Unter dem Motto „Wer ist hier der Clown?! Haltet ihnen den Spiegel vor“, fand am 17.09.2026 unsere Demonstration gegen die Dressur und Zurschaustellung von Tieren im Zirkuszelt statt. 160 Demonstrierende standen mit der Jugendgruppe des Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V. (HTV) für die Zirkustiere ein und liehen ihnen ihre Stimme und Präsenz.

„Zirkus geht auch ohne Tierleid, artgerecht ist nur die Freiheit!“

Circus Krone gastiert vom 17. September bis 11. Oktober 2026 in Hamburg. Auch im aktuellen Programm werden unter anderem Löwen, Tiger, Pferde und Hunde gezeigt. Für uns ist klar: Tiere sind keine Artisten, keine Requisiten und keine Unterhaltung. Wildtiere und andere Tiere haben eigene Bedürfnisse. Sie brauchen Raum, Rückzugsmöglichkeiten und ein Leben, das ihrem natürlichen Verhalten entspricht. Im Zirkus ist eine solche Haltung nicht möglich.

Bei der Demonstration ging es nicht um Hass oder Provokation, sondern Aufklärungsarbeit. „Wir wollen berühren und wir wollen eine Stimme für die Tiere sein. Unser Protest bleibt friedlich, aber unsere Botschaft ist klar: Tiere gehören nicht in den Zirkus“, äußert sich Tilda Kirstner, Leitung der HTV-Jugendgruppe.

Viele Privatpersonen und weitere Tierschutzvereine wie Animal Rights Watch Hamburg und das Peta Streetteam Hamburg schlossen sich dem friedlichen Protest an. Mit selbstgemachten Plakaten und Spiegeln mit Clownsnase wurde auf das Tierleid in der Manege aufmerksam gemacht. „Ich verstehe nicht, dass es heutzutage überhaupt noch solche Vorstellungen gibt, viele Zirkusse machen bereits vor, dass es ein tolles Unterhaltungsprogramm ohne Tierleid geben kann“, so Janet Bernhardt, 1. Vorsitzende des HTV.

Tierschutz kennt kein Alter.

Die Resonanz der Besuchenden fiel gemischt aus. Einige Gäste reagierten aggressiv und beschimpften die friedlich Demonstrierenden mit harter Sprache. Bei wenigen konnte erreicht werden, dass sie mit ihren Kindern, die nachfragten, ruhig über das Thema sprachen. „Wenn wir nur ein paar Menschen anregen, sich mit dem Thema zu befassen, hat sich die Demonstration schon gelohnt“, sagt Petra Hoop, Geschäftsführung des HTV.

Die Reaktionen der Besuchenden fielen sehr unterschiedlich aus. Einige beschimpften die friedlich Demonstrierenden aggressiv.

Keine Unterhaltung auf Kosten der Tiere

„Wir wollen weiterdenken und es tut uns in der Seele weh, solches Tierleid 2026 noch sehen zu müssen. Wir möchten ein Zeichen setzen und vielleicht hört Hamburg uns und wir müssen nächstes Jahr nicht mehr hier stehen“, Tilda Kistner.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmenden!