Pressemitteilung vom 11. Dezember 2025

Tiere als Weihnachtsgeschenke? Nein, danke! Der Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V. (HTV) vermittelt vom 20. Dezember 2025 bis einschließlich 3. Januar 2026 keine Tiere. An den Weihnachtstagen, Silvester und Neujahr bleibt das Tierheim geschlossen. Am 21., 22., 28. und 29. Dezember 2025 sowie am 2. Januar 2026 kann das Tierheim zu den regulären Öffnungszeiten besucht werden.

„Unsere Tiere sollen nicht als unüberlegte Geschenke unter dem Weihnachtsbaum und dann möglicherweise wieder bei uns im Tierheim landen – darum legen wir wieder eine Vermittlungspause ein. So stellen wir die Qualität unserer Vermittlungen sicher und schützen unsere Tiere vor Aussetzungen nach den Feiertagen“, erklärt Janet Bernhardt, die 1. Vorsitzende des HTV. Ab dem 3. Januar 2026 sind wieder Vermittlungen möglich. Das Tierheim öffnet dann wieder montags, mittwochs und freitags von 13 bis 15 Uhr sowie sonntags von 9:30 bis 11:30 Uhr.

„Ein Tier benötigt lebenslang Fürsorge, Zeit und Aufmerksamkeit – dass muss man auch Kindern erklären, bei denen ein tierischer Freund auf dem Wunschzettel steht. Es muss vorab klar sein, wer das neue Familienmitglied im Krankheitsfall oder im Urlaub versorgt. Auch Kosten und zeitlicher Aufwand werden leider oft unterschätzt: Ein Hund wird in der Regel deutlich älter als zehn, eine Katze nicht selten sogar älter als 20 Jahre alt“, betont Janet Bernhardt. Ein tierisches Familienmitglied sollte sich zudem abseits des Festtagstrubels in seinem neuen Zuhause eingewöhnen können.

Vorsicht bei Angeboten auf Online-Plattformen: Hinter vermeintlich seriösen Tierverkaufsanzeigen stecken oft katastrophale Haltungs- und Zuchtbedingungen. Das betrifft nicht nur illegal gehandelte Welpen, denn Tierschutzverstöße gibt es leider bei allen Tieren und die Verkaufsanzeigen sind oft (be-)trügerisch. Außerdem kurbelt jeder Kauf die „Tierproduktion“ an, während Tierheime und Tötungsstationen weltweit voll sind.

Erst verschenkt, dann entsorgt: Tiere müssen mit Bedacht angeschafft werden und gehören nicht als Geschenke unter den Weihnachtsbaum. Foto: Deutscher Tierschutzbund