder die Silbermöwe kennengelernt hatten, durften sich die Kinder in einem Möwen-Bingo ausprobieren!

Nach einer kleinen Pause waren die Quallen dran: Diese glibberigen Tiere gibt es schon richtig lange – sie sind Nachkommen der ersten Tiere, die je auf der Erde gelebt haben. Quallen sind sogar noch älter als Seesterne. Sie sind also ein richitges Erfolgsmodell – und das, obwohl Quallen kein Herz und kein Gehirn haben! Einige Quallenarten haben die Kinder kennengelernt. Außerdem erfuhren sie, wie man sich am besten verhält, wenn man die Nesseln (Tentakel) einer Qualle berührt und die Haut anfängt zu brennen. Wichtig: Kein Trink- oder Süßwasser benutzen, um die Haut abzuspülen, sondern Salzwasser! Außerdem sollte man die Stelle vor Sonneneinstrahlung schützen und bei anhaltendem Brennen eine entsprechende Salbe in der Apotheke kaufen.

Beim Thema Meerestiere durften natürlich die Robben nicht fehlen: Bei uns in Deutschland leben Seehunde und Kegelrobben. Seehunde sind kleiner, Kegelrobben haben einen kegelförmigen Kopf – wie ihr Name schon sagt. Bei Kegelrobben sind die Männchen („Bullen“) deutlich größer, haben eine stärker ausgeprägte, lange Schnauze und eine andere Fellfärbung als die Weibchen („Kühe“). Die Bullen sind dunkel mit hellen Flecken, bei den Kühen ist das andersherum.

Anhand einer Grafik konnten die Kinder lernen, dass viele der Gefahren für die Meerestiere von uns Menschen gemacht sind, beispielsweise durch Plastikmüll, Fischerei (gezielter Fang oder ungewollter Beifang), Ölaustritte aus Pipelines und Tankschiffen oder Verschmutzung durch Kreuzfahrtschiffe.

Zum Abschluss des KinderSonntags wurde mit Muscheln gebastelt: Ob Schildkröte, Qualle oder Krabbe – die Kinder haben ihrer Kreativität freien Lauf gelassen!

Wir freuen uns schon auf die nächsten KinderSonntage - und auf viele junge Gäste bei unserem Sommerferien-Programm!