+++UPDATE vom 22.04.2022+++

Der ausgesetzte Hund Teddy bekam einen würdevollen Abschied unter großer Anteilnahme auf einem Tierfriedhof im Kreis Steinburg. Für die Beisetzung wurden keine Kosten erhoben. Des Weiteren erreichten uns viele zielführende Hinweise zur Ermittlung der Verantwortlichen. Zum jetzigen Zeitpunkt können wir jedoch noch keine weiteren Informationen preisgeben. Unten finden Sie Fotos der Beisetzung.

 

Hilflos liegt Teddy in einem Karton, dem Tod nahe.
Pressemitteilung vom 06.04.2022

In der Nacht zum 01. April wurde ein alter Mischlingshund in einem äußerst schlechten Zustand an der Autobahnraststätte Stillhorn gefunden. Der Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V. (HTV) bittet die Bevölkerung um Mithilfe: Wer kennt diesen Hund bzw. seine Halterinnen oder Halter oder hat etwas Verdächtiges beobachtet? Der HTV setzt für Hinweise, die zu den für die Aussetzung verantwortlichen Personen führen, eine Belohnung von 500 Euro aus und erstattet Anzeige gegen Unbekannt.

Teddys gesamter Körper und auch sein Gesicht waren übersät mit Verletzungen. Das Leid steht ihm ins Gesicht geschrieben.

Eine Autofahrerin hatte den beigefarbenen, kleinen Hund, der auf den Namen Teddy getauft wurde, in der Nacht zu Freitag, den 01. April 2022, an der Raststätte Stillhorn (Nachtrag: östliche Seite, aus südlicher Fahrtrichtung) in einem Pappkarton gefunden und um 2 Uhr ins Tierheim Süderstraße des HTV gebracht. Der vermutlich mindestens 14 Jahre alte Mischlingsrüde war eiskalt, jammerte vor Schmerzen und war in einem erbärmlichen Zustand: Sein Gesicht war vereitert, die Hinterläufe vermutlich durch Brüche verkrüppelt und schon abgestorben, er hatte aufgrund einer Hauterkrankung schlimme Wunden und war nur schütter behaart. Ein HTV-Tierrettungsfahrer brachte Teddy umgehend in eine Tierklinik. Leider konnte man nichts mehr für den kleinen Kerl tun: Er musste erlöst werden.
„Einen so alten Hund in diesem schlechten Zustand in eiskalter Nacht sich selbst zu überlassen, ist mehr als grausam. Vermutlich wollten die Halter sich des Hundes auf diese Weise entledigen. Wir weisen nochmal darauf hin, dass überforderte Menschen ihr Tier rechtzeitig bei uns im Tierheim abgeben können – niemand muss sein altes und krankes Tier einfach aussetzen“, betont die tierärztliche Leitung des HTV, Dr. Urte Inkmann: „Leider war es für Teddy viel zu spät.“

Wer kann Hinweise geben?
Da der Hund nicht gechippt war, lassen sich die Halterinnen oder Halter nicht ermitteln. Der HTV bittet daher dringend um Hinweise. Für Angaben, die zur Ergreifung der Täterinnen oder Täter führen, hat der HTV zudem eine Belohnung in Höhe von 500 Euro ausgesetzt.

Wer hat in der Nacht zu Freitag, den 01. April 2022, an der Autobahnraststätte Stillhorn auffällige Personen oder Handlungen beobachtet? Wem kommt der Hund bekannt vor – oder wer weiß, dass ein entsprechender Hund nicht mehr in seinem Zuhause ist? Bitte wenden Sie sich umgehend an die HTV-Tierschutzberatung: montags bis freitags von 10 bis 14 Uhr telefonisch unter der 040 211106-25 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

Das Aussetzen eines Tieres stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann gemäß § 18 Abs. 1 Nr. 4 TierSchG mit einer Geldbuße bis zu 25.000 Euro bestraft werden. Im Einzelfall, wenn der Tod oder schwere Verletzungen des Tieres durch die Umstände der Aussetzung billigend in Kauf genommen werden oder das Tier durch die Aussetzung und deren Folgen sogar zu Tode kommt, handelt es sich um eine Straftat gem. § 17 TierSchG. Diese kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe geahndet werden.

Teddys liebevoll geschmücktes Grab.
Teddy bekam eine würdevolle Beerdigung im Kreise vieler Trauernder.