Nach der Demo – Kampf gegen LPT geht weiter

Eine der größten deutschen Tierschutzdemos mit 7.300 teilgenommenen Menschen. Foto: Annabelle BücknerWir schauen auf eine große und eindrucksvolle Demo zurück. Doch für die Tiere in den LPT-Folterkammern hat sich bisher nichts geändert. Das Quälen und Töten geht weiter. Daher muss auch der Protest weitergehen! Die nächste Groß-Demo findet am 16. November statt.

Die SOKO Tierschutz ruft erneut zur Groß-Demo gegen Tierversuche allgemein und LPT speziell auf. Dieses Mal wird der Protest am Hauptbahnhof starten und zwar am 16. November 2019 um 14 Uhr. Nach einem Marsch durch die Innenstadt wird das planmäßige Ende um 18 Uhr sein. Der Hamburger Tierschutzverein wird mit großer Dankbarkeit und Überzeugung auch an dieser Demo teilnehmen und ruft alle HTV-Aktiven dazu auf, sich anzuschließen. Tierversuche gehen uns alle an! Lassen Sie uns diesmal Zehntausende sein!

Nach polizeilichen Angaben demonstrierten 7.300 Menschen vergangenen Samstag in Neugraben gegen das unvorstellbar grausame Leiden der Tiere in Laboren zu Versuchszwecken, speziell in denen des LPT (Laboratory of Pharmacology and Toxicology). Sie alle folgten damit dem ersten Aufruf der SOKO Tierschutz zur Teilnahme am gemeinschaftlichen Protest auf der Straße, den auch wir tatkräftig und finanziell unterstützten. Jeder Mensch, der die Undercover-Bilder und -Videos, die ein eingeschleuster Tierschützer aufnahm, gesehen hat, weiß, dass die Bezeichnung „Labor“ viel treffender durch „Todestrakt“ oder „Folterkammer“ ausgetauscht gehört.

Hinter den Mauern des LPT müssen Tiere unaussprechliche Schmerzen ertragen. Foto: SOKO Tierschutz/Cruelty Free InternationalTierversuche sind eine wissenschaftliche Sackgasse, die viel Geld einbringt, aber nur scheinbar medizinischen Nutzen und damit die Menschen in einer gefährlichen Sicherheit wägt. Das LPT ist ganz offenbar ein rechtsfreier Raum, indem nicht nur das Tierschutzgesetz nicht gilt, sondern auch die minimalen gesetzlichen Vorgaben für den Tierversuchsbereich nicht eingehalten werden – und so gut wie gar nicht behördlich kontrolliert wird.

Die Staatsanwaltschaft in Stade ermittelt zwar mittlerweile gegen das LPT wegen Verstößen gegen den Tierschutz und wegen Betrugs. Dennoch wurden die Versuche im LTP bisher nicht eingestellt. Der Landkreis Harburg hat als zuständige Aufsichtsbehörde eine engmaschige veterinärmedizinische Überwachung angekündigt und „schärfere“ Auflagen erteilt: Laut eines NDR-Berichts muss LPT dem Landkreis per sofort mitteilen, wann neue Tiere in dem Labor ankommen, in welchen Versuchen sie eingesetzt werden und was mit ihnen danach geschehen soll. Zudem muss zukünftigen Anträgen bis die behördlichen Kontrollen abgeschlossen sind durch das niedersächsische LAVES (Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz) als Genehmigungsbehörde zugestimmt werden. Auch wenn man es kaum fassen kann: Bisher gab es nur eine Informationspflicht und eine automatische Erlaubniserteilung bei Nicht-Reaktion der Behörde in diesem so tierschutzrelevanten Bereich. Bereits wirksame Bewilligungen wurden aber bisher nicht aufgehoben. Das passiert auch nicht, obwohl bei einer mittlerweile zweiten Kontrolle des Veterinäramts des Landkreises Harburg Verstöße wiederholt festgestellt wurden.

Das Leiden und Sterben im LPT geht derzeit weiter! Daher bitten wir alle empathischen Menschen, weiter die eigenen Kräfte zu bündeln, das Umfeld zu mobilisieren und an der zweiten Groß-Demo teilzunehmen. Es wird ein langer Marsch, aber wir sind es den Tieren schuldig!

HTV-Mitarbeiter*nnen, Mitglieder sowie unsere Vorsitzenden Sandra Gulla (3.v.r.) und Katharine Krause (4.v.r.) setzen ein Zeichen gegen das Horror-Labor LPT. Foto: Senta Schuckert

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